1998-2002_Archiv

The Internet Is Dead #1

Der EVOLVER stellt Ihnen die Inhalte seiner historisch wertvollen "IiD-Edition" nun auch im aktuellen Format zur Verfügung. Diesmal: Musikrezensionen von A Perfect Circle bis Attwenger.
   01.10.2002

EVOLVER-Redaktion

A Perfect Circle - Mer De Noms


Seit mehr als vier Jahren läßt Maynard James Keenan, charismatischer Sänger der Gruppe Tool, seine Fans auf ein neues Album warten; angeblich soll es Mitte nächsten Jahres endlich soweit sein. Das hervorragende Debütalbum seines Nebenprojekts A Perfect Circle ist allerdings jetzt schon zu haben.

Links:

a-ha - Minor Earth Major Sky


Als Anfang der Neunziger minderbemittelte Dancefloor-Acts die Pop- und Wave-Klassiker der Achtziger auf beinahe blasphemische Art "remixten", wartete man vergeblich auf eine a-ha-Verwurstung. Das norwegische Trio hatte selbst seine größten Single-Erfolge einfach zu komplex gestaltet, als daß sie in eine 4/4-Schlumpfnummer gepaßt hätten.

Links:

Aaron Copland - The Populist


Aaron Copland ist einer der Fixsterne am US-Komponistenhimmel - doch das klingt leider nach mehr, als es in Wahrheit ist. Eine neue CD mit einigen seiner Werke hinterläßt gemischte Gefühle.

Links:

AC/DC - Stiff Upper Lip


Wie die Gebrüder Young einmal sagten: "Wir wollen und wir können nichts anderes." So scheint das Erfolgsprinzip der schottisch-australischen Rock-Dinosaurier zu lauten - und genauso präsentiert sich auch ihr neuestes Album "Stiff Upper Lip".

Links:

Accelera Deck - Digital Headrest


Das erste Mal fiel der Name des Projekts 1997 auf einer Split-EP für Endorphin Records. Harsche Cut-ups von Old-School-Drumloops, kombiniert mit schönen Ambient-Layern, waren da zu vernehmen. Sein neues und gleichzeitig letztes Album zollt noch einmal den Großen des experimentellen IDM (Intelligent Dance Music, wer´s kennt) Tribut.

Links:

Aereogramme - A Story In White


Glasgow brennt. Schon wieder. Konfrontiert mit dem Verhältnis von qualitativem und quantitativem Output kommt der Musik-Connaisseur kaum umhin, Schottlands triste Industriemetropole als Großbritanniens neue Musikhauptstadt zu adeln. Aereogramme untermauern dies mit "A Story In White".

Links:

Air - 10 000 Hz Legend


Manchen, die sich einen "Moon Safari"-Aufguß gewünscht hatten, wird beim Hören von "10 000 Hz Legend" womöglich das Cocktailglas aus der Hand fallen. Denn der "Sexy Boy" vom Vorgänger-Album ist vom Plüschsofa gefallen, und jetzt besudelt die "Wonder Milky Bitch" die Lounge.

Links:

Alanis Morissette - Under Rug Swept


Alanis Morissettes fünfter Longplayer ist deutlich besser als ihr großes Durchbruchsalbum "Jagged Little Pill", erreicht aber nicht ganz das Niveau ihrer vorigen CD. Soliden Pop weit über dem Durchschnittsniveau bietet er allemal.

Links:

Alva.Noto - Transform


Irgendwo in der Grauzone zwischen den Nullen und Einsen der Booleschen Algebra existieren fluktuierende Bilokationen, zappelnde Entladungen, so abrupt, daß sie kaum wahrnehmbar sind. Mit "Transform" stellt Carsten Nikolai unter Beweis, wie spannend die unentdeckte Welt der Elektrostatik pulsiert - und legt damit eines der besten Alben des Jahres vor.

Links:

Amorphis - Am Universum


Wer noch nie in Finnland war, kann das Element, das nahezu alle ernsthaften Bands des Landes verbindet, kaum verstehen: Sehnsucht und Melancholie, die aus jedem Nachklang sprechen, und Harmonien, die das Gefühl von Weite vermitteln. Amorphis, eine der Speerspitzen des Suomi-Metal, melden sich zum Jahresanfang mit einem sehr schönen Lebenszeichen.

Links:

And You Will Know Us By The Trail Of Dead - Source Tags & Codes


Rock mußte ja wieder einmal gerettet werden. Ginge es allein nach der bestimmt nicht unerheblichen Einschätzung der schreibenden Zunft dies- und jenseits des Ärmelkanals, unwesentlich ob englisch- oder deutschsprachiger Feder, so muß der ältere Herr ohnehin alle zwei Monate mit frischem Blut aufgepäppelt und reanimiert werden, so siech und marod er angeblich mit Gitarren und Frisuren am Tropf hängt ...

Links:

Andre Estermann - Balloon


In den frühen 90er Jahren machte sich von Sheffield ausgehend eine Strömung breit, die als "High Intelligence" in die Musikannalen einging. Andre Estermanns Werk "Balloon" erinnert nicht ohne Grund daran.

Links:

Andrea Bocelli - Verdi


Rechtzeitig zum Verdi-Jahr darf natürlich auch eine musikalische Lebensäußerung von Andrea Bocelli nicht fehlen. Und das ist gar nicht so gehässig gemeint, wie es sich vielleicht auf den ersten Blick liest ...

Links:

Andreas Scholl - Wayfaring Stranger


Andreas Scholl ist Vokal-Feinspitzen schon länger ein Begriff. Zahlenmäßig sind Countertenöre (Anm.: eigentlich männliche Altisten) ja eher dünn gesät, vor allem in dieser Qualität; ihr Repertoire finden sie meist im barocken und frühklassischen Bereich. Allein deshalb ist die Folksong-Kollektion "Wayfaring Stranger" eine Besonderheit.

Links:

Anna Karenina - Soundtrack


Kurz vor seinem 85. Geburtstag wird Sir Georg Solti hyperaktiv: Er überschwemmt den Markt mit Neuproduktionen, deren Arbeitsaufwand kaum ein jüngerer Dirigent bewältigen würde.

Links:

Anton Bruckner - Symphonie Nr. 5


Viele langjährig geplante Zyklen nähern sich langsam ihrer Fertigstellung. Auch Giuseppe Sinopoli ist einer der Dirigenten, die Gesamtwerke von Komponisten langfristig planen. Mit der Aufnahme der fünften Symphonie des oberösterreichischen Komponisten ist er seinem Ziel wieder ein Stück näher.

Links:

Anton Bruckner - Symphonie Nr. 8 in c-moll


Man kann Pierre Boulez wirklich vieles nachsagen - nur nicht, daß er ein großer Emotionalist wäre. Umso überraschender ist der vorliegende Live-Mitschnitt aus dem Stift St. Florian in Oberösterreich. Gemeinsam mit den Wiener Philharmonikern zelebriert Boulez eine phantastische Bruckner-Einspielung.

Links:

Anton Bruckner - Symphonie Nr. 9


Die dreisätzige, eher sperrige neunte Symphonie von Anton Bruckner liegt jetzt in einer hochinteressanten Aufnahme vor. Dirigent ist Claudio Abbado, der mittlerweile schwer erkrankt ist. Diese Aufnahme macht klar, wie groß sein Verlust für die Musikwelt wäre.

Links:

Antonin Dvorak - Stabat Mater


Unlängst erschien bei der Deutschen Grammophon der Live-Mitschnitt eines Konzerts unter der Leitung von Giuseppe Sinopoli. Gemeinsam mit der Staatskapelle Dresden spielte der Dirigent dieses Meisterwerk ein. Daß die Aufnahme sein eigenes Requiem werden sollte, konnte niemand wissen.

Links:

Antonín Dvorák - Symphonien Nr. 8 & 9


Iván Fischer ist mit seinem Budapest Festival Orchester Dauergast in den Aufnahmestudios. Obwohl Ensemble und Dirigent von bestenfalls mittelmäßiger Qualität sind, produzieren sie unablässig. Bei ungarischem (und/oder unbekanntem) Repertoire geht das noch; bei "Gassenhauern" wie Dvorák-Symphonien kann es peinlich werden.

Links:

Aphex Twin - Drukqs


Richard D. James alias Aphex Twin kann seine Finger nicht mehr unter Kontrolle halten und dreht einmal mehr an den Knöpfen. So bombastisch, wie es das Box-Set "Druqks" rein äußerlich verheißt, ist das neue Werk aber vielleicht doch nicht.

Links:

Arab Strap - The Red Thread


In treuer Gefolgschaft des britischen "New Musical Express" wird beinahe wöchentlich eine weitere neue Band als DIE ganz große Hoffnung auf dem Gebiet des sanften, ruhigen und reduzierten Songwritings (as in: Folkrock) hochgepriesen. Irgendwo am Rand stehen diese Jungs im Morast und schneiden Grimassen.

Links:

Ariel Ramirez - Misa Criolla/Navidad Nuestra


Was kommt dabei heraus, wenn sich eine Sängerin vom Range einer Mercedes Sosa mit einem argentinischen Ensemble im Studio trifft und Werke des Komponisten Ramirez aufnimmt? Richtig: eine hitverdächtige CD, die man jedem nur ans Herz legen kann.

Links:

Arovane & Phonem - AER (Valid)


Elliott Perkins (Phonem) kam vor etwa fünf Jahren, inspiriert durch Arovanes musikalische Arbeit, auf die Idee, selbst in die geheime Sound-Welt der elektronischen Frickler vorzudringen - und Morr Records nahmen sich bald seiner Releases an. Nun hat er mit seinem Vorbild "Mr. Arovane" (Uwe Zahn) ein Album eingespielt.

Links:

Arto Lindsay - O Corpo Sutil/The Subtle Body


Arto Lindsay, Mitbegründer der New Yorker No-Wave-Szene und berüchtigter Lärmpapst, geht mit seiner aktuellen CD neue Wege - hin zum entspannten Latin-Sound.

Links:

Asian Dub Foundation - Community Music


Skunk Anansie spielten einst einen Song namens "Yes It´s Fucking Political". Die ADF hat solche Offensichtlichkeiten nicht nötig - alles von ihnen ist fucking political, und das ist gut so. Die fünf indischstämmigen Briten veröffentlichten soeben ihr drittes Studioalbum.

Links:

Attwenger - Song


Die oberösterreichischen ehemaligen Neuen Volxmusiker Attwenger sind nach zweijähriger Pause mit einem großartigen Comeback-Werk dazu angetreten, den Dancefloor zu erobern.

Links:

Kommentare_

Kommentar verfassen

Akzente
Eurogrand

Pech in der Liebe ...

Natürlich ist dies ein Promotion-Artikel - irgendwie müssen wir ja schließlich auch unsere Kosten decken. Und Glücksspiel ist bekanntlich eines der wenigen Dinge im Internet, die Gewinn machen. Schön langsam scheint sich diese Weisheit aber auch im wirklichen Leben zu bewähren.  

Akzente
Casino-News

Glückssucher

Wer es nicht nach Las Vegas oder in ein großes Fernseh-Pokerturnier schafft, kann auch im Internet versuchen, Fortuna auf seine Seite zu ziehen. Stellt sich nur die Frage: Wie findet man das beste Online-Casino?  

Akzente
Sommerferien

Eine Pause in Ehren ...

... kann niemand verwehren. Deshalb verabschieden wir uns ohne viele Worte in die Sommerpause. Aber wir kommen wieder. Versprochen!  

Akzente
The Game is on

Endlos verspielt

Videogames haben Zukunft. Und - wie man an neuesten Untersuchungen sieht - auch eine umsatzsteigernde Vergangenheit. Die Spieler von damals sind nämlich längst erwachsen geworden.
 

Akzente
Das Netz im Wandel der Zeit

Geldmaschine Internet

Sie wollen im Internet Geld verdienen? Viel Spaß! Wer nicht nach Google-Suchkriterien schreiben oder sich auf den Social-Media-Irrsinn einlassen will, sollte lieber ein Handwerk lernen - außer er weiß, wie man mit virtuellen Croupiers umgeht.  

Akzente
Casino-News

Karibik oder Neusiedler See?

Stellen Sie sich vor, Sie heißen Ole. Können Sie sich nicht vorstellen? Das wundert uns nicht ... kein Mensch heißt Ole. Außer dem glücklichen Typen, der es gar nicht fassen kann, daß er mit dem "Bonus ohne Einzahlung" 2000 Euro gewonnen hat. Olé, Ole!