The Cooler - Alles auf Liebe
ØØØØ
USA 2003
102 Min.
Regie: Wayne Kramer
Darsteller: William H. Macy, Maria Bello, Alec Baldwin u. a.
Las Vegas Nights: William H. Macy klebt in dieser wunderbaren und cleveren Ode an die verblassenden Tage der Glücksspielmetropole das Pech berufsmäßig an den Fingern. 06.05.2004
Wenn auch mitnichten eine der klassisch übersinnlichen und unheimlichen Geschichten aus der Zwischenwelt von Geistern, Dämonen und mysteriösen Kräften, so ist die vom Südafrikaner Wayne Kramer in seinem Hollywood-Erstling "The Cooler" erzählte doch eine, die ob ihrer latenten Merkwürdigkeit und Kuriosität immer noch für eine jener besonders absurden Episoden der "X-Files" gut gewesen wäre. Sie erzählt vom ultimativen Loser Bernie Lootz (William H. Macy) - einem, der nicht bloß Pech hat, sondern dieses nachgerade in seiner puren Essenz verkörpert und es sogar zum Beruf gemacht hat: In einem großen Vegas-Casino fungiert er als professioneller "Cooler", als einer, der allzu siegreichen Spielern durch seine schiere Präsenz ihre Glückssträhne vermiesen kann.
Bernie hat Pech im Spiel und Pech in der Liebe, seine Pflanzen verdorren, seine Katze ist weggelaufen, und das Obers ist ganz sicher dann ausgegangen, wenn er einen Kaffee bestellt. Er ist, wie es sein Boß Shelly (Alec Baldwin) formuliert, "wandelndes Kryptonit", das personifizierte Unheil, eine Pechmarie seiner Zeit - aus der aber eines Tages, als die attraktive Kellnerin Natalie (Maria Bello) für Bernie entflammt, eine Glücksmarie zu werden scheint. Und das sehr zum Mißfallen Shellys, denn jetzt gewinnen die Casinobesucher plötzlich, anstatt zu verlieren, wenn ihnen Bernie begegnet.
"The Cooler" ist, wie erwähnt, ein eigenartiges Vergnügen: ein grotesker Mix aus Komödie, Mystery, Drama und Mafia-Flick, der nicht nur aufgrund inszenatorischer Feinarbeit oder ausgeklügelter Dramaturgie, sondern vielmehr wegen der darstellerischen Glanzleistungen seiner drei Hauptakteure geglückt ist. Der unnachahmliche William H. Macy, die wie zuletzt in "Auto Focus" betont charismatisch agierende Maria Bello und der wiedererstarkte Alec Baldwin als fieser Casino-Tycoon, sie tragen und prägen diesen Streifen, dem man zwar (auch wegen der expliziten Zurschaustellung von Sex- und Gewaltszenen) seine Nähe zu Scorseses "Casino" nicht absprechen kann, dessen eigenwillige Chemie einen aber doch über die gesamte Filmlänge gefesselt hält.

The Cooler - Alles auf Liebe
ØØØØ
USA 2003
102 Min.
Regie: Wayne Kramer
Darsteller: William H. Macy, Maria Bello, Alec Baldwin u. a.
Das dritte und letzte Kapitel unserer Viennale-Berichterstattung steht im Zeichen der Unruhe vor dem Sturm - und damit der beeindruckendsten Arbeit des Festivals: "Take Shelter".
Zwei beachtliche Regiedebüts stehen im Mittelpunkt des zweiten Teils unserer Viennale-Berichterstattung: "Margin Call" und "Martha Marcy May Marlene" erzählen dabei auf sehr unterschiedliche Weise von der Schwierigkeit, Gewohnheiten hinter sich zu lassen.
Teil eins der 2011er-Edition des alljährlichen Viennale-Journals im EVOLVER, oder: Was kann man sich mehr wünschen von einem Filmfestival, als daß es gleich mit zwei Großtaten loslegt? Vorhang auf für "Drive" und "The Artist".
Ach du lieber Schwan! Der EVOLVER verlost in Kooperation mit 20th Century Fox und Dohr zwei exklusive Geschenke-Sets zum Film des Jahres: "Black Swan".
Wie jedes Jahr im Oktober begleitet Sie der EVOLVER durch das Programm der Viennale. Im dritten Teil präsentiert Christoph Prenner einen Polizisten-Slapstick-Film von Regisseur Adam McKay - und die genausowenig ernstgemeinte Inszenierung von Joaquin Phoenix als Rapper.
Wie jedes Jahr im Oktober begleitet Sie der EVOLVER durch das Programm der Viennale. Im zweiten Teil: eine surreale Komödie von Matsumoto Hitoshi - und ein minimalistisch inszeniertes Fluchtdrama mit Vincent Gallo in der Hauptrolle.
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