Die drei Meister George Romero, Francis Ford Coppola und Woody Allen mögen Regisseure ähnlichen Alters sein. Sonst eint sie aber eher wenig - schon gar nicht ihre Arbeitsfrequenz. Ihre aktuellen Werke waren auf der Viennale durch wunderliche Fügung relativ gleichzeitig zu sehen.
Die armen Bobos kennen Lebensfreude bestenfalls aus dem Ethno-Supermarkt und Sex nur aus dem Kulturfernsehen. Deswegen erregen sie sich in ihren öden Bobo-Zeitungen auch - mit klammheimlicher Geilheit - so vehement über die neuen pseudopornographischen Kinomanipulationen eines Lars von Trier oder Steven Soderbergh. Da flüchtet man sich als normaler Mensch lieber auf den Mond.
Prophezeiungen, Botschaften und Manifeste: Der neue französische Regiemeister Jacques Audiard denkt in "Un prophète" den Gangsterfilm neu; US-Drehbuchautor Oren Moverman arbeitet sich in "The Messenger" an der Heimatfront im Irak-Krieg ab - und in "RIP: A Remix Manifesto" wird äußerst amüsant mit der US-Unterhaltungsindustrie abgerechnet.
Und wieder öffnet der "Turm der Macht" seine Pforten: Zum siebenten Mal präsentiert das Pathologisch-anatomische Bundesmuseum im alten AKH heuer seine Sommerveranstaltungen - und der Verein EVOLVER ist als Mitveranstalter dabei.
Lieber mit Che durch den Urwald wandern oder mit John Connor über den zerstörten Planeten? Wahrscheinlich ist beides angenehmer, als von einer Zigeunerhexe verflucht zu werden. Dabei handelt gerade davon der beste Film in diesem schwachen Kino-Juni.
Von 28. August bis 1. September 2009 wird im ostbayrischen Burghausen die "gute aussichten - junge deutsche fotografie_plattform1" über die Bühne gehen. Der EVOLVER ist als Medienpartner involviert - und präsentiert einen ersten Einblick.