1998-2002_Archiv

The Internet Is Dead #4

Der EVOLVER stellt Ihnen die Inhalte seiner historisch wertvollen "IiD-Edition" nun auch im aktuellen Format zur Verfügung. Diesmal: Musikrezensionen von Gal bis Hood.    01.10.2002

EVOLVER-Redaktion

Gal - Relisten


Eine Busreise mit dem 57A in Wien, eine U-Bahn-Station in New York und ein Markt in Taiwan - all das findet sich auf der neuen CD "Relisten" des jungen österreichischen Komponisten Bernhard Gal.

Links:

Geb-El - From A Distant Point of View


Gebel, ein alter Hase der österreichischen DJ-Szene, mag einigen noch aus den Tagen der legendären "Soul Seduction" im Wiener Volksgarten ein Begriff sein. Mittlerweile nach London übersiedelt, präsentiert er sein musikalisches Selbstporträt auf dem Debütalbum "From A Distant Point of View".

Links:

Giacomo Puccini - La Bohème


Gottlob gibt es noch Situationen, wo man punkto Vorurteile und Voreingenommenheit ad absurdum geführt werden kann. Diese Neuaufnahme von Puccinis grandioser Oper löste schon beim Lesen der Besetzung eher Widerwillen aus: Bocelli und Mehta ... das kann doch nur billiger Kommerz sein. Die Überraschung war umso größer.

Links:

Giacomo Puccini - Manon Lescaut


Die Deutsche Grammophon feiert Doppelpremiere: Erstmals dirigiert Riccardo Muti eine Produktion für das gelbe Label - noch dazu eine Opernaufnahme. Und erstmals singt José Cura eine Gesamtaufnahme. Unglücklicherweise ist das Resultat des Experiments bestenfalls durchschnittlich.

Links:

Giacomo Puccini - Tosca


Sir Colin Davis ist ein gleichermaßen grandioser wie unerschätzter Dirigent. In dieser Produktion des Puccini-Krimis von der Engelsburg zeigt er alle seine Qualitäten und führt mit einem illustren Sängerensemble durch drei spannende Akte. Die Produktion beweist leider auch, wie schlecht es derzeit um charismatische Sänger bestellt ist.

Links:

Giacomo Puccini - Tosca


Sony hat endlich wieder eine ihrer leider allzu seltenen Opernproduktionen herausgebracht. Diesmal ist es einer der großen Hits in den Plattenkatalogen, nämlich Puccinis "Tosca". Und trotz durchschnittlich guter Sänger in den Liebespaar-Rollen ist dem Stardirigent Riccardo Muti ein großer Wurf gelungen.

Links:

Gioachino Rossini - Il Turco in Italia


Riccardo Chailly packte die Gelegenheit namens Cecilia Bartoli am Schopf, ging mit dem italienischen Stimmwunder ins Aufnahmestudio und spielte Gioachino Rossinis "Il Turco in Italia" ein.

Links:

Giuseppe Verdi - Aroldo


Fabio Luisi, der auch in der Wiener Staatsoper häufig zu Gast ist, hatte bei der Philips die Gelegenheit, sich als großer Könner zu präsentieren. Nach der grandiosen Aufnahme von "Jerusalem" kommt jetzt mit "Aroldo" ein neues Meisterstück in die Regale.

Links:

Giuseppe Verdi - Falstaff


Das heurige Verdi-Gedenkjahr verleitet die Plattenfirmen naturgemäß dazu, anlaßbezogene Tonträger auf den Markt zu werfen. Was des öfteren in einem musikalischen Fehltritt endet, erweist sich doch manchmal als Glücksgriff. Dank John Eliot Gardiner ist die Musikwelt um eine der besten Aufnahmen von Giuseppe Verdis "Falstaff" reicher.

Links:

Giuseppe Verdi - Falstaff


Claudio Abbado hält sich an die Tradition Herbert von Karajans, für die zu den Osterfestspielen einstudierten Opern schon vorab einen Tonträger in Berlin zu produzieren. Heuer ist Giuseppe Verdis "Falstaff" - das letzte Werk des großen Komponisten - an der Reihe.

Links:

Giuseppe Verdi - I Lombardi


In ihrer sommerlichen Produktionsphase warf die Decca kürzlich eine Neuproduktion von Verdis Frühwerk "I Lombardi" (auch als "Jerusalem" bekannt) auf den Markt.

Links:

Giuseppe Verdi - Jérusalem


Unmengen neuer CD-Boxen - darunter natürlich auch Opernaufnahmen - warten darauf, unter den Christbaum gelegt zu werden. Die vorliegende Produktion von Verdis "Jérusalem" ist hochmusikalisch, spannend und interessant. Nicht nur ein Geschenktip.

Links:

Giuseppe Verdi - Messa da Requiem


Lotus Records bringt jetzt eine Serie mit Produktionen aus den Archiven der BBC nach Österreich. Darunter finden sich echte Schätze - wie etwa die vorliegende Doppel-CD. Mit der Totenmesse von Verdi und der requiemhaften Es-Dur-Messe von Schubert zeigen die Künstler, wie man diese Werke AUCH aufführen kann.

Links:

Giuseppe Verdi - Messa Solenne


Zum Verdi-Jahr 2001 "müssen" alle Tonträgerproduzenten dem großen Komponisten ihre Reverenz erweisen. Der an sich phantastische Dirigent Riccardo Chailly brachte jetzt eine CD mit Sakralwerken des Jubilars heraus. Die enthaltenen fünf Stücke sind übrigens durchwegs Tonträger-Premieren.

Links:

Giuseppe Verdi - Requiem


Im Verdi-Jahr muß einfach jedes Plattenlabel dem Opernkomponisten seine Reverenz erweisen und möglichst einzigartige Neuerscheinungen liefern. Mit der Neuaufnahme des Requiems ist dies leider nur teilweise gelungen. Obwohl ein großartiger Dirigent und phantastische Sängerinnen dominieren, stören die männlichen Solisten.

Links:

Giuseppe Verdi/Placido Domingo - The Tenor Arias


Sollen wir Ihnen an dieser Stelle wirklich etwas über Placido Domingo erzählen? Da könnten wir ja gleich betonen, daß die Sonne im Osten aufgeht ... Beim Anhören dieser Ausgabe erweist sich eben wieder einmal, daß der Tenor absolute Weltspitze ist. Weiterer Kaufanreiz: viele Neuaufnahmen und Raritäten.

Links:

Glenn Michael Wallis - Industrial Surrealist


Glenn Michael Wallis arbeitet seit mehr als 20 Jahren an seinem eigenen musikalischen Universum. Mit "Industrial Surrealist" veröffentlicht er nun einen Querschnitt durch zwei Dekaden Elektronik-Pionierarbeit.

Links:

Goldie - goldiesaturnzreturn


Manche bezeichnen Goldie als den Pionier der Jungle/Drum&Bass-Bewegung, andere als Verräter an der Szene. Unbestritten ist jedoch, daß er sich als erster aus dem Underground erhoben hat, um die Massen zu erobern - der Popstar des Breakbeat.

Links:

Gonzales - The Entertainist


Präsident des Berliner Underground - dazu wurde Gonzales, im schicken schweinchenrosa Anzug, vor kurzem auf einer gefaketen Pressekonferenz ernannt. Einziger Mitbewerber war Alec Empire, doch der war gar nicht anwesend, weil er von der ganzen Sache nichts wußte. Zum Dank liefert Gonzales jedenfalls gleich ein neues Album ab.

Links:

Gorillaz - Gorillaz


Der Planet Pop bringt gar merkwürdige Erscheinungen zutage. Diesmal sind es Murdoc, Noodle, Russel und 2D alias Gorillaz, die erste Cartoon-Popband der Welt. Und die ist nicht nur aufgrund ihrer Videos interessant, sondern hat auch musikalisch einiges an Substanz zu bieten.

Links:

Giuseppe Verdi - Verdi Heroines


Angela Gheorghiu, deren Karriere mit ihrem Sieg beim Wiener Belvedere-Opernwettbewerb begann, hat sich zu einer der bedeutendsten Sopranistinnen der Opernszene gemausert. Ihre Interpretation von Verdis "Heldinnen"-Partien zeigt, warum sie diesen Ruf verdient hat.

Links:

Guru´s Jazzmatazz - Streetsoul


Das Jahr 2000 wird in Sachen R&B, Swingbeat, Rap und HipHop nicht unbedingt als eines der herausragendsten in die Annalen der Musikgeschichte eingehen. Gurus dritter Ausflug in die Welt von "Jazzmatazz" bildet da eine löbliche Ausnahme.

Links:

Gustav Mahler - Das Lied von der Erde


Nach einer langwierigen Produktionszeit von zwei Jahren hat Sony nun eine Aufnahme von Gustav Mahlers "Lied von der Erde" herausgebracht. Die Attraktion dabei ist Startenor Plácido Domingo, der die Aufnahme weit über den Durchschnitt hinaushebt.

Links:

Gustav Mahler - Symphonie Nr. 2 ("Auferstehung")


Der mittlerweile etwas in die Jahre gekommene japanische Maestro Seiji Ozawa ist einer der besten Interpreten der Symphonien Gustav Mahlers. Bei Sony ist jetzt ein Live-Mitschnitt der "Auferstehungssymphonie" erschienen. Zusammen mit dem Saito-Kinen-Orchester gelang Ozawa eine der besten Aufnahmen dieser Symphonie.

Links:

Gustav Mahler - Symphonie Nr. 2 in c-moll


Die Decca muß geradezu unendlich viele Schätze in ihren Archiven lagern. Nun hat das Label Mahlers "Auferstehungssymphonie" in Zubin Mehtas Interpretation aus dem Jahre 1975 veröffentlicht, die damals Furore machte. Die Aufnahme läßt auch einen interessanten Vergleich zu, da Mehta heuer zur Festwocheneröffnung genau dieses Werk dirigiert hat.

Links:

Gustav Mahler - Symphonie Nr. 4


Riccardo Chailly scheint mit seinem Mahler-Zyklus ein großer Wurf zu gelingen. Mit dem Concertgebouw-Orchester, das auf eine lange Tradition zurückblicken kann, hat er nun Mahlers vierte Symphonie herausgebracht.

Links:

Gustav Mahler - Symphonie Nr. 8


Riccardo Chailly hat mit dieser Aufnahme von Gustav Mahlers "Symphonie der Tausend" bereits die Hälfte aller Symphonien des österreichischen Spätromantikers für seinen Zyklus aufgenommen. Die Doppel-CD bietet eine vielleicht etwas verweichlichte und dennoch eine der besten Produktionen dieser monströsen Symphonie.

Links:

Gustav Mahler - Symphony Nr. 9/Franz Schubert - Symphonie Nr. 8


Der italienische Grandseigneur Giulini - einer der ganz phantastischen Dirigenten - beschert uns mit dieser Doppel-CD ein wahres Großereignis. Er und das hervorragende Chicago Symphony Orchestra bieten eine wahre Sternstunde der Musik.

Links:

Hans Platzgumer - Aura Anthropica


Hans Platzgumer, Kopf der famosen Rock-Formation H. P. Zinker, schlägt mit seinem ersten echten Soloalbum einen unerwarteten Haken. Wohin auch immer.

Links:

Hector Berlioz - Symphonie Fantastique/Tristia


"Symphonie fantastique", die hundertdreiundsechzigste - und das nicht einmal so aufregend. Zur Freude des Berlioz-Fans befindet sich jedoch ein zweites Stück auf dieser CD, das deren Kauf lohnenswert macht.

Links:

Herbert - Bodily Functions


John Cage begrapscht den Blue-Note-Backkatalog, und Herbert dreht die Effektendlosschleifen auf, eben endlos. Raus kriecht ein verträumtes Rette-deinen-Nachmittag-Album namens "Bodily Functions", das wirklich allerschönst ist!

Links:

Hipkiss - Bluebird


TripHop und kein Ende: Beim Versuch, die neuen Portishead zu werden, beweisen Hipkiss zwar Spuren von Talent, vergeben sich aber musikalisch viel zu viele Möglichkeiten.

Links:

Hood - Cold House


Hood produzieren laut Eigendefinition Doom-Pop. Ein merkwürdiges Prädikat, das aber doch irgendwie genau das trifft, worum es auf "Cold House" geht: zerbrechlicher Pop zwischen Melancholie und aufkeimender Hoffnung, zwischen kontemplativen Gitarren und leiser Elektronik, zwischen Oxford, Weilheim und Chicago - flüchtige Schönheit für lange Winternächte.

Links:

Kommentare_

Kommentar verfassen

Kino
Film-Tips September 2014

Kino-Chirurgie

Man könnte sich fürchten ... aber bestimmt nicht anhand der aktuellen Horrorfilme aus den USA, die in ihren eigenen Klischees ersticken. Dann schon eher bei David Cronenbergs erbarmungsloser Sektion der Loser-Metropole Hollywood und ihrer Bewohner, voll scharfer psychologischer Skalpelle und fast ohne Betäubung.  

Termine
Gratis-Aktion "Flashman"

Für keine Handvoll Dollars

Flashman-Freunde, aufgepaßt! Vom 1. bis zum 15. August gibt es den ersten Band rund um Harry Paget Flashman als E-Book- und Hörbuch-Download kostenlos beim Kuebler-Verlag. Wer den Roman noch nicht kennt, sollte das spätestens jetzt nachholen.  

Kino
Film-Tips Juli 2014

Deutsche Liebespaare und andere Roboter

Michael Bay will sich den Sommer ganz allein unter den Nagel reißen - schließlich muß er es ausnützen, daß einen Monat lang kein Marvel-Streifen auf die Leinwand kommt. Trotzdem schafft er es auch diesmal nicht, sich als Regisseur oder Produzent in ein Talent zu transformieren.  

Termine
In Memoriam: John Wayne

Remember the Duke

Am 11. Juni jährte sich der 35. Todestag des größten Cowboys aller Zeiten. Die EVOLVER-Redaktion erinnert sich mit Thomas Fröhlich an den Mann mit der Winchester.  

Kino
Film-Tips Juni 2014

Lost Highway

Der "beste Spielfilm der Diagonale 2014" und halbgares Queer-Cinema sorgen diesen Monat ganz bestimmt nicht für Herzrasen. Und auch Tom Hardy als "Locke" kämpft - allein am Steuer - vergebens gegen die Müdigkeit an.  

Stories
Crowdfunding - Lucas Bahl

Dr. Crime und die Meister der bösen Träume

"Die totale Überwachung ist längst alltägliche Realität. Doch jetzt greifen die Meister der bösen Träume mit gierigen Fingern nach deinem Selbst - nach deinem Ich ..." EVOLVER-Gastautor Jacques Norbert über ein literarisches Experiment zwischen Thriller und SF.