Ehe sich Regisseur Gore Verbinski daran machte, mit zwei enttäuschenden Filmen seine "Fluch der Karibik"-Trilogie zu beenden, zauberte er 2006 diese wunderbare Tragikomödie hervor. Als Wetterfrosch in der Midlife Crisis bot Nicolas Cage eine seiner besten Schauspielleistungen in einem Film, der weniger Beachtung erfuhr, als er verdient hat.
In seinem jüngsten Film hat sich der französische Regisseur Michel Hazanavicius der Stummfilmära gewidmet, einer der interessantesten und auch bedeutendsten Epochen der Filmgeschichte. Dabei ist sein "The Artist" nicht nur ein Zeitkolorit des Wandels vom Stumm- zum Tonfilm im Speziellen, sondern zugleich noch eine liebevolle Hommage an das Kino im allgemeinen.
Gutes Kino ist seltener geworden. Weniger Spektakel als in den 1980er Jahren, dafür mehr Remakes und Reboots von Werken aus genau der Zeit. Nicolas Winding Refns jüngster und in Cannes für seine Regie prämierter Streifen ist dagegen kontemporäres Kinospektakel mit dem Charme der Eighties. Also ein fast perfekter Film.
Stillschweigend überschreitet Michelangelo Frammartino die Grenzen zwischen Dokumentation und Spielfilm und folgt in seinem jüngsten Film der Seelenlehre des Mathematikgenies Pythagoras. Dabei liefert er faszinierende Bilder aus Kalabrien, die den Zuschauer mit ihrer anmutigen Poesie in den Bann ziehen.
Taucht der Name Tom Cruise in den Medien auf, ist meist entweder von seiner Tätigkeit in der Sekte Scientology die Rede oder von seiner angeblichen Homosexualität. Zwar ist Cruise noch immer ein Big Name im Busineß, seine glorreichen Zeiten liegen jedoch schon einige Jahre zurück. Ende der 1990er war er der Star schlechthin - auch dank der "Mission: Impossible"-Filme.
Alle Jahre wieder kommt Tom Cruise mit seinem "Baby", der "Mission: Impossible"-Reihe, daher, um mit Referenz-Action-Szenen die Herzen des Publikums zu gewinnen. Wer nach den müden Aufgüssen von John Woo und J.J. Abrams schon die Hoffnung aufgegeben hatte, den macht Brad Birds Eintrag in die Agentenserie nun wieder munter.