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  <channel>
    <title>Evolver</title>
    <link>http://www.evolver.at</link>
    <description>Die österreichische Netzzeitschrift EVOLVER war und ist das erste und einzige von professionellen Autoren betriebene Online-Magazin im deutschen Sprachraum. Später wurde der EVOLVER auch zur Plattform für journalistische Nachwuchstalente, die hier erstmals die Möglichkeit haben, ihre Texte professionell betreuen und veröffentlichen zu lassen.</description>
    <copyright>evolver.at</copyright>
    <dc:rights>evolver.at</dc:rights>
    <item>
      <title>Texte_ Peter Stöger</title>
      <link>http://www.evolver.at/stories/peter_stoeger_polyphem_notizen_038/</link>
      <description>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;Das Monokel des Polyphem - Notizen (38)&lt;/h1&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
   &lt;img height="265" width="180" src="http://www.evolver.at/static/storyImages/17831/titelbild.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&#xD;
   Sein literarisches Opus magnum blieb unvollendet. Der EVOLVER präsentiert nun die betreffenden Studien des 1997 verstorbenen Künstlers. Seien Sie gewarnt: Eine Sprache, die "herrschende Textgewohnheiten ignoriert und unter Verwendung pseudoklassischer Formen individuelle, skurrile und anarchische Inhalte" vermittelt, ist nicht jedermanns Sache.&#xD;&lt;br /&gt;Halten Sie Ihren Homer griffbereit und "den Sphinkter im Zaum"!&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p class="first"&gt;&lt;em&gt;In den Jahren 1982 bis 1987 veröffentlichte Peter Stöger sechs schmale Bände mit Vorarbeiten zum "Monokel des Polyphem"; eine ausführliche Introduktion zum Thema finden Sie &lt;a href="http://www.evolver.at/stories/peter_stoeger/" target="_blank"&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;&lt;em&gt;Wir bringen dieses brillante Textkonvolut, exklusiv und erstmals im Internet, als fortgesetzte Serie in lesefreundlichen Abschnitten - und zwar als Faksimile, da Typographie (und stellenweise Graphik) eine seitens des Autors gewählte Einheit bilden.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;[ &lt;a href="http://www.evolver.at/stories/peter_stoeger_polyphem_notizen_037/" target="_blank"&gt;&amp;lt;&amp;lt; zur vorigen Folge&lt;/a&gt; ]&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;&lt;img class="floatleft" src="http://www.evolver.at/static/storyImages/17831/seite-20_21-klein.jpg" alt="" width="563" height="1581" /&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Daß Exegese eine heikle Sache ist, haben wir bereits in der &lt;a href="http://www.evolver.at/stories/peter_stoeger_polyphem_notizen_001/" target="_blank"&gt;ersten Folge&lt;/a&gt; erörtert.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Immerhin lassen sich hier und heute Stellen, die man nicht versteht, umstandslos nachschlagen.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Erläuterungen des Verfassers selbst - aus der Kommunikation mit seiner Gefährtin tradiert - finden sich fast nur zum ersten Band (hier: &lt;a href="http://www.evolver.at/stories/peter_stoeger_polyphem_notizen_001/" target="_blank"&gt;Folge 1&lt;/a&gt; bis &lt;a href="http://www.evolver.at/stories/peter_stoeger_polyphem_notizen_015/" target="_blank"&gt;Folge 15&lt;/a&gt;). Es zahlt sich aus, dort nachzulesen, um einen Einblick in die Arbeitsweise des Künstlers zu bekommen.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Nächste Woche geht es hier weiter. Für heute verabschieden wir uns wie immer mit den Worten des Autors:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"Ja, die Grausbirnen werden ihnen aufsteigen - ich hoff's - und es g'schieht ihnen recht."&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&#xD;
&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;Peter Stöger&lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;img height="108" width="80" src="http://www.evolver.at/static/ratingImages/17835.jpg" /&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &#xD;
    &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;1939 - 1997&lt;/p&gt;&#xD;
  &#xD;
  &lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.austria-lexikon.at/af/Wissenssammlungen/Bibliothek/Peter%20St%C3%B6ger%20Biographie" target="_blank"&gt;Biographie des Künstlers im Austria Forum&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;Peter Stöger: das monokel des polyphem - notizen&lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;img height="117" width="80" src="http://www.evolver.at/static/ratingImages/17839.jpg" /&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &#xD;
    &lt;br /&gt;Band 3&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;Vergriffen.&lt;br /&gt;Im Sammelband herausgegeben bei:&lt;br /&gt;Österreichischer Kunst- und Kulturverlag (Ö 2007)&lt;br /&gt;ISBN 9783854372974&lt;/p&gt;&#xD;
  &#xD;
  &#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;Peter Stöger: peregrinus - eine introduktion&lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;img height="113" width="80" src="http://www.evolver.at/static/ratingImages/17846.jpg" /&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &#xD;
    &lt;br /&gt;Hrsg.: Helga Schicktanz&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;Österreichischer Kunst- und Kulturverlag (Ö 1998)&lt;/p&gt;&#xD;
  &#xD;
  &lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.kunstundkulturverlag.at/010_Seiten/Vertikal_Menue/010_Buecher/00_S/Stoeger_P_Peregrinus_Normal.html" target="_blank"&gt;Das Buch beim Verlag&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</description>
      <pubDate>Fri, 03 Feb 2012 06:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>http://www.evolver.at/stories/peter_stoeger_polyphem_notizen_038/</guid>
      <dc:creator>EVOLVER-Redaktion</dc:creator>
      <dc:date>2012-02-03T06:00:00Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Literatur_ Robert Harris - Angst</title>
      <link>http://www.evolver.at/print/harris_angst/</link>
      <description>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;Alles andere als furchterweckend&lt;/h1&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
   &lt;img height="164" width="200" src="http://www.evolver.at/static/storyImages/17822/titel-1.png" /&gt;&lt;br /&gt;&#xD;
   Der Autorenname steht für anspruchsvolle Spannungsliteratur. Doch sein neuer Thriller überzeugt nicht – der Clou, der ihm zugrunde liegt, ist trotz aktuellem Aufhänger viel zu schnell durchschaut.&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p class="first"&gt;Dr. Alexander Hoffmann ist ein verschrobenes Mathematikgenie, das seinen hochdotierten Job am Schweizer CERN-Institut an den Nagel hängt, um fortan auf eigene Faust zu forschen.Sein Ziel: ein Algorithmus, der mit beinahe perfekter Präzision die Bewegungen der Finanzmärkte vorausberechnet. Trotz aller Unwägbarkeiten, die ein solches Vorhaben mit sich bringt, erweist sich Hoffmanns Computerprogramm schon bald als eine Lizenz zum Gelddrucken.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Obwohl es dem Doktor, anders als seinem Partner und den Investoren, kaum ums große Kapital geht, sondern um die Herausforderung an sich: Er möchte auch den letzten Rest Unsicherheit ausmerzen, der dem Algorithmus zur Perfektion fehlt – zur künstlichen Intelligenz, die eigenständig jedwedes Geldgeschäft tätigt.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Und tatsächlich, nach Jahren langer Forschungen wähnt Hoffmann sich am Ziel. Seine Formel für den Erfolg läßt sich reduzieren auf ein Wort: Angst.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;&lt;em&gt;"Wie war das möglich? Sehr einfach. An den Märkten herrschte zwei Jahre lang Panik, und unsere Algorithmen sind gerade bei Panik erfolgreich, weil nämlich der Mensch, wenn er Angst hat, immer auf vorhersehbare Weise reagiert."&lt;/em&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Falls es daran noch einen Zweifel gibt, bereinigt ihn der Absturz eines Flugzeugs, eine Terrorattacke islamistischer Fundamentalisten. Hoffmanns Algorithmus kauft und verkauft Aktien, Anleihen, Anlagen und Fonds Sekunden später, nein, schon in der Sekunde, &lt;em&gt;bevor &lt;/em&gt;die Bombe an Bord des Flugzeugs explodiert.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;&lt;em&gt;"Jede Straße der Welt ist kartografiert, jedes Gebäude fotografiert. Wohin wir Menschen auch gehen oder fahren, was wir kaufen, welche Website wir anklicken, wir hinterlassen eine digitale Spur wie eine Schnecke ihre Schleimspur. Und Computer können diese Daten lesen, durchsuchen, analysieren und schließlich auf verschiedene Arten verwerten, die wir uns heute noch nicht einmal ansatzweise vorstellen können."&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;In Zeiten unermüdlicher Debatten über Facebook, Datenschutz und Vorratsdatenspeicherung also durchaus ein aktuelles und brisantes Thema, das Robert Harris als Hintergrund für seinen neuen Roman auserkoren hat. Trotzdem zählt "Angst" nicht zu den besten Werken des britischen Bestsellerautors. Wer sich nämlich nicht auf den Aktienmärkten mit den Risikoanlagen und Hedgefonds auskennt, gerät bei der Lektüre ein ums andere Mal ins Stocken, weil es Harris nicht gelingt, das Thema begreiflich zu machen. Etwas mehr Aufklärung wäre wünschenswert gewesen.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Außerdem ist die eigentliche Thrillerstory zu schlicht und durchschaubar. Erst ist es ein Einbruch in Dr. Hoffmanns Haus, dann ein versuchter Mordanschlag. Kurz darauf Spionage und Datenklau. Nicht viel später gibt es einen ersten Toten. Der Verdacht fällt auf Hoffmann selbst. Doch keiner glaubt ihm und seinen Erklärungen, stattdessen halten alle ihn, den verschrobenen Doktor, für verrückt. Zum ersten Mal in seinem Leben verspürt er selber Angst.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Schon frühzeitig ahnt der Leser, was (oder wer) hinter allem steckt. Das Ende ist daher nicht nur absehbar, sondern – vor allem in der SF-Literatur – bereits vielfach abgehandelt: Die Geschichte von der Kreatur (oder Maschine), die sich gegen ihren Schöpfer wendet.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;&lt;em&gt;"Früher stellten wir uns vor, daß Computer – Roboter – die Hilfsarbeiten in unserem Leben übernehmen würden, daß sie sich eine Schürze umbinden und als Roboterdienstmagd herumlaufen und für uns die Hausarbeit oder sonst was erledigen würden, damit wir unsere freie Zeit genießen können. In Wahrheit geschieht das Gegenteil. Wir verfügen über ein riesiges Potenzial an überschüssigen, einfachen Arbeitskräften, die diese simplen Hilfsarbeiten verrichten, oft bei schlechter Bezahlung an sehr langen Arbeitstagen. Stattdessen verdrängen Computer Menschen mit Berufsausbildung: Übersetzer, Medizintechniker, Kanzleiangestellte, Buchhalter, Börsenhändler."&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Daß Harris kurz vorm Finale plötzlich ein weiteres Kaninchen aus dem Hut zaubert, quasi darum bemüht ist, seinem Thriller doch noch eine überraschende Wendung zu verleihen (und dem Leser ein alternatives Motiv für Hoffmanns Tour de force zu unterbreiten), wirkt nicht nur aufgesetzt, sondern verpaßt dem Roman zugleich ein unbefriedigendes, offenes Ende.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&#xD;
&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;Robert Harris: Angst&lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;img height="127" width="80" src="http://www.evolver.at/static/ratingImages/17851.jpg" /&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &amp;Oslash;&amp;Oslash;&amp;Oslash;&#xD;
    &lt;br /&gt;The Fear Index&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;Heyne (D 2011)&lt;/p&gt;&#xD;
  &#xD;
  &lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Angst-Robert-Harris/dp/3453267044/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1328189475&amp;sr=8-1/evolver-21" target="_blank"&gt;Das Buch bei Amazon&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Angst-ebook/dp/B0064LHODA/ref=sr_1_3?ie=UTF8&amp;qid=1328189475&amp;sr=8-3/evolver-21" target="_blank"&gt;Die Kindle-Edition bei Amazon&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Angst-Robert-Harris/dp/3837111059/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;qid=1328189475&amp;sr=8-2/evolver-21" target="_blank"&gt;Das Audiobook bei Amazon&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</description>
      <pubDate>Thu, 02 Feb 2012 06:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>http://www.evolver.at/print/harris_angst/</guid>
      <dc:creator>Marcel Feige</dc:creator>
      <dc:date>2012-02-02T06:00:00Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Literatur_ Veronika A. Grager - Nanobots</title>
      <link>http://www.evolver.at/print/grager_nanobots/</link>
      <description>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;Go Grey Go!&lt;/h1&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
   &lt;img height="177" width="220" src="http://www.evolver.at/static/storyImages/17815/titel-2.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&#xD;
   Eine ausgesprochen spannende Thriller-Melange: Unter kräftigem Umrühren der unerschrockenen Privatdetektivin Stella Marini wandeln sich wienerische "No Na - Partikel" zu unberechenbaren Nanopartikeln.&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p class="first"&gt;Wir befinden uns in einer etwas verschlafenen Privatdetektei in der Grundäckergasse 15 in Wien Favoriten. Inhaberin Stella Marini, nebst ständigem - lebendem - Inventar Schäferhund Bertoni, fühlt sich unausgelastet und träumt seit Jahren von einem Fall, der endlich ihren Fähigkeiten gerecht wird. Bislang plagt sie sich mit faden Scheidungsfällen und unspektakulären Anfragen zum Personenschutz.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Gerufene Geister haben, obwohl sie sich naturgemäß viel Zeit lassen, doch&lt;br /&gt;die Tendenz, in Erscheinung zu treten. In diesem Fall in der Person der Rita Prskavec, Ex-Nachtclub-Putzfrau unter Mordverdacht.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Der dazugehörige Tote heißt Peter Droemer, ist oder besser gesagt war Biochemiker und hat seine irdische Existenz in einem Müllcontainer vor Ritas Wohnung wahrscheinlich nicht ganz freiwillig beendet. Polizist Walter Pokorny glaubt hartnäckig an Ritas Verwicklung in diesen Mordfall. In Droemers Wohnung tauchen verschiedene Gegenstände aus ihrem Besitz auf; deshalb wendet sich die Verdächtige schließlich an Stella, um den oder die wahren Täter zu entlarven.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Gleichzeitig erhält Marini den Aufrag, das Verschwinden von Andreas Oriocho aufzuklären, ebenfalls Biochemiker. Sie beginnt, obwohl mit flauem Gefühl im Magen, sich darauf einzustellen, daß ihre Ermittlungen sie weit über die Grundäckergasse hinausführen werden und die Aufklärung beider Fälle, die immer verwirrender und mysteriöser werden, ihre Kapazitäten übersteigt. Die Suche nach einem Assistenten beschert ihr einen Partner, Barry Denton, zwei Meter groß, einen Meter breit, dröhnendes Lachen und die Gewißheit, sich zu hundert Prozent auf ihn verlassen zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Was als Suche nach einem verschwundenen Ehemann und den Bemühungen um die Entlastung der immer noch unter Mordverdacht stehenden Rita Prskavec beginnt, nimmt immer ungeheuerliche Ausmaße an. Pflichtvergessene US-Generäle, fragwürdige Experimente mit Nanoteilchen in der Wüste von Arizona und ein gnadenloser Killer, der sich an ihre Fersen heftet, bringen nicht nur das mehr als dynamische Duo Marini/Denton in Lebensgefahr - auch Dentons Schwester Sam Evers, eine couragierte Journalistin, riskiert an ihrer Seite Leib und Leben im Kampf gegen Vertuschung und Korruption.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Die Suche nach der Wahrheit spannt einen weiten Bogen von Favoriten über Frankfurt, Ramstein und Washington bis nach Afghanistan. Bleibt nur noch zu klären: Wer hat Peter Droemer auf dem Gewissen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Veronika A. Grager kennt die Anwort und sollte mit diesem Wissen auf keinen Fall alleine bleiben. "Nanobots", der mittlerweile fünfte Roman der in Niederösterreich auf einem Bauernhof mit Mann und jeder Menge Tieren lebenden Autorin ist spannend bis zum Schluß, ohne konstruiert zu wirken. Die Charaktere sind lebensecht und glaubwürdig gezeichnet, und bei der Beschreibung des Blizzards sollte man als Leser tunlichst ein zweites Paar Socken anziehen.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Obwohl ursprünglich als Reihe geplant, soll es vorläufig bei einem singulären Auftritt von Detektivin Stella Marini bleiben. Es ist aber sehr zu hoffen, daß hier das letzte Wort noch nicht gesprochen bzw. geschrieben ist und die Marini sich im Ringen mit der deutschsprachigen Verlagslandschaft ebenso bewährt wie im vorliegenden Werk.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&#xD;
&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;Veronika A. Grager: Nanobots&lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;img height="126" width="80" src="http://www.evolver.at/static/ratingImages/17847.jpg" /&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &amp;Oslash;&amp;Oslash;&amp;Oslash;&amp;Oslash;&amp;Oslash;&#xD;
    &lt;br /&gt;Gefährliche Teilchen&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;P. Machinery M. Haitel (D 2011)&lt;/p&gt;&#xD;
  &#xD;
  &lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.grager.at/" target="_blank"&gt;Homepage der Autorin&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/NANOBOTS-Gef%C3%A4hrliche-Teilchen-Stella-Marini/dp/3942533227/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1328032582&amp;sr=8-1/evolver-21" target="_blank"&gt;Das Buch bei Amazon&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</description>
      <pubDate>Tue, 31 Jan 2012 06:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>http://www.evolver.at/print/grager_nanobots/</guid>
      <dc:creator>Claudia Jusits</dc:creator>
      <dc:date>2012-01-31T06:00:00Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Video_ The Weather Man</title>
      <link>http://www.evolver.at/dvd/The_Weather_Man/</link>
      <description>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;Immer Fast Food&lt;/h1&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
   &lt;img height="240" width="180" src="http://www.evolver.at/static/storyImages/17802/title.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&#xD;
   Ehe sich Regisseur Gore Verbinski daran machte, mit zwei enttäuschenden Filmen seine "Fluch der Karibik"-Trilogie zu beenden, zauberte er 2006 diese wunderbare Tragikomödie hervor. Als Wetterfrosch in der Midlife Crisis bot Nicolas Cage eine seiner besten Schauspielleistungen in einem Film, der weniger Beachtung erfuhr, als er verdient hat.&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p class="first"&gt;In "The Weather Man" fliegt viel durch die Luft. Egal ob es Schneebälle, Fast Food, Pfeile, Fäuste oder Worte sind. Wie passend, daß die Hauptfigur des Films ein Wettermoderator ist - allerdings einer ohne Abschluß in Meteorologie. Der Wind sei eine unberechenbare Größe, heißt es in Gore Verbinskis Tragikomödie an verschiedenen Stellen.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Es gibt kaum eine Person im Haushalt der Familie Spritz, die nicht unzufrieden zu sein scheint. Eine ganz normale dysfunktionale Familie, könnte man sagen. Die Eltern leben in Trennung, der Sohn ist in Verhaltensberatung, und die übergewichtige Tochter wird in der Schule gehänselt. "Schau dir dieses Haus an", sagt Nicolas Cage in einer Szene zu seinem Filmsohn. "Jemand sollte hier glücklich sein."&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;&lt;img class="floatleft" src="http://www.evolver.at/static/storyImages/17802/bild.jpg" alt="" width="227" height="167" /&gt;Glücklich ist jedoch keiner, am allerwenigsten Dave Spritz (Nicolas Cage), Moderator eines Chicagoer TV-Senders. Die Ehe mit Noreen (Hope Davis) scheiterte an unüberbrückbaren Differenzen, die Beziehung zu den beiden Kindern Mike (Nicholas Hoult) und Shelly (Gemmenne de la Peña), sowie zu seinem Vater Robert (Michael Caine) könnte für Dave ebenfalls besser sein.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Und als wäre das noch nicht genug, wird unser gebeutelter Wettermoderator auch noch in schöner Regelmäßigkeit mit Lebensmitteln wie Milchshakes und heißen Apfeltaschen beworfen. "Immer Fast Food", kommentiert Dave lakonisch, während sein mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneter Vater fragt: "Die Leute schmeißen Shakes nach dir?"&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Daves Job ist nicht anspruchsvoll, aber gut bezahlt. Den Respekt seines Vaters gewinnt er damit dennoch nicht. Auch nicht, als eine nationale Morgensendung aus New York Interesse an ihm zeigt. Der Schatten des Vaters, eines Schriftstellers, erscheint riesig. Vor allem, da er auch noch ein guter Vater war.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Den Erwartungen seines Erzeugers wurde Dave ebensowenig gerecht wie denen seiner Frau. "Wie konnte ich das nur in den Sand setzen?", fragt sich Dave gegen Ende des Films. Verbinski hält keine Antworten bereit. Woran genau Daves Ehe gescheitert ist, weshalb Mike in Beratung ist und warum die Beziehungen der Familienmitglieder angespannt sind, erfahren wir nicht.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;&lt;img class="floatright" src="http://www.evolver.at/static/storyImages/17802/bild-2.jpg" alt="" width="227" height="167" /&gt;Dies ist allerdings auch nicht nötig. "The Weather Man" ist keine Analyse, sondern eine Darstellung des Jetzt-Zustandes. Dave ist im Grunde ein Jedermann. Jemand, der versucht, mit Kind und Kegel zurechtzukommen und nach der Anerkennung des Vaters strebt. Und der in beiderlei Hinsicht versagt zu haben scheint. Abhilfe verspricht er sich von dem neuen Job, aber der kommt wohl zu spät.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;"Nichts von Bedeutung ist jemals einfach", erklärt Robert seinem Sohn später. Einfache Dinge betreten nicht das Leben erwachsener Menschen, nach Lösungen muß selbst gesucht werden. So gesehen ist Verbinskis Film nicht nur eine Geschichte über die Midlife Crisis eines Mannes, sondern auch über seine Selbstfindung.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Auch die übrigen Figuren haben ihre Zores. Mike wird von seinem Verhaltensberater sexuell belästigt, Shelly aufgrund ihres Gewichts und Kleidungsstils gehänselt, und Robert hat nur noch wenige Monate zu leben. Hierbei handelt es sich um kleine, nicht wirklich bedeutende, aber charakterbildende Subplots. Wo Nebenrollen in anderen Filmen zu Randfiguren verkommen, verfügen sie hier über Dreidimensionalität.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Herz und Seele von "The Weather Man" ist aber dennoch Nicolas Cage. Wie in jeder seiner &lt;em&gt;guten&lt;/em&gt; Darstellungen nimmt er sich hier um einiges an Theatralik zurück. Das Resultat ist eine Figur, die versucht, aber nicht kann. Nicht so sehr wegen widriger Umstände, sondern weil sie sich selbst im Weg steht.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;&lt;img class="floatleft" src="http://www.evolver.at/static/storyImages/17802/bild-3.jpg" alt="" width="227" height="167" /&gt;Frieden findet Dave erst, als er die Übungsstunden seiner Tochter im Bogenschießen übernimmt. Daß Verbinski den Figuren letztlich ein Happy End beschert, ist angesichts des ambivalenten Charakters seines Sabbatical-Films nachvollziehbar. Bittersüß gerät die Tatsache, daß das Glück aller im Nachhinein vom Abschied Daves abhängig ist.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;"Ich bin Fast Food", urteilte er selbst in einer Szene. Geschmack, aber keine Ernährung. Was auf diesen "Arthouse"-Film zum Glück ganz und gar nicht zutrifft. Allerdings konnte er nicht einmal seine Produktionskosten einspielen, während Verbinskis Piratenabenteuer für Milliardenprofite sorgten.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; "The Weather Man" ist eine hervorragend gespielte Tragikomödie, von Kritik wie Publikum unterschätzt. Die Mehrheit scheint eben filmisches Fast Food vorzuziehen.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&#xD;
&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;The Weather Man&lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;img height="111" width="80" src="http://www.evolver.at/static/ratingImages/17803.jpg" /&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &amp;Oslash;&amp;Oslash;&amp;Oslash;&amp;Oslash;&#xD;
    &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;Produktion: USA/D 2005&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Videovertrieb: Paramount Home Entertainment&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;DVD Region 2&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;98 Min. + Zusatzmaterial, dt. und türk. Fassung oder engl. OF&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Features: Featurettes, Trailer&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Regie: Gore Verbinski&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Darsteller: Nicolas Cage, Hope Davis, Michael Caine u.a.&lt;/p&gt;&#xD;
  &#xD;
  &lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.weathermanmovie.com/" target="_blank"&gt;Offizielle Filmseite (engl.)&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Weather-Man-Nicolas-Cage/dp/B000G1TP2M/ref=sr_1_1?s=dvd&amp;ie=UTF8&amp;qid=1327141105&amp;sr=1-1/evolver-21" target="_blank"&gt;Die DVD bei Amazon&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</description>
      <pubDate>Mon, 30 Jan 2012 06:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>http://www.evolver.at/dvd/The_Weather_Man/</guid>
      <dc:creator>Florian Lieb</dc:creator>
      <dc:date>2012-01-30T06:00:00Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Musik_ Opern von Tschaikowski und Rachmaninow</title>
      <link>http://www.evolver.at/musik/Iolanta_Francesca_da_Rimini_Les_Boulingrin/</link>
      <description>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;Seele vs. Postmoderne&lt;/h1&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
   &lt;img height="190" width="189" src="http://www.evolver.at/static/storyImages/17810/titel-2.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&#xD;
   Im Theater an der Wien vermittelte das Team Sinaisky/Lawless mit den Einaktern "Iolanta" von Tschaikowski und "Francesca da Rimini" von Rachmaninow beste russische Romantik - trotz Regieschwächen. Zwei Tage später verbrachte man dafür 70 sinnlose Minuten bei einer fragwürdigen Aufführung von Georges Aperghis "Les Boulingrin".&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p class="first"&gt;Sowohl Peter Iljitsch Tschaikowskis "Iolanta" als auch Sergei Rachmaninows "Francesca da Rimini" waren die jeweils letzten Opern der russischen Komponisten. Rachmaninow lebte nach der Uraufführung seines Werkes 1906 noch 37 Jahre; Tschaikowski starb bereits ein Jahr nach der "Iolanta"-Premiere. Obwohl die Werke etwa zur gleichen Zeit entstanden, sind sie von der Musik her völlig unterschiedlich. Tschaikowski lässt in seinem letzten Werk sein gesamtes Schaffen Revue passieren. Wunderbar instrumentiert, klingt es manchmal sehr sentimental, ohne dabei in Kitsch abzugleiten. Rachmaninow bevorzugt dagegen kompakte - fast wagnerhafte - Klänge. Der Komponist nahm des öfteren Anleihen bei seinen eigenen Werken; manchmal glaubt man sogar, Teile seines berühmten Klavierkonzerts Nr. 2 (c-moll) zu hören. Während bei Tschaikowski die Theaterpraxis zu hören ist, klingt Rachmaninows Oper zeitweise eher oratorien- als opernhaft.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Bei Einaktern, wo eine Handlung in kurzer Zeit erzählt werden soll, oder bei Werken ohne wirklich hochdramatische klingende Musik hat es ein Regisseur schwer. Stephen Lawless, der im Theater an der Wien kein unbeschriebenes Blatt mehr ist, wartete angesichts dieser Herausforderung zeitweise mit guten Einfällen und einem passablen Regiekonzept auf. Doch sein Versuch, "Iolantas" Geschichte, die im Paradies spielt, und "Francescas" Episode in Dantes "Inferno" zu verknüpfen, zerstört den großartigen Schluß von Tschaikowskis Oper. Wie sich am berührenden Ende von "Iolanta" die Leute plötzlich aus den weißen Kostümen schälen und der rote Stern als Zeichen des Infernos vom oben daherkommt, das ist völlig sinnlos und zerstört um ein Haar die großartige Stimmung, die mehr als eine Stunde lang aufgebaut wurde.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Der Moskauer Bolschoi-Dirigent Vassily Sinaisky, der für Kyrill Petrinko einsprang, rettete musikalisch den Schluß von Tschaikowskis Einakter. Mit dem superb einstudierten ORF-Radio-Symphonieorchester war er mehr als ein Begleiter für Chor und Solisten. Wie die Musiker (allen voran die Holzbläser) die feinsten und subtilsten Klänge zauberten, das war eine großartige Leistung, von der sich die professionellen Wiener Opernorchester einiges abschauen bzw. -hören können.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Gesanglich war die Produktion ein Glücksfall - angefangen von Olga Mykytenko als strahlender Francesca/Iolanta über den großartigen Bassisten Dmitry Belosselsky und den strahlenden Tenor des Samir Pirgus bis hin zu Dalibor Jenis’ beeindruckendem Bariton. Besser kann man diese Werke heute nicht besetzen.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Zwei Tage später war bei der konzertanten Aufführung der 2010 uraufgeführten Opéra bouffe "Les Boulingrin" des Griechen Georges Aperghis musikalisch allerdings "Feuer am Dach". Der Komponist konstruierte rund um das Sujet des französischen Schriftstellers Georges Courteline eine sogenannte Musik, die letztlich in eine auditive Belästigung mündete. Zwar spielte das Klangforum Wien unter dem Dirigenten Emilio Pomárico exzellent; doch selbst die besten Musiker können nicht begeistern, wenn das Werk, das sie spielen müssen, fast inferior ist.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Der Komponist verstand es absolut nicht, aus den vorhandenen Instrumenten (z. B. mehreren Arten von Flöten wie Baßflöte oder Akkordeon) einen Klangzauber zu inszenieren. Wie schön hätte er die ironischen Momente mit subtilen Effekten ausschmücken können ... Das Stück fing so an, wie es nach quälenden 70 Minuten auch endete - nämlich mit wilden und ungeordneten Akkordläufen. Der Reiz war allerdings schon wenige Minuten nach dem Beginn verpufft, und letztlich zog sich das Ganze wie ein Strudelteig. Die Sänger machten ihre Arbeit recht ordentlich, wobei Donatienne Michel-Dansac als Hausmädchen Félice die beste Leistung brachte. Lionel Peintre als Des Rilettes versuchte - wenn schon nicht stimmlich - mit Humor zu überzeugen.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Offenbar lassen die zeitgenössischen Komponisten derzeit aus; nach dem Gogol-Horror von Lera Auerbach gilt auch für "Les Boulingrin" folgendes Motto: anschauen, anhören und sofort vergessen!!&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&#xD;
&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;Peter Iljitsch Tschaikowski: Iolanta&lt;br&gt;Sergei Rachmaninow: Francesca da Rimini&lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;img height="196" width="80" src="http://www.evolver.at/static/ratingImages/17818.jpg" /&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &amp;Oslash;&amp;Oslash;&amp;Oslash;&amp;Oslash; 1/2&#xD;
    &lt;br /&gt;Opern in einem Aufzug/einem Akt&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;Theater an der Wien&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;ORF Radio-Symphonieorchester Wien/Vassily Sinaisky&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Arnold Schoenberg Chor&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Regie: Stephen Lawless&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Besetzung: Olga Mykytenko, Dimitry Belosselsky, Saimir Pirgu, Dalibor Jenis u. a.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Premiere: 19. Jänner 2012&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Reprisen: 21., 24., 27., 29. und 31. Jänner 2012&lt;/p&gt;&#xD;
  &#xD;
  &lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.theater-wien.at/index.php/de/spielplan/production/72150" target="_blank"&gt;Die Opern auf der Website des Theaters an der Wien&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;Georges Aperghis - Les Boulingrin&lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;img height="53" width="80" src="http://www.evolver.at/static/ratingImages/17819.jpg" /&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &amp;Oslash; 1/2&#xD;
    &lt;br /&gt;Opéra bouffe&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;Theater an der Wien&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Klangforum Wien/Emilio Pomárico&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Besetzung: Lionel Peintre, Edwige Bourdy, Vincent Bouchot, Donatienne Michel-Dansac&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;konzertante Aufführung am 23. Jänner 2012&lt;/p&gt;&#xD;
  &#xD;
  &lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.theater-wien.at/index.php/de/spielplan/production/78522" target="_blank"&gt;Die Oper auf der Website des Theaters an der Wien&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</description>
      <pubDate>Sun, 29 Jan 2012 06:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>http://www.evolver.at/musik/Iolanta_Francesca_da_Rimini_Les_Boulingrin/</guid>
      <dc:creator>Herbert Hiess</dc:creator>
      <dc:date>2012-01-29T06:00:00Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Texte_ Peter Stöger</title>
      <link>http://www.evolver.at/stories/peter_stoeger_polyphem_notizen_037/</link>
      <description>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;Das Monokel des Polyphem - Notizen (37)&lt;/h1&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
   &lt;img height="265" width="180" src="http://www.evolver.at/static/storyImages/17711/titelbild.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&#xD;
   Sein literarisches Opus magnum blieb unvollendet. Der EVOLVER präsentiert nun die betreffenden Studien des 1997 verstorbenen Künstlers. Seien Sie gewarnt: Eine Sprache, die "herrschende Textgewohnheiten ignoriert und unter Verwendung pseudoklassischer Formen individuelle, skurrile und anarchische Inhalte" vermittelt, ist nicht jedermanns Sache.&#xD;&lt;br /&gt;Halten Sie Ihren Homer griffbereit und "den Sphinkter im Zaum"!&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p class="first"&gt;&lt;em&gt;In den Jahren 1982 bis 1987 veröffentlichte Peter Stöger sechs schmale Bände mit Vorarbeiten zum "Monokel des Polyphem"; eine ausführliche Introduktion zum Thema finden Sie &lt;a href="http://www.evolver.at/stories/peter_stoeger/" target="_blank"&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;&lt;em&gt;Wir bringen dieses brillante Textkonvolut, exklusiv und erstmals im Internet, als fortgesetzte Serie in lesefreundlichen Abschnitten - und zwar als Faksimile, da Typographie (und stellenweise Graphik) eine seitens des Autors gewählte Einheit bilden.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;[ &lt;a href="http://www.evolver.at/stories/peter_stoeger_polyphem_notizen_036/" target="_blank"&gt;&amp;lt;&amp;lt; zur vorigen Folge&lt;/a&gt; ]&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;img class="floatleft" src="http://www.evolver.at/static/storyImages/17711/seite-18_19klein.jpg" alt="" width="563" height="1469" /&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Daß Exegese eine heikle Sache ist, haben wir bereits in der &lt;a href="http://www.evolver.at/stories/peter_stoeger_polyphem_notizen_001/" target="_blank"&gt;ersten Folge&lt;/a&gt; erörtert.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Immerhin lassen sich hier und heute Stellen, die man nicht versteht, umstandslos nachschlagen.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Erläuterungen des Verfassers selbst - aus der Kommunikation mit seiner Gefährtin tradiert - finden sich fast nur zum ersten Band (hier: &lt;a href="http://www.evolver.at/stories/peter_stoeger_polyphem_notizen_001/" target="_blank"&gt;Folge 1&lt;/a&gt; bis &lt;a href="http://www.evolver.at/stories/peter_stoeger_polyphem_notizen_015/" target="_blank"&gt;Folge 15&lt;/a&gt;). Es zahlt sich aus, dort nachzulesen, um einen Einblick in die Arbeitsweise des Künstlers zu bekommen.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Nächste Woche geht es hier weiter. Für heute verabschieden wir uns wie immer mit den Worten des Autors:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"Ja, die Grausbirnen werden ihnen aufsteigen - ich hoff's - und es g'schieht ihnen recht."&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&#xD;
&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;Peter Stöger&lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;img height="108" width="80" src="http://www.evolver.at/static/ratingImages/17717.jpg" /&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &#xD;
    &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;1939 - 1997&lt;/p&gt;&#xD;
  &#xD;
  &lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.austria-lexikon.at/af/Wissenssammlungen/Bibliothek/Peter%20St%C3%B6ger%20Biographie" target="_blank"&gt;Biographie des Künstlers im Austria Forum&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;Peter Stöger: das monokel des polyphem - notizen&lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;img height="117" width="80" src="http://www.evolver.at/static/ratingImages/17720.jpg" /&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &#xD;
    &lt;br /&gt;Band 3&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;Vergriffen.&lt;br /&gt;Im Sammelband herausgegeben bei:&lt;br /&gt;Österreichischer Kunst- und Kulturverlag (Ö 2007)&lt;br /&gt;ISBN 9783854372974&lt;/p&gt;&#xD;
  &#xD;
  &#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;Peter Stöger: peregrinus - eine introduktion&lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;img height="113" width="80" src="http://www.evolver.at/static/ratingImages/17723.jpg" /&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &#xD;
    &lt;br /&gt;Hrsg.: Helga Schicktanz&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;Österreichischer Kunst- und Kulturverlag (Ö 1998)&lt;/p&gt;&#xD;
  &#xD;
  &lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.kunstundkulturverlag.at/010_Seiten/Vertikal_Menue/010_Buecher/00_S/Stoeger_P_Peregrinus_Normal.html" target="_blank"&gt;Das Buch beim Verlag&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</description>
      <pubDate>Fri, 27 Jan 2012 06:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>http://www.evolver.at/stories/peter_stoeger_polyphem_notizen_037/</guid>
      <dc:creator>EVOLVER-Redaktion</dc:creator>
      <dc:date>2012-01-27T06:00:00Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Literatur_ Schütz/Jacono/Marschik (Hrsg.) - Alles Derby! 100 Jahre Rapid gegen Austria</title>
      <link>http://www.evolver.at/print/alles_derby_100jahre_rapid_gegen_austria/</link>
      <description>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;Des is Brutalität&lt;/h1&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
   &lt;img height="233" width="200" src="http://www.evolver.at/static/storyImages/17804/titel-2.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&#xD;
   Nicht nur, weil wir Ihnen hier ein Buch über Fußball vorstellen (das Hochjubeln stumpfsinniger Massenspektakel überlassen wir ja sonst den Intellektuellen bei "Falter" &amp;amp; Co). Wir haben zudem - aus Gründen der Neutralität - einen Kollegen aus Deutschland gebeten, sich des Werkes anzunehmen ...&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p class="first"&gt;Sich dem österreichischen Fußball widmen zu müssen, ist für einen Deutschen zwangsläufig der Vorhof zur Hölle. Es ist wohl der Ort, an dem Sportjournalisten für zwei bis drei Jahre geparkt werden, wenn sie innerbetrieblich derart viel Schaden angerichtet haben, daß Abschiebung und Zwangseinweisung dringend nötig scheinen.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Wer dazu verdonnert wird, sich mit dem SV Ried und dem Kapfenberger SV auseinanderzusetzen, muß Sachen angestellt haben, die mindestens von Hurenbesuch auf Kosten des Senders bis zu heimtückischem Mord reichen; und niemand begibt sich freiwillig in solche Gefilde, wenn er parallel dazu dem heimischen Landesligisten beim Kicken zusehen könnte, sofern man denn – aus welchen dubiosen Gründen auch immer - unbedingt Provinz und schlechten Fußball geboten haben will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Meinen ersten Kontakt mit dem österreichischen Fußball hatte ich 2008, ich war in Mexiko unterwegs und traf auf zwei österreichische Medizinstudenten, die sich, wie für Männer so üblich, beim Erstgespräch sofort um die Klärung der persönlichen Fangrenzen bemühten; "Fußball geht immer", oder so ähnlich. Während ich zu Protokoll gab, daß ich mein Herz an den MSV Duisburg verschwenden würde, antwortete einer von ihnen: "Das ist doch diese graue Maus des Ruhrgebiets, oder?", womit er sich meiner Sympathien sicher sein konnte.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Es war damals, als mir auffiel, daß der Österreicher wohl lieber von anderen Dingen schwärmt, zumindest die angehenden Kittel in Weiß philosophierten lieber über die Schnelligkeit der englischen Liga als über den einheimischen Fußball. Als ich nachfragte, ob es in dieser Hinsicht Bemerkenswertes von daheim zu berichten gäbe, schüttelten beide mit dem Kopf, bevor einer der beiden das Thema wechselte und davon erzählte, wie er Kokain am Strand von Puerto Escondido aufgetrieben hätte ("I hob gedocht, i explodier!"). Eine veritable Drogenproblematik schien ihm sinnvollerer Gesprächsstoff zu sein, zumindest sinnvoller als sich mit den wirklich unsinnigen Themen abgeben zu müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Wahrscheinlich ist das Derby Rapid gegen Austria die einzig bemerkenswerte Konstellation, derer es sich zu widmen lohnt, und in einem Schattenreich aus Fritzl, Haider, Hitler und sonstiger Provinz scheint zumindest dieses Duell so etwas wie kulturellen Glanz auszustrahlen.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Bis heute leidet der österreichische Fußball offenkundig daran, daß man immer noch Hans Krankl zum Volkshelden erklären muß, wen auch sonst, andere gibt’s schließlich nicht, und niemand weiß, was passiert, wenn Hans Krankl tatsächlich mal das Zeitliche segnet. Trotz seiner Gotthaftigkeit konnte aber auch er den österreichischen Fußball nicht retten, im Anschluß an Cordoba wurde man von Ungarn bis Slowenien von allen verprügelt.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Kein Wunder also, daß sich einige Schreiberlinge zusammentrafen, um die Geschichte dieser Partie in all ihren Facetten nachzuzeichnen, das Wenige, was man hat, sollte man schließlich pflegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Als Bewohner des Ruhrgebiets dürfte einen ein Buch mit dem Titel: "Alles Derby!" in keinster Weise faszinieren, und daß es schlußendlich dann doch funktioniert, hat wohl damit zu tun, daß sich hier eine Phalanx von Autoren aufgemacht hat, um bild- und wortreich dieses Duell durch die Historie zu jagen.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Von "papierenen" Austria-Stürmern ist dort die Rede, von ungeklärten Todesfällen, und der Meisterschaft der Rapidler im Nazideutschland, als ihr Exportprodukt fröhlich auf dem Burgplatz herumwinkte und die alte, neue Heimat grüßte. Von Fans bis Polizei reicht die Kette jener, die sich zu dieser Partie äußern, oral history steht neben Zeitungsausschnitten, von Mäzenen, Platzstürmen, Auf- und Niedergang wird dort gesprochen.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Es sind all diese Anekdoten und Geschichte, die einen dann doch in das Buch ziehen. Wo sonst hätte ich erfahren, daß der Fußballgott Krankl einstmals mit dem Song "Der Bätmän bin i" die österreichischen Charts aufmischte - wahrscheinlich der zweitgrößte Erfolg seiner Karriere, wenn nicht gar der größte -, und wo sonst hätte ich nachlesen können, daß die Austria tatsächlich so dumm war, Christoph Daums Rückfall zurück an die Linie mit einzuleiten, Rapid aber mit Lothar Matthäus umgehend ausgleichen konnte?&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Spätestens als ich mich dabei ertappte, wie ich anfing, Sympathien für die einen und Antipathien für die anderen zu empfinden, war klar, daß ich diesen Klotz nicht mehr außer Acht lassen konnte. Um es kurz zu machen: Für Rapid sprach alles, für Austria nahezu nichts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Es ist bemerkenswert, wie das Autorenkollektiv die Geschichte dieses Spiels beschreibt, dabei Zeitzeugen und Journalisten neben Historie stellt, Spieler analysiert und porträtiert, sich die Bälle zuschiebt, Fäden wieder aufnimmt und woanders weiterspinnt. Aber als alle Derby-Facetten dann mit der letzten Seite beleuchtet wurden, fragte ich mich, ob man diesem Buch ein weiteres über den österreichischen Fußball folgen lassen sollte.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Zu groß ist vielleicht die Last, die weitere Autoren auf sich nehmen, wenn sie wirklich über den SV Ried und den Kapfenberger SV schreiben müssen, und was die liebevolle Aufbereitung und Lebendigmachung angeht, werden sich auch in Zukunft viele Bücher an diesem messen müssen.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Oder, übersetzt: "Alles Derby!" ist das "I wer narrisch!" der österreichischen Fußballiteratur, der Hans Krankl der Bibliophilen. Aber in beiden Fällen gilt: Der nächste kann gerne kommen.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&#xD;
&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;Schütz/Jacono/Marschik (Hrsg.): Alles Derby!&lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;img height="111" width="80" src="http://www.evolver.at/static/ratingImages/17809.jpg" /&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &amp;Oslash;&amp;Oslash;&amp;Oslash;&amp;Oslash;&amp;Oslash;&#xD;
    &lt;br /&gt;100 Jahre Rapid gegen Austria&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;Die Werkstatt GmbH (Ö 2011)&lt;/p&gt;&#xD;
  &#xD;
  &lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Alles-Derby-Jahre-Rapid-Austria/dp/3895337870/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1327161567&amp;sr=1-1/evolver-21" target="_blank"&gt;Das Buch bei Amazon&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</description>
      <pubDate>Wed, 25 Jan 2012 06:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>http://www.evolver.at/print/alles_derby_100jahre_rapid_gegen_austria/</guid>
      <dc:creator>Michael Wildberg</dc:creator>
      <dc:date>2012-01-25T06:00:00Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Literatur_ Deon Meyer - Rote Spur</title>
      <link>http://www.evolver.at/print/Deon_Meyer_Rote_Spur/</link>
      <description>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;Böse Befindlichkeiten&lt;/h1&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
   &lt;img height="175" width="223" src="http://www.evolver.at/static/storyImages/17797/titel-3.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&#xD;
   Vier Geschichten, die der südafrikanische Autor in seinem neuen Buch wie beiläufig zu einem packenden Thriller verknüpft.&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p class="first"&gt;Der NIA, der nationale Nachrichtendienst Südafrikas, soll aufgelöst werden und mit anderen Behörden zu einem Supergeheimdienst fusionieren. Doch die Direktorin Janina Mentz wittert eine Chance, die Eigenständigkeit ihres Nachrichtendienstes zu erhalten, als ihre Spione über Diamantenschmuggler und Waffenschieber auf die Spur von Islamisten kommen, die im Vorfeld der Fußball-WM 2010 einen terroristischen Anschlag planen.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Etwa zur gleichen Zeit erhält Lemmer, der aus Deon Meyers "Weißer Schatten" bekannte Bodyguard, einen ungewöhnlichen Auftrag: Diesmal soll er keine Menschen beschützen, sondern zwei der seltenen Spitzmaulnashörner auf ihrem Weg von Simbabwe in ein neues, schützendes Reservat im südafrikanischen Outback. Als ihm unterwegs aber eine ebenso berüchtigte wie brutale Straßenbande auflauert und er obendrein von seinem Auftraggeber gelinkt wird, gilt seine Sorge nicht mehr nur dem Arten-, sondern auch seinem eigenen Schutz.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Nicht viel später faßt die jahrelang von ihrem Mann und ihrem Sohn erniedrigte Milla Strachan einen Entschluß. Sie will ihr Leben neu sortieren, sucht sich eine eigene Wohnung und findet einen neuen Job: ausgerechnet beim südafrikanischen Geheimdienst NIA, wo sie verstrickt wird in einen seltsamen Fall von Schmuggel, Diebstahl - und unverhoffter Liebe, die ihr neues Leben auf den Kopf stellt, mehr als sie erhofft hat.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Kurz darauf quittiert der aus "Der traurige Polizist" bekannte Mat Joubert seinen ernüchternden Dienst als Kommissar und beginnt einen Job als Privatdetektiv. Sein Auftrag: den spurlos verschwundenen Gatten von Tanja Flint finden, einen Bertriebsleiter bei den Busbetrieben Kapstadts. Ein unscheinbarer Mann, der eigentlich eine glückliche Ehe führte, dennoch der Versuchung nicht widerstehen konnte - und sich dabei mit den falschen Leuten einließ.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Eigentlich sind es vier eigenständige Geschichten über vier von Angst, Schuld, Sühne und Resignation getriebene Menschen, die der südafrikanische Autor Deon Meyer in seinem neuen Roman erzählt. "Rote Spur" ist deshalb auch in vier unabhängige Teile gegliedert, die Meyer dennoch auf faszinierende Weise, immer wieder nur durch kleine, unscheinbare Zufälle, miteinander zu verknüpfen weiß - ohne daß er sie für seine Protagonisten zu einem alles vereinenden, auflösenden Happy-End führt.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Was nur konsequent ist, denn so wie die Figuren nach über 600 Seiten vor offenen Fragen stehen, blickt der Leser auf ein vordergründig schillerndes, nach einem seit Jahren währenden Wandel aber zutiefst zerrissenes Land. Dieses ist bei Deon Meyer freilich nicht so blutig und brutal wie bei beispielsweise einem Roger Smith. Anders als Smith setzt Meyer nach wie vor seine Hoffnung auf das "Gute" der südafrikanischen Seele. Was nicht bedeutet, daß er seine Finger nicht in die Wunden legt, die auch zwei Jahrzehnte nach Ende der Apartheid am Kap noch schwären.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Das Resultat ist ein vielschichtiger, packender, großartiger Roman.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&#xD;
&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;Deon Meyer: Rote Spur&lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;img height="137" width="80" src="http://www.evolver.at/static/ratingImages/17808.jpg" /&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &amp;Oslash;&amp;Oslash;&amp;Oslash;&amp;Oslash;&amp;Oslash;&#xD;
    &lt;br /&gt;Trackers&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;Rütten &amp;amp; Loening (D 2011)&lt;/p&gt;&#xD;
  &#xD;
  &lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Rote-Spur-Roman-Deon-Meyer/dp/3352008108/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1327336018&amp;sr=8-1/evolver-21" target="_blank"&gt;Das Buch bei Amazon&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Rote-Spur-Roman-ebook/dp/B005ZF27NI/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;qid=1327336018&amp;sr=8-2/evolver-21" target="_blank"&gt;Die Kindle-Edition bei Amazon&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Rote-Spur-Deon-Meyer/dp/3862311228/ref=sr_1_3?ie=UTF8&amp;qid=1327336018&amp;sr=8-3/evolver-21" target="_blank"&gt;Das Audiobook bei Amazon&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</description>
      <pubDate>Tue, 24 Jan 2012 06:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>http://www.evolver.at/print/Deon_Meyer_Rote_Spur/</guid>
      <dc:creator>Marcel Feige</dc:creator>
      <dc:date>2012-01-24T06:00:00Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Kolumnen_ Zapped</title>
      <link>http://www.evolver.at/kolumnen/zapped20/</link>
      <description>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;Hast keinen Basilikum?&lt;/h1&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
   &lt;img height="200" width="160" src="http://www.evolver.at/static/storyImages/17801/titel-4.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&#xD;
   Die Zutaten für eine gelungene Kochshow: ein Eßlöffel Kräuter, ein hungriger Zuschauer, ein Spritzer Dekadenz - und schon haben wir den Salat. Wer kann’s nachmachen?&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p class="first"&gt;Neulich beim Essen mit Freunden wurde folgende, vernichtende Frage an die Gastgeberin, also mich, gestellt: "Hast keinen Basilikum?" Hatte ich, sicher, hat doch jeder. Und mit selbstbewußtem Grinsen schob ich die 2006er-Edition Marke Trockenpulver über den Tisch.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Na, mehr hab ich nicht gebraucht! Schon erhob sich die Küchenpolizei und schleuderte mir geballte Essensregeln ins Gesicht. Und das schlief mir sofort ein, und zwar beim Wort "frisch". Bei "Im Billa rechts vor dem Obst" lag mein Gesicht bereits im Koma, und für tot erklärt wurde es bei "regional".&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Zu diesem Zeitpunkt war ich froh, daß ich das Maggi weggelassen habe – da hat mich der Hausverstand gut beraten. Aber getrocknetes Basilikum? Wie komm ich bloß auf die schwachsinnige Idee, mein Basilikum nicht selbst zu rupfen, zu gießen, wachsen zu sehen und es auf eine Privatschule zu schicken?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Die Antwort liegt auf der Hand: Ich hab zu wenig Kochshows gesehen. Das liegt daran, daß ich hungrig nicht fernschauen mag und meistens hungrig werde, wenn ich Kochshows sehe. Oder noch fataler: Ich bin schon hungrig und schau mir dann begeisterte Küchenchefs an, wie sie unisono "Mhmmmm" machen und über die Vorteile von linksgedrehtem Camembert schwadronieren.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Und dann zupft mich mein Magen am Ärmel und verlangt jetzt, auf der Stelle, nach ebenjenen Menüs, die stets locker-flaumig aus dem Ofen kommen, drinnen weich schmelzend, außen knusprig und immer, immer in 15 Minuten fix und fertig. Weitere 15 Minuten vergehen zwar mit der Aussprache des Locker-Flaumigen, weil jedes Blättchen Oregano zu Recht einen Platz auf der Speisekarte verdient hat, aber dann wird endlich serviert - jedem Gast in der Kochsendung, nur leider mir nicht, dabei hätt’ ich schon die Serviette umgebunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Anderen Leuten beim Kochen zuzusehen ist schon schlimm genug, aber müssen sie auch noch essen? Da hilft’s nix, daß ich meinen Magen trösten will - das ist bloß der Futterneid, wir sind gar nicht hungrig –; der knurrt nur.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Soll er doch kochen lernen, vielleicht bei Jamie, das geht wenigstens schnell, nur 15 Minuten. Außerdem hat der einen ganzen Kräutergarten samt Vogelscheuche in seiner 400 Quadratmeter-Küche, den hat er sicher vom Billa gleich rechts vor dem Obst. Wie peinlich, daß meine Küche keinen Kräutergarten beherbergen kann. Wie peinlich, daß ich bis jetzt dachte, rechts vor dem Obst stehen Blumen. So kann ich nicht weiterleben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Das wichtigste Utensil jeder guten Kochshow ist das Messer. Ohne das geht gar nichts und vor allem nicht schnell. Immer wieder wird den Experten am Herd die Messertechnik ans Herz gelegt: Ja nicht zu heiß waschen, ja nicht in den Geschirrspüler, und wenn, dann nur bei 30 Grad für Feines.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Aber was nützt das schärfste Messer, wenn ich nicht weiß, wohin damit? Jamie macht es vor: Zwiebel schneiden für Anfänger. Ganz easy schaut’s aus beim Engländer, zack zack, immer locker aus dem Handgelenk und rein in die Pfanne. Bei mir geht’s noch einfacher: Zack zack, immer locker ins Handgelenk und rein ins Spital. In nur 15 Minuten!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Eigentlich sollte ich jetzt weiterzappen, aber ich bleib dran, jetzt will ich genau wissen, wie der Butterkringel auf dem Martinigansl schmilzt. Das kann er gut, das hat er geübt, da gehen wir gleich mit der Kamera ganz nah hin und schauen ihm zu, wie er genüßlich über die knusprig braune Hülle rutscht – mhmmm, buttrig ...&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Aber spulen wir zurück: Leider hab ich den Teil mit dem Ausnehmen nicht ganz durchschaut. Ich soll WO hineingreifen, um WAS rauszuholen?? Da pfeif ich auf die Maronifülle – was in der Gans ist, bleibt in der Gans. Mein Magen wird es mir nie verzeihen: "Butterkringel!!" schreit er verzweifelt, in der Hoffnung, die Unbelehrbare zu belehren. Ich knurre nur.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Zur Ablenkung bau’ ich mir Luftschlösser: Ich muß nicht kochen können, um mich zu ernähren. Ich hab’ was Besseres zu tun, als Brotkreise dünn mit Butter zu bestreichen und mit dem Messer zu einem Schirmchen zu formen. Ich bin auch dann ein guter Steuerzahler, wenn ich keine Schrägflächen-Multireibe habe. Ich bin nicht faul, nur weil ich meine Nudeln nicht selbst drehe.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Und es geht mir total am Popo vorbei, daß der Lanz jetzt ein ganz authentisches Rehpflanzerl mit Apfelspalten, Waldpilzen und Rühreibrot gekocht hat – wo bleibt eigentlich die Zensur, wenn man eine braucht? Im Fernsehen dürfen Köche ungeniert das brutzeln, was das Auge sehnlichst mitessen will, aber wehe, in der U-Bahn lutscht irgendein armes Würstel ein Salzstangerl, wird schon aufgeschrien wegen der Belästigung. Selber schuld, wenn er keinen Basilikum mithat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Meiner blüht übrigens wie der frische Morgentau. Ich nenne ihn Franzi – mein Magen mag ihn.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</description>
      <pubDate>Mon, 23 Jan 2012 06:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>http://www.evolver.at/kolumnen/zapped20/</guid>
      <dc:creator>Nina Munk</dc:creator>
      <dc:date>2012-01-23T06:00:00Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Musik_ Neujahrskonzerte und Beethoven-Neuaufnahmen</title>
      <link>http://www.evolver.at/musik/beethoven_neujahr2012/</link>
      <description>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;Höhepunkte und Resteverwertung&lt;/h1&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
   &lt;img height="229" width="200" src="http://www.evolver.at/static/storyImages/17792/titel-1.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&#xD;
   Sony Classical brachte nach dem Jahreswechsel 2012 nicht nur das exquisite Neujahrskonzert mit Mariss Jansons heraus, sondern auch eine CD/DVD-Box mit den "Best ofs" aller bisherigen Neujahrskonzerte. Zugleich haben die Wiener Philharmoniker hier eine Plattenfirma gefunden, die ihren schwachen Thielemann-Beethoven-Zyklus nun auf CD brannte.&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p class="first"&gt;Der lettische Dirigent Mariss Jansons brachte - nach derem schwachen Neujahrskonzert 2011 - die Wiener Philharmoniker diesmal endlich wieder zum Erblühen. Mit einer gut kalkulierten Mischung aus bekannten und weniger bekannten Stücken erarbeitete sich der akribisch genaue Maestro ein Kaleidoskop von Klangfarben bis ins letzte Detail. Als Referenz an seine Heimat sind auf der Aufnahme "Neujahrskonzert 2012" sogar zwei Piecen aus Tschaikowskis Ballett "Dornröschen" enthalten.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Unter dem Titel "Höhepunkte der Neujahrskonzerte" sind auf drei CDs und einer DVD die Maestri Karajan, Kleiber, Maazel und Mehta zu hören und zu sehen (Karajans Neujahrskonzert 1987 findet sich auf der DVD). Man muß die Konzerte dieser Legenden nicht noch einmal beschreiben; bis auf das von Mehta waren alle hier enthaltenen unvergeßlich und unvergleichlich. Lorin Maazels legendäres Neujahrskonzert 1996 ist mit den besten Stücken auf den Silberscheiben verewigt. Vor allem Johann Strauß’ Landler "Die Naßwalderin", bei dem der amerikanische Dirigent zeigte, daß er ein ebenso großartiger Violinist wie Dirigent ist, ist nach wie vor ein Erlebnis: unglaublich, welchen Stimmungs- und Klangrausch man hier zu hören bekommt.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Carlos Kleibers erstes Neujahrskonzert (1989) war eine ebensolche Sternstunde wie Karajans (leider) einziges Neujahrskonzert im Jahre 1987. Und nicht jeder österreichische Dirigent ist automatisch ein solches Genie, wie es Karajan gewesen ist. Das wurde beim Neujahrskonzert 2011 auf besonders traurige Weise vorgeführt (und wird sich 2013 hoffentlich nicht wiederholen). Vielleicht überlegen sich die Wiener Philharmoniker zur Abwechslung wieder eine etwas weniger provinzielle Besetzungspolitik. Sie könnten ja beispielsweise auf ältere Dirigenten zurückgreifen, deren Schaffensperiode eventuell etwas früher ablaufen wird.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Nicht jedes berühmte Orchester und jeder Stardirigent produzieren automatisch ein musikalisches Ereignis - wie man am Beethoven-Zyklus mit den Philharmonikern unter Christian Thielemann hört. Nachdem die Universal (fast zu Recht) von diesem Projekt abgesprungen ist, hatte die philharmonische "Herbergssuche" insofern Erfolg, als daß Sony Classical jetzt auf sechs CD und einer DVD ("Making van Beethoven") die neun Symphonien herausbrachte.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Nach Böhm, Bernstein, Abbado und Rattle ist Thielemann nun der fünfte und auch schwächste Dirigent all dieser Gesamtaufnahmen. Der deutsche Maestro, ein ansonsten hochbegabter und begnadeter Dirigent, lieferte mit dem Wiener Meisterorchester stellenweise geradezu eine "Nicht-Interpretation". Selten noch haben ein Dirigent und ein Orchester so wenig zum Thema Beethoven zu sagen vermocht. Phasenweise finden sich zwar interessante Momente, die dann jedoch wieder durch unpräzise Akkorde zerstört werden, bis dann im Finale der neunten Symphonie die Piccoloflöte so wild "hineinpfeift", daß man auf der CD gar nichts mehr anderes hören kann. Man hat Schillers "Ode" eindeutig schon freudvoller vernommen ...&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Was lernen wir (und hoffentlich auch die Philharmoniker) daraus? Technisch perfekt allein ist nicht genug - manchmal ist auch Klangkultur gefragt!&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&#xD;
&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;Neujahrskonzert 2012&lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;img height="73" width="80" src="http://www.evolver.at/static/ratingImages/17793.jpg" /&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &amp;Oslash;&amp;Oslash;&amp;Oslash;&amp;Oslash;&amp;Oslash;&#xD;
    &lt;br /&gt;Live-Mitschnitt aus dem Musikverein in Wien vom 1. Jänner 2012&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;Wiener Philharmoniker/Mariss Jansons&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Sony Classical (D 2012)&lt;/p&gt;&#xD;
  &#xD;
  &lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Neujahrskonzert-2012-Mariss-Jansons/dp/B005WQ4FDU/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1326712322&amp;sr=8-1/evolver-21" target="_blank"&gt;Die Doppel-CD bei Amazon&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;Legendary Moments from the New Year’s Concerts&lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;img height="72" width="80" src="http://www.evolver.at/static/ratingImages/17794.jpg" /&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &amp;Oslash;&amp;Oslash;&amp;Oslash;&amp;Oslash;&amp;Oslash;&#xD;
    &lt;br /&gt;Höhepunkte der Neujahrskonzerte&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;Wiener Philharmoniker/Karajan, Kleiber, Maazel, Mehta&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Sony Classical (D 2011)&lt;/p&gt;&#xD;
  &#xD;
  &lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/H%C3%B6hepunkte-Neujahrskonzerte-Legendary-moments-concert/dp/B005D4Y70M/ref=sr_1_1?s=music&amp;ie=UTF8&amp;qid=1326712525&amp;sr=1-1/evolver-21" target="_blank"&gt;Die Disc-Box bei Amazon&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;Thielemann - Beethoven Symphonies&lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;img height="82" width="80" src="http://www.evolver.at/static/ratingImages/17795.jpg" /&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &amp;Oslash; 1/2&#xD;
    &lt;br /&gt;Gesamtaufnahme der neun Symphonien&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;Wiener Philharmoniker/Christian Thielemann&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Wiener Singverein&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Solisten: Annette Dasch, Mihoko Fujimara, Piotr Beczala, Georg Zeppenfeld&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Sony Classical (D 2011)&lt;/p&gt;&#xD;
  &#xD;
  &lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Sinfonien-inkl-Bonus-DVD-Annette-Dasch/dp/B005D4Y522/ref=sr_1_1?s=music&amp;ie=UTF8&amp;qid=1326712902&amp;sr=1-1/evolver-21" target="_blank"&gt;Die Disc-Box bei Amazon&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</description>
      <pubDate>Sun, 22 Jan 2012 06:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>http://www.evolver.at/musik/beethoven_neujahr2012/</guid>
      <dc:creator>Herbert Hiess</dc:creator>
      <dc:date>2012-01-22T06:00:00Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Texte_ Peter Stöger</title>
      <link>http://www.evolver.at/stories/peter_stoeger_polyphem_notizen_036/</link>
      <description>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;Das Monokel des Polyphem - Notizen (36)&lt;/h1&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
   &lt;img height="265" width="180" src="http://www.evolver.at/static/storyImages/17710/titelbild.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&#xD;
   Sein literarisches Opus magnum blieb unvollendet. Der EVOLVER präsentiert nun die betreffenden Studien des 1997 verstorbenen Künstlers. Seien Sie gewarnt: Eine Sprache, die "herrschende Textgewohnheiten ignoriert und unter Verwendung pseudoklassischer Formen individuelle, skurrile und anarchische Inhalte" vermittelt, ist nicht jedermanns Sache.&#xD;&lt;br /&gt;Halten Sie Ihren Homer griffbereit und "den Sphinkter im Zaum"!&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p class="first"&gt;&lt;em&gt;In den Jahren 1982 bis 1987 veröffentlichte Peter Stöger sechs schmale Bände mit Vorarbeiten zum "Monokel des Polyphem"; eine ausführliche Introduktion zum Thema finden Sie &lt;a href="http://www.evolver.at/stories/peter_stoeger/" target="_blank"&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;&lt;em&gt;Wir bringen dieses brillante Textkonvolut, exklusiv und erstmals im Internet, als fortgesetzte Serie in lesefreundlichen Abschnitten - und zwar als Faksimile, da Typographie (und stellenweise Graphik) eine seitens des Autors gewählte Einheit bilden.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;[ &lt;a href="http://www.evolver.at/stories/peter_stoeger_polyphem_notizen_035/" target="_blank"&gt;&amp;lt;&amp;lt; zur vorigen Folge&lt;/a&gt; ]&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;img class="floatleft" src="http://www.evolver.at/static/storyImages/17710/seite-16_17-klein.jpg" alt="" width="563" height="1469" /&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Daß Exegese eine heikle Sache ist, haben wir bereits in der &lt;a href="http://www.evolver.at/stories/peter_stoeger_polyphem_notizen_001/" target="_blank"&gt;ersten Folge&lt;/a&gt; erörtert.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Immerhin lassen sich hier und heute Stellen, die man nicht versteht, umstandslos nachschlagen.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Erläuterungen des Verfassers selbst - aus der Kommunikation mit seiner Gefährtin tradiert - finden sich fast nur zum ersten Band (hier: &lt;a href="http://www.evolver.at/stories/peter_stoeger_polyphem_notizen_001/" target="_blank"&gt;Folge 1&lt;/a&gt; bis &lt;a href="http://www.evolver.at/stories/peter_stoeger_polyphem_notizen_015/" target="_blank"&gt;Folge 15&lt;/a&gt;). Es zahlt sich aus, dort nachzulesen, um einen Einblick in die Arbeitsweise des Künstlers zu bekommen.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Nächste Woche geht es hier weiter. Für heute verabschieden wir uns wie immer mit den Worten des Autors:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"Ja, die Grausbirnen werden ihnen aufsteigen - ich hoff's - und es g'schieht ihnen recht."&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&#xD;
&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;Peter Stöger&lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;img height="108" width="80" src="http://www.evolver.at/static/ratingImages/17716.jpg" /&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &#xD;
    &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;1939 - 1997&lt;/p&gt;&#xD;
  &#xD;
  &lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.austria-lexikon.at/af/Wissenssammlungen/Bibliothek/Peter%20St%C3%B6ger%20Biographie" target="_blank"&gt;Biographie des Künstlers im Austria Forum&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;Peter Stöger: das monokel des polyphem - notizen&lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;img height="117" width="80" src="http://www.evolver.at/static/ratingImages/17719.jpg" /&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &#xD;
    &lt;br /&gt;Band 3&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;Vergriffen.&lt;br /&gt;Im Sammelband herausgegeben bei:&lt;br /&gt;Österreichischer Kunst- und Kulturverlag (Ö 2007)&lt;br /&gt;ISBN 9783854372974&lt;/p&gt;&#xD;
  &#xD;
  &#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;Peter Stöger: peregrinus - eine introduktion&lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;img height="113" width="80" src="http://www.evolver.at/static/ratingImages/17722.jpg" /&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &#xD;
    &lt;br /&gt;Hrsg.: Helga Schicktanz&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;Österreichischer Kunst- und Kulturverlag (Ö 1998)&lt;/p&gt;&#xD;
  &#xD;
  &lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.kunstundkulturverlag.at/010_Seiten/Vertikal_Menue/010_Buecher/00_S/Stoeger_P_Peregrinus_Normal.html" target="_blank"&gt;Das Buch beim Verlag&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</description>
      <pubDate>Fri, 20 Jan 2012 06:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>http://www.evolver.at/stories/peter_stoeger_polyphem_notizen_036/</guid>
      <dc:creator>EVOLVER-Redaktion</dc:creator>
      <dc:date>2012-01-20T06:00:00Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Kino_ The Artist</title>
      <link>http://www.evolver.at/kino/The_Artist/</link>
      <description>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;Schweigen ist Gold&lt;/h1&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
   &lt;img height="242" width="180" src="http://www.evolver.at/static/storyImages/17528/titel.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&#xD;
   In seinem jüngsten Film hat sich der französische Regisseur Michel Hazanavicius der Stummfilmära gewidmet, einer der interessantesten und auch bedeutendsten Epochen der Filmgeschichte. Dabei ist sein "The Artist" nicht nur ein Zeitkolorit des Wandels vom Stumm- zum Tonfilm im Speziellen, sondern zugleich noch eine liebevolle Hommage an das Kino im allgemeinen.&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p class="first"&gt;Zweifellos hielt die Stummfilmära einen großen Trumpf für die Schauspieler und Schauspielerinnen bereit: Ihre Herkunft war egal. Ob Deutscher oder Ungarin, es spielte keine Rolle, ob die Darsteller Englisch mit Akzent sprachen oder die Sprache überhaupt beherrschten. Das Publikum hörte sie ja nicht und störte sich folglich nicht daran.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Mit Beginn der Tonfilmära im Jahr 1927 änderte sich das jedoch. Einst populäre Stars wie die Ungarin Vilma Bánky wurden nach wenigen Versuchen aufgrund ihres Akzents abgesägt. Selbst der US-amerikanische Star Norma Talmadge schaffte nicht den Sprung zu den "talkies", angeblich wegen ihres starken Brooklyn-Akzents.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;&lt;img class="floatleft" src="http://www.evolver.at/static/storyImages/17528/01.jpg" alt="" width="227" height="167" /&gt;Talmadge war im übrigen die Vorlage für Billy Wilders Meisterwerk "Sunset Boulevard", in welchem Gloria Swanson einen gefallenen und sich selbst zugrunde richtenden Filmstar spielte. Und in gewisser Weise dient Wilders Film zumindest thematisch Hazanavicius als Vorbild, ereilt den Stummfilm-Heroen George Valentine (Jean Dujardin) schließlich dasselbe Schicksal.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Beliebt und bewundert wird Valentine, von Medien wie Fans umgarnt. Als ihn sein Produzent (John Goodman) 1929 dazu drängt, auf Tonfilm umzusatteln, winkt der Star lachend ab. Da er den Weg des Studios nicht mitgehen will, wird Valentine ausgebootet. Kurzerhand dreht er daraufhin seinen eigenen Film - als Drehbuchautor, Produzent, Regisseur und Darsteller in Personalunion.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Er sei keine Marionette, sondern ein Künstler, verkündet er. Wie sich jedoch bald herausstellt, hat er die Wünsche des Publikums unterschätzt. Schließlich kamen damals - Mitte der 1920er - die "talkies" auf, weil die Zuschauerzahlen stagnierten. Stummfilme gehörten einer anderen Zeit an; und Valentine in ebendiese.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Was sein Niedergang ist, bildet den Startschuß für andere. Darunter auch Peppy Miller (Bérénice Bejo), der Valentine eher per Zufall den Einstieg ins Busineß ermöglicht hat und die nach einigen Nebenrollen zum neuen Aushängeschild des Studios avanciert. So startet ihr Hauptrollen- und Tondebüt parallel mit Valentines letztem Film - pure Ironie.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;&lt;img class="floatright" src="http://www.evolver.at/static/storyImages/17528/03.jpg" alt="" width="227" height="167" /&gt;Fortan stehen sich ihre Karrieren diametral gegenüber. Während Peppy die Rolle übernimmt, die Valentine zuvor ausgefüllt hat, muß dieser sein Vermögen veräußern und in ein kleineres Haus ziehen. Als er nach seinem Besitz auch noch seinen Chauffeur und Mädchen-für-alles (James Cromwell) aufgibt, bleibt ihm nur noch sein treuer Filmhund.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Auch hier zeigen sich wieder Parallelen zu Wilder, wenn Hazanavicius dessen "The Lost Weekend" zitiert, als sich Valentine im Suff zu verlieren beginnt. Inzwischen ist er der einzige, der seine Filme anschaut - projiziert an die eigenen vier Wände seines Hauses. Ein Relikt einer alten und besseren Zeit. "Du warst dumm und du warst stolz", kommt er schließlich zur späten Einsicht.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Zur Verdeutlichung von Valentines Zerrissenheit bedient sich Hazanavicius zudem einer ausgewählten Bildsprache - hier im wortwörtlichen Sinne. Während eines Streits mit seiner Lebensgefährtin Doris (Penelope Ann Miller) fragt diese Valentine, warum er nicht bereit sei, zu sprechen. Was sich sowohl auf den von ihm schweigend hingenommenen Streit wie seine sture Karriereentscheidung münzen läßt.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Zugleich ist die Entscheidung des französichen Regisseurs, einen Film über Stummfilme auch als solchen zu inszenieren, nicht nur Hommage, sondern auch Mittel zum Zweck.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;&lt;img class="floatleft" src="http://www.evolver.at/static/storyImages/17528/02.jpg" alt="" width="227" height="167" /&gt;Bemerkenswert ist eine Szene, in der Valentine glaubt, seine Stimme verloren zu haben, während seine Umgebung Tonalität erhält. Kongenial wird die Angst vor dem Ton durch dessen bloße Anwesenheit repräsentiert. Mit den Schwarzweißbildern in 1.37:1 - zwischen 1931 und 1953 das primäre Bildformat in Hollywood - gewinnt "The Artist" so an Atmosphäre.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Dennoch ist der Film nicht so sehr eine Geschichte über den Wandel im Kino Mitte der 20er, sondern vielmehr eine verhinderte Liebesgeschichte zwischen Valentine und Miller, die zu Beginn durch seine Liaison mit einer anderen und später durch die Verkehrung ihrer Karrieren in Schach gehalten wird.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Dies funktioniert trotz gelegentlicher Längen im Mittelteil und Schluß erstaunlich gut, was sich nicht zuletzt auch dem überzeugenden Spiel von Dujardin (in Cannes als bester Darsteller prämiert) und Bejo verdankt, die bereits unter Hazanavicius' Regie in "OSS 117: Der Spion, der sich liebte" zusammenarbeiteten.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Wenn die Schlußszene erklärt, warum Valentine womöglich den Wechsel zum Ton scheute, schließt der Film wieder an seinen historischen Kontext an. Zwar mag das Sprichwort "Reden ist Silber, Schweigen ist G old" zum Ende der Stummfilmära nicht gestimmt haben, für "The Artist" gilt dennoch: "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte." &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;         &lt;iframe src="http://www.youtube.com/embed/O8K9AZcSQJE" frameborder="0" width="425" height="350"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&#xD;
&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;The Artist&lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;img height="107" width="80" src="http://www.evolver.at/static/ratingImages/17529.jpg" /&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &amp;Oslash;&amp;Oslash;&amp;Oslash;&amp;Oslash;&#xD;
    &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;Frankreich 2011&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;100 Min.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Regie: Michel Hazanavicius&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Darsteller: Jean Dujardin, Bérénice Bejo, James Cromwell u. a.&lt;/p&gt;&#xD;
  &#xD;
  &lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt1655442/" target="_blank"&gt;Der Film auf der IMDb&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</description>
      <pubDate>Thu, 19 Jan 2012 06:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>http://www.evolver.at/kino/The_Artist/</guid>
      <dc:creator>Florian Lieb</dc:creator>
      <dc:date>2012-01-19T06:00:00Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Literatur_ Hermann Neuretter - Der Untergang von Morgentau</title>
      <link>http://www.evolver.at/print/Hermann_Neuretter_Der_Untergang_von_Morgentau/</link>
      <description>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;Kommune der Unseligen&lt;/h1&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
   &lt;img height="125" width="200" src="http://www.evolver.at/static/storyImages/17791/titel-2.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&#xD;
   Was passiert in einem geschlossenen System? Wie interagieren Menschen, die so gut wie keinen Kontakt zur Außenwelt haben? Was kommt, wenn zivilisierte Umgangsformen und Menschlichkeit verschwinden und sich Machtverhältnisse pervertieren? Der österreichische Autor hat eine solche Welt beschrieben ...&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p class="first"&gt;Mittelpunkt des Romans ist der fiktive Ort Morgentau, eine Mischung aus Kommune und sozialtherapeutischem Projekt. Ein Ort, an dem Patienten und Klienten, die aus welchem Grund auch immer aus der Bahn geworfen wurden, auf ein normales Leben "draußen" vorbereitet und Langzeitarbeitslose saisonweise beschäftigt werden. Und wo Außenseiter und Grenzgänger dauerhaft leben, denen die "normale" Welt zu eng und kleinkariert ist.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Wie für solche Projekte üblich, werden in Morgentau Basisdemokratie, Wir-Gefühl, Selbstverwirklichung und Gewaltfreiheit gepredigt und gelebt. Die Ansprüche der Gemeinschaft sind groß; doch die Decke der Zivilisation ist dünn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;&lt;em&gt;"Schreiben tu ich, seitdem ich einen Stift in der Hand halten kann"&lt;/em&gt;, erzählt Hermann Neuretter. Früh hat er damit begonnen, Comics zu zeichnen, die mit Katzen, Hunden, Hasen, Strichmännchen und Menschen bevölkert waren. Als 15jähriger begann er dann richtig zu schreiben. Gelernt hat er aber etwas gänzlich anderes: Neuretter war Bäcker und Buchhändler und ist seit 20 Jahren in diversen sozialen Bereichen (Landesnervenklinik Gugging, Psychosozialer Dienst, Caritas Sozialberatung und aktuell in einem Pflegezentrum) tätig.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Dennoch hat ihn das Schreiben nie losgelassen: &lt;em&gt;"Aus mir fallen permanent Geschichtsbrocken heraus. Es passiert einfach. Ich bin dann mitten in einem Film und schreibe mir das auf"&lt;/em&gt;. Im Schnitt schreibt er zehn Jahre in willkürlicher Reihenfolge an einem Roman. Seine beiden ersten, "Novembertag" und "Der Untergang von Morgentau", hat er rund 30 bis 40 Verlagen angeboten. Weil das zu nichts geführt hat, gründete der engagierte Autor 2010 den Verlag Hoerminat, in dem er auch die Vertriebsarbeit, den Satz und die Covergestaltung selbst erledigt. Beim Lektorat unterstützen ihn Freunde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;"Der Untergang von Morgentau" ist inhaltlich sehr von Neuretters Tätigkeiten im sozialen Bereich beeinflußt. Er berichtet, in seinem Metier durchaus brutale Erfahrungen im Umgang mit Menschen erlebt, seltsame Hierarchiegefüge beobachtet und geschlossene Systeme mit mitunter gefährlichem Eigenleben für die Beteiligten kennengelernt zu haben.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Er selbst verortet seinen Roman im Bereich "Social Fiction". Damit verbindet er Orte, die es eigentlich nicht gibt und die Verhältnisse abbilden, die es in der Realität nicht beziehungsweise nicht in der geschilderten Art und Weise gibt. Und auch wenn der Autor betont, die ganze Story sei völlig überzogen und überzeichnet, so möchte man sich nicht ausmalen, was davon Anleihen aus der selbst erlebten Realität sein könnten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Das Projekt Morgentau liegt in den letzten Zügen. Im Laufe der Jahre haben sich die Ideale verflüchtigt und verflüchtigen sich weiter: Die feministischen und humanistischen Grundsätze verschwinden zusehends, die lockere Moral weicht, zuvor verpöntes Spießertum macht sich breit, die Saisonarbeiter werden ausgebeutet und Gewalt und Korruption nehmen zu.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Da taucht ein Neuer auf. Nick, dessen Part an der Handlung als Ich-Erzählung gebracht wird, befindet sich schon seit längerem auf Wanderschaft, als ihn der Zufall nach Morgentau verschlägt und ein Unfall an das Dorf bindet. Er ist seit langer Zeit der erste, der neu in die Gemeinschaft aufgenommen wird. Das allerdings nur, weil der "Chef" von Morgentau und sein Hofstaat Nick als Objekt einer gelungenen Resozialisierung an Presse und Politik verkaufen wollen.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Doch das ist nicht die einzige Ungeheuerlichkeit, die das Dorf zu bieten hat: Sex, Gewalt, Alkohol, Drogen, Geld, Machtkämpfe, Machtmißbrauch, der Tod und ein Panoptikum seltsamer und unsympathischer Antihelden sind die Komponenten der Story, die sich mehr und mehr radikalisiert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Das ist spannend, bindet den Leser, liest sich zumeist sehr flüssig und hat manch unerwartete Wendung. Sehr schön ist auch die Vielfalt an handelnden Personen mit völlig unterschiedlich ausgeprägten Charakteren.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Weil es die Freunde mit dem Lektorat nicht ganz so ernst zu nehmen scheinen, tauchen mitunter Beistrich- und Grammatikfehler auf. &lt;em&gt;"Ganz fehlerfrei werden beide Bücher nie sein. Ist auch OK für mich"&lt;/em&gt;, so der Verlagsinhaber. Mitunter ist die Sprache etwas zu gekünstelt: "Ich labte mich an ihrem leicht arroganten, leicht lasziven Blick." Da weiß man dann nicht, ob das eine Fortsetzung der inhaltlichen Überzeichnung ist oder nicht. Und stellenweise ist die Story auch ausufernd, einige Passagen wurden wohl aus Freude am Schreiben geschrieben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Fazit? Durchaus lesenswert. Eine mit vertretbaren Abstrichen recht feine Sache!&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&#xD;
&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;Hermann Neuretter: Der Untergang von Morgentau&lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;img height="106" width="80" src="http://www.evolver.at/static/ratingImages/17796.jpg" /&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &amp;Oslash;&amp;Oslash;&amp;Oslash;&#xD;
    &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;Hoerminat (Ö 2011)&lt;/p&gt;&#xD;
  &#xD;
  &lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Untergang-von-Morgentau-Hermann-Neuretter/dp/3950309500/ref=sr_1_fkmr0_1?ie=UTF8&amp;qid=1326729952&amp;sr=8-1-fkmr0/evolver-21" target="_blank"&gt;Das Buch bei Amazon&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.facebook.com/pages/Der-Untergang-von-Morgentau/187530484599861?v=info" target="_blank"&gt;Das Buch bei Facebook&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</description>
      <pubDate>Mon, 16 Jan 2012 06:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>http://www.evolver.at/print/Hermann_Neuretter_Der_Untergang_von_Morgentau/</guid>
      <dc:creator>Martin Zellhofer</dc:creator>
      <dc:date>2012-01-16T06:00:00Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Texte_ Peter Stöger</title>
      <link>http://www.evolver.at/stories/peter_stoeger_polyphem_notizen_035/</link>
      <description>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;Das Monokel des Polyphem - Notizen (35)&lt;/h1&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
   &lt;img height="265" width="180" src="http://www.evolver.at/static/storyImages/17709/titelbild.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&#xD;
   Sein literarisches Opus magnum blieb unvollendet. Der EVOLVER präsentiert nun die betreffenden Studien des 1997 verstorbenen Künstlers. Seien Sie gewarnt: Eine Sprache, die "herrschende Textgewohnheiten ignoriert und unter Verwendung pseudoklassischer Formen individuelle, skurrile und anarchische Inhalte" vermittelt, ist nicht jedermanns Sache.&#xD;&lt;br /&gt;Halten Sie Ihren Homer griffbereit und "den Sphinkter im Zaum"!&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p class="first"&gt;&lt;em&gt;In den Jahren 1982 bis 1987 veröffentlichte Peter Stöger sechs schmale Bände mit Vorarbeiten zum "Monokel des Polyphem"; eine ausführliche Introduktion zum Thema finden Sie &lt;a href="http://www.evolver.at/stories/peter_stoeger/" target="_blank"&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;&lt;em&gt;Wir bringen dieses brillante Textkonvolut, exklusiv und erstmals im Internet, als fortgesetzte Serie in lesefreundlichen Abschnitten - und zwar als Faksimile, da Typographie (und stellenweise Graphik) eine seitens des Autors gewählte Einheit bilden.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;[ &lt;a href="http://www.evolver.at/stories/peter_stoeger_polyphem_notizen_034/" target="_blank"&gt;&amp;lt;&amp;lt; zur vorigen Folge&lt;/a&gt;  ...  &lt;a href="http://www.evolver.at/stories/peter_stoeger_polyphem_notizen_036/" target="_blank"&gt;zur nächsten Folge &amp;gt;&amp;gt;&lt;/a&gt; ]&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;img class="floatleft" src="http://www.evolver.at/static/storyImages/17709/seite-14_15-klein.jpg" alt="" width="563" height="1557" /&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Daß Exegese eine heikle Sache ist, haben wir bereits in der &lt;a href="http://www.evolver.at/stories/peter_stoeger_polyphem_notizen_001/" target="_blank"&gt;ersten Folge&lt;/a&gt; erörtert.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Immerhin lassen sich hier und heute Stellen, die man nicht versteht, umstandslos nachschlagen.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Erläuterungen des Verfassers selbst - aus der Kommunikation mit seiner Gefährtin tradiert - finden sich fast nur zum ersten Band (hier: &lt;a href="http://www.evolver.at/stories/peter_stoeger_polyphem_notizen_001/" target="_blank"&gt;Folge 1&lt;/a&gt; bis &lt;a href="http://www.evolver.at/stories/peter_stoeger_polyphem_notizen_015/" target="_blank"&gt;Folge 15&lt;/a&gt;). Es zahlt sich aus, dort nachzulesen, um einen Einblick in die Arbeitsweise des Künstlers zu bekommen.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt; &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Nächste Woche geht es hier weiter. Für heute verabschieden wir uns wie immer mit den Worten des Autors:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"Ja, die Grausbirnen werden ihnen aufsteigen - ich hoff's - und es g'schieht ihnen recht."&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&#xD;
&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;Peter Stöger&lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;img height="108" width="80" src="http://www.evolver.at/static/ratingImages/17715.jpg" /&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &#xD;
    &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;1939 - 1997&lt;/p&gt;&#xD;
  &#xD;
  &lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.austria-lexikon.at/af/Wissenssammlungen/Bibliothek/Peter%20St%C3%B6ger%20Biographie" target="_blank"&gt;Biographie des Künstlers im Austria Forum&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;Peter Stöger: das monokel des polyphem - notizen&lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;img height="117" width="80" src="http://www.evolver.at/static/ratingImages/17718.jpg" /&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &#xD;
    &lt;br /&gt;Band 3&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;Vergriffen.&lt;br /&gt;Im Sammelband herausgegeben bei:&lt;br /&gt;Österreichischer Kunst- und Kulturverlag (Ö 2007)&lt;br /&gt;ISBN 9783854372974&lt;/p&gt;&#xD;
  &#xD;
  &#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;Peter Stöger: peregrinus - eine introduktion&lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;img height="113" width="80" src="http://www.evolver.at/static/ratingImages/17721.jpg" /&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &#xD;
    &lt;br /&gt;Hrsg.: Helga Schicktanz&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;Österreichischer Kunst- und Kulturverlag (Ö 1998)&lt;/p&gt;&#xD;
  &#xD;
  &lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.kunstundkulturverlag.at/010_Seiten/Vertikal_Menue/010_Buecher/00_S/Stoeger_P_Peregrinus_Normal.html" target="_blank"&gt;Das Buch beim Verlag&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</description>
      <pubDate>Fri, 13 Jan 2012 06:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>http://www.evolver.at/stories/peter_stoeger_polyphem_notizen_035/</guid>
      <dc:creator>EVOLVER-Redaktion</dc:creator>
      <dc:date>2012-01-13T06:00:00Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Literatur_ Amanda Kyle Williams - Cut</title>
      <link>http://www.evolver.at/print/williams_cut/</link>
      <description>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;Fadenscheiniges Flickwerk&lt;/h1&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
   &lt;img height="196" width="200" src="http://www.evolver.at/static/storyImages/17769/titel-2.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&#xD;
   Wer hübsche Bettvorleger verkaufen kann, fädelt deswegen noch lange keine gute Thrillerstory ein – wie das Debüt dieser US-Autorin beweist.&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p class="first"&gt;In gewisser Weise ist die Arbeit eines guten Thrillerautors der eines Teppichherstellers nicht unähnlich: Beide brauchen zwei, drei gute Fäden, die sie über einen längeren Zeitraum hinweg zu einem ansehnlichen Produkt verknüpfen, von dem der Betrachter sein Auge nicht mehr lassen möchte. In gewisser Weise. In Wahrheit liegen Welten zwischen beiden Jobs, wie am Beispiel Amanda Kyle Williams deutlich wird.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Die US-Autorin verkaufte viele Jahre lang Teppiche, bevor sie beschloß, ihrem Leben eine neue Wendung zu geben. Nun, mit ihrem Werdegang hätte sie Chefin eines Würstelstandes, Filialleiterin in einem Baumarkt oder vielleicht auch Vertriebsleiterin eines Buchverlags werden können. Entschieden hat sie sich für eine Autorenkarriere.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Damit wir uns nicht falsch verstehen: Schreiben kann die frischgebackene Schriftstellerin, auch wenn ihr Stil gewiß nicht nobelpreisverdächtig ist. Ein Gefühl für Sprache hat Williams. Dagegen geht ihr das Gefühl für einen spannenden Plot völlig ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;Keye Street, Halbasiatin, hat einst als FBI-Profilerin vorzügliche Arbeit geleistet. Allerdings betrank sie sich zu oft, weswegen sie schließlich vom Dienst suspendiert wurde. Jetzt verdingt sie sich als Privatdetektivin und Kautionscop – bis eines Tages der befreundete Detective Rauster um ihre Hilfe als Psychologin bittet: Ein Serienkiller sucht die Straßen von Atlanta heim. Natürlich ist dieser Mörder wieder einmal so heimtückisch, brutal und blutig wie noch kein anderer je zuvor in der (literarischen) Geschichte Amerikas.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Darüber könnte man freundlichst hinwegsehen, stände Keye der Polizei fortan tatsächlich beratend zur Seite. Auch daß die Polizei und sie selbst ins Visier des Mörders geraten, also das inzwischen zu Genüge ausgewälzte Serienkillerschema bemüht wird, wäre nur ein geringfügiges Problem.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Zusätzlich läßt Wiliams ihre Keye jedoch sich immer wieder nur in belanglosen Details ergehen - schier ewig währenden Privatschnüfflerjobs, die für den Fortgang der eigentlichen Mordgeschichte völlig unwichtig sind. Diese ebenso uninteressanten wie langweiligen Ausflüge finden ihre absurde Krönung, als Keye sich im Hinterland Atlantas auch noch auf die Suche nach einer verschwundenen Kuh machen soll. Haha, selten so gelacht!&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Apropos Hinterland: Williams' ausufernde Schilderungen der Stadthäuser / der Bäume / der Gärten / der Landschaften / der Straßen etc. lähmen die Story zusätzlich. Und die Speisen, die sie in ihren Pausen verzehrt, möchte man irgendwann auch nicht mehr bis zum kleinsten Obershäubchen beschrieben wissen - zumal es bei den Unmengen an Kuchen, Torten und Donuts unglaubwürdig wird, daß Keye eine drahtige Person sein soll.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p&gt;Womit wir bei der Logik wären: Denn des öden Geschwafels nicht genug, setzt Williams als Krönung ihrer zähen Story noch ein unlogisches Finale obendrauf - die altbewährte, haarsträubende Doppelwendung inklusive.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;p class="first"&gt;"Schuster, bleib bei deinen Leisten", möchte man der Autorin daher zurufen, denn beim besten Willen: "Cut" ist leider nur ein aus altbewährten Handlungsfäden geknüpfter Fleckerlteppich, dessen Anblick beim Leser nur ein Gähnen erzeugt.&lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
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&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;Amanda Kyle Williams: Cut&lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;img height="130" width="80" src="http://www.evolver.at/static/ratingImages/17785.jpg" /&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &amp;Oslash;&#xD;
    &lt;br /&gt;The Stranger You Seek&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;Wunderlich (D 2011)&lt;/p&gt;&#xD;
  &#xD;
  &lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Cut-Amanda-Kyle-Williams/dp/3805250061/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1326314584&amp;sr=8-1/evolver-21" target="_blank"&gt;Das Buch bei Amazon&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Cut-ebook/dp/B005NE0YJK/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;qid=1326314584&amp;sr=8-2/evolver-21" target="_blank"&gt;Die Kindle-Edition bei Amazon&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Cut-Amanda-Kyle-Williams/dp/3839811228/ref=sr_1_3?ie=UTF8&amp;qid=1326314584&amp;sr=8-3/evolver-21" target="_blank"&gt;Das Hörbuch bei Amazon&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xD;
&lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</description>
      <pubDate>Thu, 12 Jan 2012 06:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>http://www.evolver.at/print/williams_cut/</guid>
      <dc:creator>Marcel Feige</dc:creator>
      <dc:date>2012-01-12T06:00:00Z</dc:date>
    </item>
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