Kino_Wenn Träume fliegen lernen

Traumtänzer

Ganz ohne Nervensäge Robin Williams, aber dafür mit Johnny Depp präsentiert Marc Forster die Geschichte hinter der Geschichte von Peter Pan.    11.02.2005

Der Regisseur von "Monster’s Ball" verfilmt die Geschichte J. M. Barries, des Autors von Peter Pan. So kurz zusammengefaßt klingt das ziemlich sperrig.

Gehen wir ins Detail: Barrie (Johnny Depp) ist Theaterschriftsteller im viktorianischen London. Ein Träumer und Fantast, hingebungsvoll in kindlicher Naivität verfangen. Gerade ist sein neues Stück fürchterlich gefloppt und hat dessen Produzenten (Dustin Hoffman) in arge Finanzschwierigkeiten gebracht. Mitten im ärgsten Frust stolpert er über vier kleine Jungs und deren verwitwete Mutter Sylvia (Kate Winslet), und das inspiriert ihn unheimlich: Immer mehr Zeit verbringt er mit der Witwe und ihrer Familie, rein platonisch natürlich. Aus der spielerischen Beschäftigung mit den Buben entwickelt sich eine Geschichte, die heutzutage wirklich jeder kennt: Peter Pan. Daß Barrie seine schöne, junge Frau darüber vernachlässigt, ist nicht der einzige Anlaß zum Tuscheln für die noble Londoner Gesellschaft. Auch Sylvias Mutter (Julie Christie) mißfällt das Naheverhältnis ihrer Tochter zu dem neuen besten Familienfreund ...

Johnny Depp ist eine fantastische Wahl für diese Rolle, er hat schon mehrmals bewiesen, daß ihm der verträumte Kindskopf mit melancholischer Note bestens liegt. Produktionstechnisch ist die Sache so gut wie makellos. Auffallend gut gelungen sind auch die häufigen Traumvisualisierungen. Es gibt nur ein großes Aber: Dieser Film ist, wenn auch recht weitgehend auf Tatsachen basierend, der Gattung Melodram zuzuordnen. Das braucht man nicht allzu oft.

Klaus Hübner

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Wenn Träume fliegen lernen

ØØØ 1/2

(Finding Neverland)


USA/GB 2004

106 Min.

dt. Fassung und OF

Regie: Marc Forster

Darsteller: Johnny Depp, Kate Winslet, Julie Christie u. a.

 

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