1998-2002_Archiv

The Internet Is Dead #6

Der EVOLVER stellt Ihnen die Inhalte seiner historisch wertvollen "IiD-Edition" nun auch im aktuellen Format zur Verfügung. Diesmal: Musikrezensionen von Lacrimas Profundere bis "Music Of The Modes".    01.10.2002

EVOLVER-Redaktion

Lacrimas Profundere - Burning: A Wish


Huch! Die Gothic-Metal-Pioniere Lacrimas Profundere haben verkündet, in diesem Genre könnten sie sich nicht weiter entfalten, die Zeit sei reif für neue Formen des Ausdrucks. Was dabei herauskam? In diesem Fall glücklicherweise eine wunderschöne, dunkel-melancholische Rockplatte.

Links:

Lacuna Coil - Halflife


Wer braucht heutzutage noch Gothic Metal? Trotz ziemlicher Ermüdungserscheinungen scheint der Crossover-Sound zweier Senioren-Genres der Gitarrenmusik einfach nicht aussterben zu wollen. In diesem Jahr werden die Italiener Lacuna Coil wohl zu den Leadern dieses Stils aufsteigen.

Links:

Lacuna Coil - Unleashed Memories


Nach ihrer vielversprechenden EP "Halflife" haben Lacuna Coil ein Album produziert, das man ihnen (und uns) in dieser Reife und Eingängigkeit nur wünschen konnte.

Links:

Ladytron - 604


"Ladytron sind so, wie die Futuristen Anfang der 80er glaubten, daß Popmusik im Jahr 2000 klingen würde", meint der englische NME über die ebenso charmante wie eigenwillige Band aus Liverpool. Wie auch immer - gelungen sind die elektronischen Pop-Songs mit einem Schuß Eighties-Sound auf jeden Fall.

Links:

Lamb - What Sound


Lamb sind wieder da. Zwei Jahre nach "Fear of Fours" ist das in unseren Breitengraden vor allem durch die Kruder & Dorfmeister-Bearbeitung von "Trans Fatty Acid" bekanntgewordene Duo aus Manchester nun auch zu "Cafe del Mar"-Ehren gekommen. Und sonst? Schwieriges drittes Album? Klar, waren die beiden vorherigen ja auch schon.

Links:

Laurie Anderson - Life On A String


Viel zu lange hat man nichts von Laurie Anderson gehört. Jetzt meldet sie sich mit einem Album zurück, das den Trend zur modernen, cool-kühlen Elektronik erfreulicherweise links liegenläßt.

Links:

Le Roi danse


Der Film "Le Roi danse" zeigt vor allem die Beziehung zwischen König Louis XIV. und dem Komponisten Jean-Baptiste Lully. Die Musik zum Kinowerk stammt hauptsächlich von diesem Komponisten; sie wurde - zusammen mit den Werken kongenialer Zeitgenossen - von Reinhard Goebel hervorragend interpretiert.

Links:

Lee Ritenour/Dave Grusin - Two Worlds


Mit "Two Worlds" scheitert ein großangelegter Versuch, Klassik und Jazz zu vereinen. Verantwortlich dafür ist nicht zuletzt die Süßlichkeit der Protagonisten Lee Ritenour und Dave Grusin, die hier eher einen Soundtrack der großen Gefühle als ein Fusion-Album abliefern.

Links:

Lenny - Leonard Bernstein - The Legend Lives On


Rechtzeitig zum zehnten Todestag von Leonard Bernstein bringt die DG eine Fünf-CD-Box heraus, in der die "besten" und repräsentativsten Interpretationen des genialen Dirigenten enthalten sind. Im Lieferumfang befindet sich außerdem eine Zusatz-CD, die allein schon den Kauf lohnt.

Links:

Lenny Kravitz - 5


Millionen von Menschen haben auf diesen Augenblick gewartet. Jetzt ist es endlich soweit: Das neue Album von Lenny Kravitz ist da.

Links:

Leonard Cohen - Ten New Songs


Im zehnten Jahr nach seinem bisher letzten und fulminanten Album "The Future" meldet sich Leonard Cohen mit "Ten New Songs" zurück. Unterstützt wird er dabei von Sharon Robinson, die fast die gesamte Musik beisteuerte.

Links:

Limp Bizkit - Chocolate Starfish and the Hot Dog Flavored Water


Keine Frage, Limp Bizkit gehören zu den ganz Großen des Musik-Busineß. Immerhin ist ihr neuestes Album - mit mehr als einer Million Exemplaren in der ersten Woche nach Erscheinen - das in der US-Charts-Geschichte am schnellsten verkaufte Rockalbum.

Links:

Little Axe - Slow Fuse


Soll sich der Blues an alte Traditionen halten und immer dieselben Muster wiederholen? Little Axe sagen "nein" - ihr Sound führt einen jahrzehntelang bewährten Musikstil in die Zukunft.

Links:

Locust - Wrong


Touch Records scheinen sich darauf spezialisiert zu haben, Hinterlassenschaften zu veröffentlichen. Vielleicht sollte man aber so manches Erbe erst gar nicht antreten ...

Links:

Luciano Berio - Un Re In Ascolto


Nach einem Sujet von Italo Calvino komponierte Luciano Berio eine avantgardistische Oper um einen König, der durch aufmerksames Zuhören den Zerfall seines Reiches verfolgen, ihn aber nicht aufhalten kann.

Links:

Ludwig van Beethoven - Die neun Symphonien


Claudio Abbado hat neuerlich Beethovens Symphonien eingespielt - nach den Wiener Philharmonikern mit seinem "Noch"-Orchester, den Berlinern. Im Unterschied zur "alten" Ausgabe klingt diese Version jedoch spannend und aufregend.

Links:

Ludwig van Beethoven - Klavierkonzerte Nr. 4 & 5


Wenn sich zwei der besten Musiker und eines der besten mitteleuropäischen Orchester treffen, ist eine Sternstunde vorprogrammiert. Claudio Arrau und Sir Colin Davis haben gemeinsam mit der Staatskapelle Dresden eine der hervorragendsten Aufnahmen der letzten beiden Klavierkonzerte von Beethoven geschaffen.

Links:

Ludwig van Beethoven - Symphonie Nr. 9


Jos van Immerseel, der mit der Gesamtausgabe der Schubert-Symphonien Furore gemacht hat, wagte sich mit seiner ausgezeichneten Anima Eterna wieder ins Studio und brachte eine sehr gute Aufnahme von Beethovens Neunter heraus. Das einzige, was den Glanz etwas trübt, ist das Harnoncourt-Syndrom, das den Dirigenten ereilt hat.

Links:

Ludwig van Beethoven - Symphonien Nr. 3, 5 & 7


Bei allen großen Tonträgerfirmen erscheinen Serien, die hervorragende Archivproduktionen zu günstigen Preisen enthalten. Nun wurde ein Schatz aus den Archiven der Decca gehoben: Beethovens große Symphonien in einer superben Interpretation unter Georg Solti.

Links:

Ludwig van Beethoven - The Piano Concertos Vol. II


Es versteht sich eigentlich von selbst, daß man Beethoven-Klavierkonzerte in den Tonträgerkatalogen zuhauf entdeckt. Darunter gibt es viele gute Aufnahmen, aber nur selten echte Spitzenprodukte. Zu letzteren ist die vorliegende Ausgabe mit Ashkenazy/Mehta zu zählen.

Links:

Lustmord - Metavoid


Wo der "Event Horizon" endet, "Hellraiser" wie ein Ammenmärchen wirkt und der ewige Äther nie zur Ruhe kommt vom Widerhall gregorianischer Mönchsgesänge, dort heben Brian Williams´ düstere Sound-Gebirge an. Mit "Metavoid" versetzt Lustmord den Hörer in atemlose Begeisterung oder tödliche Depression.

Links:

Madonna - Music


Man kann von ihr halten, was man will - Tatsache ist, daß Madonna auch noch im Herbst 2000 die Pop-Ikone schlechthin ist. Nach 15 Jahren aufwendiger Verkleidungen, etlicher Hits und unzähliger Affären präsentiert die mittlerweile zweifache Mutter dieser Tage ihr neues Album "Music".

Links:

Madrid de los Austrias - Amor


Mit ihrem Album "Amor" schlagen Heinz Tronigger und Michael Kreiner alias Madrid de los Austrias die Brücke von Wien nach Malaga und verschmelzen traditionelle spanische Musik mit dynamischen elektronischen Beats.

Links:

Manual - Until Tomorrow


Es mag ja stimmen, daß Thomas Morr auf seinem Label zur Zeit einfach zuviel veröffentlicht - doch Manuals aktuelles Werk "Until Tomorrow", ein aus neun Songs bestehendes Minialbum, macht mehr als nur einen mittelmäßigen Release wieder wett.

Links:

Marcy Playground - Shapeshifter


Vor knapp zwei Jahren bekamen die vier Individualisten aus Minneapolis überraschend viel Airplay für ihre erste Single "Sex and Candy". Nachdem es dann eher still um die Band war, ist seit kurzem ein neues Album zu haben.

Links:

Marianne Faithfull - Kissin Time


Marianne Faithfull, das bekannteste Groupie der Welt mit sensationeller Stimme, veröffentlicht dieser Tage ein neues Album, das sie musikalisch von einer ungewohnten Seite zeigt. Kollaborationen mit jungen Gitarren-Bands und eine Menge Elektronik sollen das etwas angestaubte Image der Sängerin offensichtlich aufpeppen. Herausgekommen ist dabei trotzdem eine eher altmodische Platte, die sich nahtlos in das bisherige Gesamtwerk einreiht.

Links:

Marilyn Manson - Uncut


Marilyn Manson sind die beste Gitarren/Lärm/Industrial Noise-Band des Jahres!

Links:

Matmos - A Chance to Cut is a Chance to Cure


Matmos haben für ihr neues Album viel Zeit in Krankenhäusern verbracht. Nein, sie waren nicht etwa krank und haben sich auskuriert - vielmehr assistierten sie bei diversen chirurgischen Eingriffen. Arbeiten hippe Elektronik-Produzenten jetzt schon als Ärzte oder gar umgekehrt?

Links:

Matthew Herbert - letsallmakemistakes


Denk an deine Wohnung. Ja. Denk jetzt an die Geräusche, die diese abgibt. Gut. Nimm das alles auf. Füttere diverse Software mit diesen Kulissen. Fertig ist das Mondgesichti, das Matthew Herbert mit seinen Hymnen klangmalt.

Links:

Mercury Rev - All Is Dream


Mercury Revs Musik zu widerstehen, ist mindestens genauso schwierig, wie ihr mit wenigen Worten auch nur halbwegs adäquat beizukommen. Gut, daß die beiden kreativen Köpfe Jonathan Donahue und Sean mit dem Titel ihres aktuellen Werks - "All Is Dream" - die Traummetapher selbst ins Spiel bringen.

Links:

Meret Becker - Nahtmahr


Nicht mehr ganz neu, aber trotzdem entdeckenswert: Meret Beckers zweites Album "Nachtmahr", auf dem die deutsche Schauspielerin mit poetischen Eigenkompositionen und musikalischen Überraschungen aufwartet.

Links:

Michael Prime - Externum Internus


"Externum Internus" ist der Soundtrack zu einer Pflanzen-Bioaktivitäts-Ausstellung, die der britische Komponist Michael Prime im vorigen Jahr in Brüssel dem erstaunten Publikum präsentierte. Die Musik wurde allerdings nicht für den Anlaß komponiert, sondern resultiert aus den Klängen von vier Regenwaldbäumen, deren Wachstums- und Lebensprozesse durch Infrarot-Bewegungsdetektoren aufgenommen und danach im Studio bearbeitet wurden.

Links:

Mick Jagger - Goddess in the Doorway


Ob als Sänger, Songwriter oder Produzent - Mick Jagger kann auch auf seinem neuen Solowerk in jeder Hinsicht überzeugen. "Goddess in the Doorway" ist ein ebenso abwechslungsreiches wie ausgewogenes Album und hat das Zeug zum Klassiker.

Links:

Midtown - Save the World, Lose the Girl


Werte Leserinnen und Leser! Haben Sie auch schon gehört, daß vegetarische Ernährung müde und langsam machen soll? Wer in maul- und klauenverseuchten Zeiten dieser Ansicht ist, dem sei "Save the World, Lose the Girl" von Midtown als Beweis dafür empfohlen, daß - zumindest manchmal - das Gegenteil wahr ist.

Links:

Mike Brooks and Friends - Just the Vibes 1976-1983


Schon wieder Reggae? Dann kennst du wohl nur Bob, Coffeeshop-Musik oder den einen oder anderen Heuler, von mittelmäßigen DJs verlegt ... Mister Brooks, das darfst du glauben, steht als Garant für unborstigen und dennoch luftig groovenden Reggae der Sonderklasse.

Links:

Miles Davis - Panthalassa - The Remixes


Miles Davis im Remix - wem bei dieser Vorstellung das Herz nicht höher schlägt, der ist selber schuld.

Links:

Mira Calix - Prickle


Anläßlich der sehr gelungenen neuen EP "Prickle" stellt sich die überaus brennende Frage: Wer ist eigentlich Mira Calix? Das Label Warp hat alles versucht, damit nur ja niemand hinter Miras wahre Identität kommt, doch uns entging - wie üblich - nichts.

Links:

Mogwai - Rock Action


Mogwai sind großspurig, narzißtisch, Meister der Überheblichkeit - und sie behandeln Damon Albarn schlecht. Mit "Rock Action" liegt nun ihr neues Album vor. Die darauf enthaltene Musik rechtfertigt das Verhalten der Band vollends - und Mogwai-Zeichentrickfiguren braucht man auch nicht zu befürchten.

Links:

Morcheeba - Fragments Of Freedom


Als sich Mitte der 90er Jahre in England schleppende HipHop-Beats und melancholische Vocals zusammenfanden, war kurz darauf gleich ein eigenes Genre dafür eingerichtet: TripHop. Den wenigen, die von Anfang an dabei waren, folgten postwendend ganze Heerscharen blasser Bands, die ihr Heil in der Symbiose von Elektronik und Pop suchten. Übrig sind davon im Jahr 2000 nur noch wenige - aber immerhin: Morcheeba sind dabei.

Links:

Mozart/Verdi/Tschaikowksi/Strauss - Great Opera Scenes


Sir Georg Solti fungiert hier als Dirigent einer seiner Lieblingssängerinnen, der Sopranistin Renée Fleming.

Links:

Mo´ Horizons - Remember Tomorrow


50.000 verkaufte Platten, Dutzende Compilation-Lizensierungen und eine ausgedehnte Europatournee nach ihrem Debütalbum veröffentlichen Mo´ Horizons den langerwarteten Nachfolger mit Erinnerungen an die Zukunft.

Links:

Music Of The Modes - Three Masses by Johannes Ockeghem


Drei Messen des bisher leider nur Insidern bekannten Komponisten Johannes Ockeghem (1420-1497) liegen nun auf CD vor. Sie sind es wert, "entdeckt" zu werden.

Links:

Kommentare_

Kommentar verfassen

Akzente
Casino-News

Karibik oder Neusiedler See?

Stellen Sie sich vor, Sie heißen Ole. Können Sie sich nicht vorstellen? Das wundert uns nicht ... kein Mensch heißt Ole. Außer dem glücklichen Typen, der es gar nicht fassen kann, daß er mit dem "Bonus ohne Einzahlung" 2000 Euro gewonnen hat. Olé, Ole!  

Kino
Film-Tips Mai 2017

Im Kino hört uns niemand gähnen

Braucht die Welt noch ein "Alien"-Sequel"? Hat Guy Ritchie das Zeug für einen Artus-Film? Und haben wir im Kinomonat Mai wirklich auf Jeff Bridges oder eine Beuys-Doku gewartet? Hans Langsteiner und Peter Hiess liefern Antworten auf diese Fragen.  

Print
Al Cook - Kein Platz für Johnny B. Goode

Meister Koch

Der Blues ist immer und überall. Er ist nicht nur eine Musikrichtung, sondern auch eine Lebenseinstellung. Al Cook ist mit ihm aufgewachsen - und wir sind mit Al Cook aufgewachsen, ob wir das wußten oder nicht. Daher freuen wir uns auch so über seine Autobiographie. Armin Hell hat das Buch gelesen.  

Termine
Blood on Méliès Moon: Film + Gespräch

Reise zum Kino-Mond

Ein Fest für Freunde des italienischen Genrefilms: Regisseur Luigi Cozzi ist zu Gast in Österreich und stellt in St. Pölten seinen neuen Film "Blood on Méliès Moon" vor.  

Kino
Film-Tips März 2017

Charlie und die Exploitation-Fabrik

Der Tod der Sechziger (noch in den Sechzigern), der Riesenaffe als Prophet einer monströsen Kinozeit, der Gourmettempel als Werkstatt der Nutzlosigkeit und eine österreichisch-englische KGB-Spionin: Kino im März.  

Akzente
Aussteiger

Freigespieltes Leben

Alles oder nichts: Glücksspiel ist jetzt nicht mehr nur ein Busineß für die Veranstalter, sondern auch für unzählige Profi-Gambler, die sich ihr Einkommen im Internet verdienen.