1998-2002_Archiv

The Internet Is Dead #2

Der EVOLVER stellt Ihnen die Inhalte seiner historisch wertvollen "IiD-Edition" nun auch im aktuellen Format zur Verfügung. Diesmal: Musikrezensionen von Baby Fox bis Cypress Hill.    01.10.2002

EVOLVER-Redaktion

Baby Fox - Dum Dum Baby


Wer sich auf dem selben Spielfeld herumtreibt wie Portishead oder Massive Attack, hat es nicht leicht. Baby Fox waren aber nicht einzuschüchtern und bringen mit "Dum Dum Baby" ein ziemlich ansehnliches Album auf den Markt.

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Backyard Babies - Making Enemies Is Good


Das langerwartete und nach unzähligen Verschiebungen endlich erschienene neue Album der Backyard Babies riecht zu sehr nach Mainstream-Produktion und kann in keiner Hinsicht mit dem gelungenen Vorgänger "Total 13" mithalten.

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Bauchklang - Jamzero


Irgendwo zwischen Kopfnicken und Kopfschütteln: In kluger Distanz zu Avantgarde und Bierzelt brauen Bauchklang ihren eigenen grandiosen Entwurf von Mundmusik (formerly known as a cappella). Gefeierte Auftritte im benachbarten Ausland (u. a. mit Red Snapper auf der Popkomm) lassen erahnen, daß da in nächster Zeit Großes bevorsteht ...

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Beck - Odelay


Beck hat den Anschluß an seine Erstlings-CD gut über die Runden gebracht: "Odelay" bedeutet eine Stunde klassisch guter Musik für entspannte Menschen.

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Beenie Man - Art and Life


Neben Bounty Killer ist Beenie Man wohl der derzeit bekannteste Dancehall-Reggae-DJ. Sein neues Album stellt den Versuch dar, dem musikalischen Ghetto der Dancehall-Szene zu entfliehen und seinen Sound einem breiterem Publikum zugänglich zu machen. Die Vermischung des jamaikanischen Stils mit HipHop könnte ihm beim neuerlichen Einzug in die US-Charts helfen.

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Beethovens 9. und Werke von R. Strauss/Carl M. von Weber


Die Serien der DG sind stets eine Fundgrube für all jene, die Kostbarkeiten aus den Archiven suchen. Auf den jüngsten Neuauflagen - Beethovens Neunter und einer CD mit Orchesterwerken von Weber und Richard Strauss - sind besonders die Leistungen der Dirigenten hervorzuheben.

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Bela Bartók - Cantata profana


Fast gleichzeitig mit der Beisetzung seiner sterblichen Überreste erschien Sir Georg Soltis Abschiedsaufnahme. Bei ihr führte der berühmte Dirigent die Werke von drei Komponisten auf, die auch seine Lehrer waren.

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Bela Bartok - Der wunderbare Mandarin/Concerto for Orchestra


Die neue CD der Decca vereint die zwei wichtigsten Orchesterwerke des Meisterkomponisten Bela Bartok - nämlich das komplette Ballett "Der wunderbare Mandarin" und das Konzert für Orchester. Der entscheidende Faktor dabei ist die hervorragende Interpretation.

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Belle & Sebastian - Fold Your Hands Child, You Walk Like A Peasant


Mit "Fold Your Hands Child ..." leisten Belle & Sebastian, die siebenköpfige Band aus Glasgow, ihren Beitrag zur Erhaltung der Gattung "romantischer Gitarrenpop" - Musik, die irgendwo in einem Zeitloch zwischen den Sixties und den frühen Achtzigern steckengeblieben ist. Ist die Welt bereit für eine neue Niedlichkeit?

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Bentley Rhythm Ace - Bentley Rhythm Ace


Wieder unternimmt eine englische Band den Versuch, unsere Hörgewohnheiten zu verändern: Bentley Rhythm Ace sind da - und sie haben einen ziemlichen Groove mitgebracht.

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Beth Hirsch - Early Days


Die in Tampa, Florida, geborene Sängerin Beth Hirsch dürfte aufmerksamen Beobachtern der internationalen Musikszene vor allem durch ihre Zusammenarbeit mit der französischen Band Air ein Begriff sein. Ihr Solodebüt "Early Days" erscheint nun auf dem Berliner !K7-Label, der Heimat von Kruder & Dorfmeister - und hat rein gar nichts mit Elektronik am Hut. Ob das gutgeht?

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Bif - I Bificus


Die zweite CD der indisch-kanadischen Kunstfigur Bif Naked hat das Zeug, an den relativen Erfolg ihres 95er-Debütalbums anknüpfen. Ihre Musik ist reifer, weniger pubertär und glatter geworden.

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Biohazard - Uncivilization


Die 90er-Heroen des Rap-Metal sind wieder da - mit einer neuen CD und massenhaft darauf vertretener Prominenz. Aber haben wir ein neues Album von Biohazard wirklich gebraucht? Kurz und bündig: so eines garantiert nicht!

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Biosphere - Substrata/Man With a Movie Camera


"Substrata/Man With a Movie Camera", das von vielen mit nicht geringer Spannung erwartete Nachfolgewerk Geir Jensens für Touch Records, erfreut zunächst das Auge: Schlichter hätte Stardesigner Jon Wozencroft gar nicht an die Sache herangehen können. Anscheinend ist auch er einer der vielen Zentraleuropäer, die gern Urlaubsdias schießen ...

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Björk - Vespertine


"Sie kam von den Bergen der Götter herab, um das Universum des Indie-Pop zu retten" schrieb der "NME" vor langer Zeit angesichts eines Auftritts der Sugarcubes. Vielleicht hätte alles beim alten bleiben sollen. Ähnliches könnte man jedenfalls beim Anhören des neuen Björk-Albums "Vespertine" denken.

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Björk - Homogenic


Mit ihrer langerwarteten neuen CD "Homogenic" hat Björk einen (großen) Schritt weiter gemacht. Ihre Stimme, viel Elektronik und sparsam eingesetzte akustische Instrumente schaffen einen wunderbaren, aber zum Teil verstörenden Klanggarten.

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Blackmail - Bliss, Please


Glückseligkeit, bitte: Einmal mehr (und überzeugender denn je) schaffen Blackmail den Spagat zwischen Melancholie, Wut, Hoffnung und (vermeintlicher) Befreiung. Ganz nebenbei zementieren sie mit ihrem aktuellen Werk "Bliss, Please" ihre Vormachtstellung im deutschen Indie-Rock und lassen dabei nicht nur die nationale Konkurrenz mit offenen Mäulern dastehen.

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Blackworld - Subduing Demons in South Yorkshire


Fans kaufen alles, was ihre favorisierten Bands und Künstler so veröffentlichen. Das ist eine Binsenweisheit. Wenn allerdings ein Musiker fast nur noch für seine Fans veröffentlicht, keine weiteren Käuferschichten erreicht (oder erreichen will) und dabei den Kreativitäts-Level auf erstaunlich hohem Niveau hält, so ist das nicht unbeachtlich.

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Blue States - Nothing Changes Under the Sun


Nach wie vor erfreut sich der Themenkomplex Groove/Lounge/Easy Listening größter Beliebtheit. Bei der Vielfalt der Styles, die täglich auf den Markt geworfen werden, bedarf es schon einer entscheidenden ästhetischen Differenz, um nicht in der Masse unterzugehen. Doch Andy Dragazis alias Blue States weiß: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es ...

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Boards of Canada - Geogaddi


Vier lange Jahre ist es her, daß die schottischen Boards of Canada mit ihrem vielbeachteten "Music Has the Right to Children" eine Art Renaissance der modernen elektronischen Musik einläuteten. Daß dieses Werk unübertrefflich war und ist, versteht sich von selbst - und wird vom großartigen Album zwei auch nicht in Frage gestellt.

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Böhse Onkelz - Gestern war heute noch morgen


Wohl keine Band im deutschsprachigen Raum hat die Geister so geschieden wie die Böhsen Onkelz. Von Medien und Nazijägern verfolgt, die den Ausstieg der Band aus der Szene nicht wahrnehmen können oder wollen, haben die Onkelz sich in 20 Jahren als Nummer 1 der deutschen Metal/Rock-Szene herauskristallisiert.

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Both Worlds - Memory Rendered Visible


John Joseph von den Cro-Mags hat eine neue Band: Both Worlds orientieren sich auf ihrer Debüt-CD an Helmet, Orange 9mm und ähnlichen. Aber Joseph klingt noch immer viel zu sehr nach Metallica und Sepultura.

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Bryn Terfel - We´ll Keep A Welcome


Der walisische Opernstar Bryn Terfel hat sich wieder einmal Liedern seiner Heimat angenommen. Die unlängst erschienene CD "We´ll Keep A Welcome" versammelt eine exzellent ausgewählte Mischung aus Hymnen, Volksweisen und Wiegenliedern.

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Busta Rhymes - Anarchy


Busta Rhymes viertes Album trägt den vielversprechenden Titel "Anarchy", und das Cover zeigt das Lieblingssymbol der Punks. Hatte Busta etwa eine Vision, wie man das Establishment stürzen und unsere Gesellschaft verbessern könnte?

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Busta Rhymes - When Disaster Strikes


Einer der innovativsten Rapper der vergangenen Jahre holt zum Zweitschlag aus: "When Disaster Strikes" von Busta Rhymes ist ein ebenso düsteres wie großartiges Werk.

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Cabaret Voltaire - Conform To Deform


Cabaret Voltaire gelten bis heute als die wichtigsten und einflußreichsten Vertreter des Achtziger-Jahre-Electro-Funk. Mit der vorliegenden 3-CD-Box zollt ihnen ihre ehemalige Plattenfirma Virgin Respekt und beschert damit den Fans eine riesige Sammlung all der raren Nummern, die es bisher noch nie auf CD gegeben hat.

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Cabaret Voltaire - The Original Sound Of Sheffield


Mit ihrem Vertrag bei Virgin änderten Cabaret Voltaire im Jahr 1983 ihren Sound grundlegend und wurden damit zu den einflußreichsten Pionieren auf dem Gebiet der elektronischen Popmusik. Jetzt wurde eine Singles-Kollektion aus dieser Zeit veröffentlicht, die alle essentiellen Fast-Hits ihrer glanzvollsten Ära beinhaltet.

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Carl Craig - Designer Music: The Remixes, Vol. 1


Die Hauptstadt der US-Autoindustrie erweist sich seit Jahrzehnten immer wieder auch als Musikmetropole - was Techno-Meister Carl Craig kurz vor der Jahrtausendwende mit seinem Album "Designer Music: The Remixes, Vol. 1" erneut demonstriert.

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Carl Orff - Carmina Burana


Auch in der klassischen Musik gibt es Standards, die mindestens so oft aufgenommen werden wie "Yesterday" von den Beatles. Leider kann das Ergebnis nicht immer befriedigen.

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Christian Kleine - Beyond Repair


Christian Kleine ist ein vielbeschäftigter Mann. Zunächst einmal ist er die eine Hälfte des Elektronik/Akustik-Duos Hermann & Kleine; außerdem zeichnet er für die feine Gitarrenarbeit auf Arovanes "Tides" verantwortlich. Solo hält er mit "Beyond Repair" sein bisher erreichtes Niveau.

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Cinematic Orchestra - Remixes 98-2000


Jazz ist ein alter, röchelnder Mann in der eisernen Lunge. Jazz ist eine schöne Frau mit Whiskeyglas, die Zigarettenrauch ins gedämpfte Licht ausatmet. Alles nur eine Frage der Sichtweise und der richtigen Auswahl. Wichtig ist, daß es heute Kräfte gibt, die das große Erbe des Jazz mit modernen Ideen verschränken und somit mehr als nur Wiederbelebung propagieren - vielmehr wird gezeigt, das Jazz noch immer ein musikalischer Ausdruck und Spiegel des Lebens an sich ist.

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cLOUDDEAD - cLOUDDEAD


Das Plattencover trügt nicht: Das eindrucksvolle Band aus rosa- und lilafarbenen Wolken, dieser bunt verwobene Wahnsinn - eigentlich liegt in diesem Bild bereits die ganze Wahrheit über cLOUDDEAD und ihr gleichnamiges Album verborgen.

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Clutch - The Elephant Riders


Clutch, eine der kompromißlosesten Vollblutmusiker-Hardcore-Formationen der letzten Jahre, haben mit dem Wechsel zu Sony Music auch ihren Stil verändert - aber ohne sich selbst untreu zu werden.

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Coil - Moon´s Milk (In Four Phases)


Das Avantgarde-Duo Coil war von Beginn an für die Verbindung von elektronischer Musik mit okkult-magischen Inhalten bekannt. Auf "Moon´s Milk" zelebrieren Coil nun ein akustisches Sonnwendfeuer und erweisen damit Mutter Erde eine ehrfürchtige Huldigung.

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Coldcut - Let Us Play


Der Inhalt ist egal, solange nur Ninja Tune draufsteht. Das gilt umso mehr, wenn sich die beiden Label-Gründer, Matt Blank und Jonathan More alias Coldcut, zum vierten Mal selbst an die Computer wagen.

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Couch - Profane


Seit 1993 sind Couch für ihre ruhigen, meist melancholischen Instrumentalnummern bekannt, die Elemente aus verschiedensten Musikrichtungen vereinen. Vor kurzem erschien "Profane", das bereits vierte Album der Münchner.

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Courtney Pine - Another Story


Schon immer war Courtney Pine für seine Jazz-Innovationen bekannt. Jetzt hat das spirituelle Saxophon sich die D&B-Szene zum Partner gemacht.

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Curd Duca - Elevator 3


Im Rahmen seiner "Elevator"-Serie beschert uns Curd Duca erneut eine faszinierende Reise ins Land der digital-analogen "Stimmungsmusik": ein wenig radikaler als seine Vorgänger und nach wie vor höchst empfehlenswert ...

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Current 93/Thomas Ligotti - In A Foreign Town, In A Foreign Land


Current-93-Gründer David Tibet gilt seit jeher zu den innigsten Bewunderern des makabren Prosawerks von Thomas Ligotti. Ihre Zusammenarbeit "In A Foreign Town, In A Foreign Land" erschien vor Jahren als limitiertes Hardcover-Buch mit Begleitmusik auf CD - nun wird das Werk umgekehrt als CD mit dazugehörigem Booklet wiederveröffentlicht. Als Draufgabe spielt übrigens noch der deutsche Minimal-Elektroniker Christoph Heemann mit.

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Cypress Hill - Live at the Fillmore


Nach der kontroversen "Back To Basics"-Tour zusammen mit Limp Bizkit spielten Cypress Hill eine einzige Show im renommierten Fillmore-Club in San Francisco, um daraus ein Live-Album zu machen. Wozu eigentlich?

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Cypress Hill - Skulls & Bones


Mit ihrem mittlerweile fünften Album "Skull & Bones" bestreitet die Band, die sich selbst als "Black Sabbath des Rap" bezeichnet, traditionelle und neue Wege zugleich.

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