Platten_Bright Eyes - Take It Easy/Lua

Die Zähne werden länger

Soeben erschienen zwei Kleinode, mit deren Hilfe man sich auf das in Kürze erscheinende Opus des jungen Ausnahmemusikers Conor Oberst einstimmen kann.    19.12.2004

Bald ist es soweit. Die Fan-Gemeinschaft freut sich mehr als auf Weihnachten. Nachdem das letzte Album der Bright Eyes rund um den Erdball abgefeiert wurde und die Band sich auf ihren ausgedehnten Konzerttourneen feiern lassen konnte, zog sich der manische Song-Schreiber Conor Oberst erst einmal nach New York zurück, um mit seinen Freunden Michael Stipe und Ryan Adams Rotwein zu schlempern und Ideen für ein neues Album zu sammeln. Anfang nächsten Jahres soll das neue Werk von Bright Eyes nun endlich erscheinen. Und weil ja weiter nichts dabei ist, werden es sogar zwei Alben sein.

Damit uns bis dahin nicht allzu fad wird, werden jetzt die zwei Singles "Lua" und "Take It Easy" vorgeschoben. Für das Flaggschiff von Saddle Creek heißt es Gas geben, da bereits The Good Life oder Son, Ambulance und Now It´s Overhead allesamt hervorragende Platten veröffentlicht haben. Das kann man nicht einfach auf sich sitzen lassen. Und so veröffentlicht Conor Oberst zwei schöne Appetithäppchen, um die Vorfreude auf die beiden Alben noch ein bißchen zu steigern. Die Zähne werden also länger.

Ernst Susicky

Bright Eyes - Take It Easy

ØØØØ


Saddle Creek/Indigo/Ixthuluh

(USA/2. 11. 2004)

 

"Take It Easy" überrascht als Midtempo-Nummer über stundenlange Autofahrten erst einmal mit elektronischen Anklängen, geht einem aber nach mehrmaligen Hören nicht mehr aus dem Ohr. "Burn Rubber" gibt dann etwas mehr Gas, und mit dem instrumentalen "Gremation" ist es dann schon wieder aus mit dem Aublick auf das - so wird es prophezeit - experimentelle "Digital Ashes In A Digital Urn".

 

Links:

Bright Eyes - Lua

ØØØØ


Saddle Creek/Indigo/Ixthuluh

(USA/8. 11. 2004)

 

 

Sich gleich nach "Take It Easy" die MCD "Lua" anzuhören, ist eigentlich ein kleiner Schock, obwohl das zweite Album "I´m Wide Awake It´s Morning" eher die konservativen Hörer freuen sollte. Conor allein an der Gitarre: zerbrechliches Indie-Songwriting. Mit "Well Whiskey" hört man Bright Eyes, wie man sie kennt und liebt. Dazu noch das The-Bruce-Cover "Woke Up With This Song In My Head This Morning" und "True Blue".

 

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