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F*CK - Protest aus den Wolken

Molotow-Cocktails sind out. Mit der "FLYING F*CK R/C HELICOPTER"-Drohne stehen der Zivilgesellschaft neue Mittel des Protests zur Verfügung.    04.04.2011

Um Protest jeder Art öffentlich zu machen, muß man seine Umgebung weder mit faden sozialistischen Kampfliedern quälen noch Flugzeuge in Hochhäuser schmeißen - man braucht nur eine Botschaft und eine Handvoll Batterien.

Wie vor kurzem bekannt wurde, hat die Zivilgesellschaft ein neues Protestwerkzeug erarbeitet. Es handelt sich um einen ferngesteuerten Mini-Flugkörper, der dazu dient, visuelle Botschaften vor Gebäuden in die Luft zu tragen. Die derzeit gesichtete Version beschränkt den Protest auf ein einziges, in allen Teilen der Welt verstandenes Wort, das sich ein bißchen auch im Namen des "FLYING F*CK R/C HELICOPTER" wiederspiegelt. F*CK steht genau für das Wort, an das Sie gerade denken - unter amerikanischen Laborbedingungen darf es aber nicht genannt werden. Zumindest in der Werbung nicht; an den Seiten der Protestdrohne ist das zensierte Wort hingegen unzensiert zu lesen.

 

Das Fluggerät wurde in Europa erstmals vom Grazer "Pantherion"-Sympathisanten Jörg Vogeltanz bekanntgemacht, der die überseeischen Bezugsquellen auf Facebook veröffentlichte. Demnach handelt es sich beim Vertreiber des Protest-Hubschraubers um ein nordamerikanisches Versandhaus namens THINK GEEK, das das Fluggerät in seinem Webshop um schlanke 19,90 US-$ anbietet.

Gesteuert wird die fliegende Kundgebung mit einer kleinen Fernbedienung, die Flugzeit beträgt bis zu sieben Minuten. Aber Vorsicht: Der F*CK-R/C-Helikopter ist ein Schönwetterflieger, ernsthafte Böen oder gar Feindberührung hält er leider nicht aus. Das macht der Preis wieder wett - noch nie war es so einfach und so billig, seine Meinung an ministerialen Fenstern vorüberziehen zu lassen. Da die Versandkosten im Vergleich zur Ware je nach gewählter Methode ebenfalls abheben können, empfiehlt sich die Bestellung von mehreren Meinungsfliegern. Ein Abfangjäger kommt ja auch beim Bundesheer nicht alleine ...

 

Während die ganze Welt (und darüber hinaus) von Hubschrauberdrohnen aus dem ansonsten eher überschätzten Wiener Neustadt spricht, haben die Protestdrohnen aus Amerika bislang das Radar der öffentlichen Wahrnehmung unterflogen.

Aber wie lange noch?

 

 

                

Chris Haderer

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Der "FLYING F*CK R/C HELICOPTER"

Bezugsquellen & technische Daten


Der "FLYING F*CK R/C HELICOPTER" wird vom nordamerikanischen Versandhaus THINK GEEK um 19,90 US-$ (plus Porto in ähnlichen Dimensionen) angeboten.

Bei dem Gerät handelt es sich um eine Protestdrohne aus Plastik und Styropor, die nach dem Hubschrauberprinzip arbeitet. Sie wird über eine Fernsteuereinheit aufgeladen und kontrolliert, die Flugzeit mit einer Akkuladung beträgt knapp sieben Minuten. Das Gerät ist etwa 20 Gramm schwer; die Nutzlast beträgt null Gramm (es können also keine Minikameras für Flugaufnahmen an Bord gebracht werden).

Links:

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tom lutz - 12.04.2011 : 11.29
ich seh´s genauso: niemals erwachsen werden ;-)

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