Stories_Betrachtung eines Landstriches

Im Karst

Karst. Nichts anderes als die durch stetes Wasser ausgehöhlte Kalksteinschicht, als das Aufeinanderprallen der Elemente Stein und Wasser in ihrer jeweils reinsten Form sowie die Antwort auf die Frage: Wer ist hier härter?
Von Beppo Beyerl    30.06.2011

Karst, das ist ein kleines Bergmassiv: Triest, das von den Slowenen so richtig karstig "Trst" genannt wird, liegt auf der einen Seite. Die Vipava, die in Görz in den Isonzo mündet, auf der anderen Seite. "Kras" sagen die Slowenen dazu, kommt vom indogermanischen "kar", was soviel wie "Stein" bedeutet, der dann die für die slawischen Sprachen typische Liquidametathese zu "kras" erlitten hat. "Carso" sagen die Italiener, und im Deutschen: der Karst.

Dort ist sozusagen der klassische Karst, der Urkarst, der markenreine Prototyp. Und wo immer auf der ganzen Welt ähnliche geologische Erscheinungen entstanden sind, so heißen sie: Kras, oder Carso, oder Karst.

Srečko Kosovel, geboren am 18. März 1904 in Sežana, gestorben am 25. Mai 1926, also mit 22 Jahren, in Tomaj, beide Orte liegen im Karst. Srečko Kosovel, der Lyriker des Karstes, brechend und zerbrochen, schlagend und zerschlagen, von mir übersetzt:

 

In der Stille des Herbstes landet die Drossel im Karst.

Auf den Feldern ist niemand mehr.

Sie fliegt ganz allein über braches Land.

Nur der Jäger eilt hinterher.

In der Stille ein Schuß.

Ein dünner Fluß nur aus Blut.

Unbeweglich, die Drossel liegt da, sie liegt.

 

Der Karst hat seine Geschichte. Ab 1335 gehörte er zum Herzogtum Krain und war somit Bestandteil erst des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und später der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Dann kam der erste Weltkrieg mit seinen Isonzo-Schlachten. In der sechsten eroberten die Italiener Görz, das von nun an Goricia heißen sollte. In der zwölften setzten die Österreicher das verbotene Giftgas ein, töteten 10.000 Italiener und verstümmelten weitere 30.000.

Ab 1918 war der Karst auf einmal in Italien. Im März 1941 überfielen die Nazitruppen das damalige Königreich Jugoslawien, im Karst versteckten sich die Partisanen. Seit 1947 war der Karst ein Teil der Sozialistischen Bundesrepublik Jugoslawien, und seit Juni 1991 gehört er zur Republik Slowenien. Viel kam der Karst herum im letzten Jahrhundert.

Scipio Slataper, das italienische Pendant zu Srečko Kosovel, schrieb "Il mio carso", also "mein Karst". Besser wäre es, seinen Erzählband mit "der Karst in mir" zu übersetzen.

Geboren am 14. Juli 1888 in Triest, der italienisch-österreichisch-slowenischen Stadt auf der anderen Seite des Karstes. Slataper, hergeleitet vom slowenischen slato pero; auf Deutsch: goldene Feder; auf Italienisch: Pennadoro. "Il mio carso", erschienen 1912, geschrieben in Prosa, die sich als Lyrik verstellt, als Autobiographie, die die Erzählform zerschlägt.

Ab 1914 verfiel Scipio Slataper immer mehr der Kriegshysterie der italienischen Nationalisten, im Mai 1915 meldete er sich freiwillig an die Front. Als er die verwegenen Kämpfe um ein paar Meter toten Gesteins als brutales Morden empfand, reagierte er mit erstaunlicher Konsequenz: Am 3. Dezember 1915, nach 27 Jahren, vier Monaten und 19 Tagen seines Erdenlebens, meldete er sich zu einem Selbstmordkommando auf das Podgoramassiv.

Endlich oben, auf der Hochfläche des Karstes. Dichte Kiefernwälder, die Eichen des ursprünglichen Karstwaldes wurden einer anderen Nutzung anvertraut und dienen heute als Pfahlträger für die Chiesas und Palazzos in Venedig. Zwischen den Wäldern: Dürres Gestrüpp, zwischen dem Gestrüpp nur mehr: Stein. Meine florale Agnostik erlaubt es mir nicht, die Disteln und Sträucher mit Namen zu nennen. Das einzige, was ich zweifelsfrei erkenne, heißt: Stein. Am Wegrand wird er gestapelt, aus den Dolinen, den Erdtrichtern im Karst, die beinahe wie Bombentrichter aussehen, wird er herausgeholt und längs der Dolinenränder geschlichtet. Wohin der Blick fällt: Die Kruste ist aus Stein und Stacheln, und eines ist ihr fremd: das Wasser.

Scipio Slataper: "Bruder, über dich streift die Sonne und der Blütenstaub, aber du erblühest nicht. Und das Eis spaltet dir die Haut in gerade Furchen, und du blutest nicht. Und du bringst kein Gewächs hervor, um die Frühlingswolken zurückzuhalten. Aber die Luft umarmt dich und sie umfängt dich wie eine große Decke einen Mann, der vergeblich auf seine Geliebte wartet. Karst, der du hart bist und gut!"

Natürlich ist die Hochfläche nicht flach. Riesige Einbrüche zerreißen den Karst, 200 Meter tief. Diese Karstpoljen tauchen völlig unerwartet auf und erwecken den Anschein, als hätte ein slawischer Urgott urplötzlich seine Streitaxt ausprobiert. Gefährlich sind diese rissigen Karstpoljen: Mit Heinzi irrte ich wie erwähnt einen Tag lang in einem diesen wasserlosen Tälern herum im mühevollen Bestreben, irgendwo einen Ausgang, eine Öffnung zu finden. Es gab keinen Ausgang.

Verkehrsverbindungen und Siedlungen sind oben auf dem Hochplateau. Die Siedlungen wurden auf kleinen Kuppen errichtet, die Bewohner wollten sich schützen vor Tieren und Plünderern. Um den Scheitelpunkt der Kuppen in konzentrischen Kreisen aufgebaut und auf beschränktem Raum eng aneinandergerückt: die Häuser.

Manche dieser Steinbauten haben eine völlig eigenständige bäuerliche Kultur bewahrt: Außen ans Haus angebaut ist die Feuerstelle, die ognjišče, sie verengt sich kegelförmig nach oben, "konisch" würden die gebildeten Städter sagen. Über dem Eingangstor ein Architrav. Darauf meist zwei in Stein gemeißelte Köpfe. Sind es die voll Entsetzen in die triste Gegenwart blickenden Urahnen, die dereinst im Schweiße ihres Angesichts diese Wände gemauert haben? Oder sind es die Fratzen von Schutzgöttern, die das Unheil abschrecken sollen?

Vor dem Haus die Zisternen fürs Regenwasser, das Wasser wird in steinernen Rinnen abgeleitet. Dunkel sind die niederen Räume, klein die Fenster, doch in den Proportionen passen Fenster und Steinwände wieder zusammen. Und es kann schon vorkommen, daß in den dunklen und leeren Stuben eine schwarzgekleidete zahnlose Alte hockt, die verdüstert ins ewige Nichts starrt.

Srečko Kosovel über das Dorf im Karst:

 

Im grünes Nest der Kiefernarme

ein weißes und verstaubtes Dorf,

ein halbverschlafenes Dorf.

An der Kirchenmauer liegt jemand still

im Grab. Die Heckenrose blüht.

Vom weißen Dorf her weiße Wege

und jeder Weg zu meinem Herzen führt.

 

Auf dem Scheitelpunkt der Kuppe, manchmal auf einer Kuppe außerhalb des Dorfes: Ein "Tabor", die von Mauern umgebene Wehrkirche. Die Wehrkirche von Ocizla, Maria Magdalena, stammt aus dem Jahr 1601; die von Škocjan aus 1607. Die Kirchen sind geschlossen, auf der Wiese vor St. Magdalena grasen die Ziegen, am Kirchengemäuer blühen die Heckenrosen. Der Glockenturm von St. Magdalena ist offen, über mehrere Leitern klettere ich hinauf. Ich wage es nicht, die Glocke zu läuten. Es hätte die Totenglocke sein können.

Srečko Kosovel kurz vor seinem Tod:

 

Fremd

Im Dorf.

Im Dunkel

kracht der Schuppen.

Die Bora klettert

auf die Mauern, schreit

ins Fenster: Wer?

Das Fenster erhellt

die Finsternis.

Am Ende vom Dorf

die Kiefer stürmt

zittert,

weil sie mich erkennt ...

 

Die Bora habe ich diesmal nicht erlebt. Ich kenne sie vom Winter: Ein gewaltiger Sturm, der Stämme wirft und Mauern bricht. Mit wildem Atem fegt sie über das karge Land, das ihr nicht mehr viel entgegenzusetzen hat. Dächer werden abgedeckt, die Folien der Gemüsebeete abgetragen.

Der slowenische Historiker Valvasor schrieb im 17. Jahrhundert, daß die Bora auch für Menschen gefährlich werden könne. Oft sei es winters unmöglich, über den Karst nach Sežana zu gelangen: Menschen wurden niedergeworfen, manche kamen dabei ums Leben.

Da die historischen Handelsrouten zum nördlichsten Mittelmeerhafen in Triest den Karst streiften, konnte sich die Bora für die von ihr zugefügten Schäden revanchieren: Frachtgut, auf die Straße gekippt, war nach damaliger Rechtslage Gemeinbesitz. Und die am Straßenrand auf die Handelswägen Wartenden wurden im Sinne einer ausgleichenden Gerechtigkeit mit Fellen aus dem hohen Norden und Duftstoffen aus dem fernen Osten entschädigt.

Im 19. Jahrhundert begann man mit den ersten Aufforstungen; die Pläne stammten von einem Förster namens Jozef Ressel, der später in die Residenzstadt ziehen und mit einer anderen Erfindung sozusagen Schiffbruch erleiden sollte. Kiefern, das war seine Lösung für den Karst, Aufforstung durch Kiefern. Zwar ein Fremdling im ursprünglichen Karstwald, doch geschätzt wegen seiner hartnäckigen Resistenz gegenüber der Bora.

Scipio Slataper: "Schön ist sie, die Bora. Es ist dein Atem, gewaltiger Bruder. Zornig breitest du ihn im Raum aus, und die Stämme zerspalten sich vom Boden weg und das aus den Tiefen angeschwollene Meer schüttet sich ungeheuerlich gegen den Himmel. Es knirscht und wirbelt die Stadt, wenn du dein raues Gemüt ausläßt. Bruder, mit deiner großen Seele will ich dort hinuntersteigen."

Die Bora hat mich nicht erwischt. Hingegen: Die Sonne brennt ohne Gnade. Die Luft steht schwer und mit dem Messer kann ich sie in Stücke reißen. Das Stirntuch wird nach jeder halben Stunde ausgewunden und ich verstehe die Bedeutung, die die Südländer den schattenspendenden Olivenbäumen beimaßen.

Überhaupt funktioniert das sinnliche Wahrnehmungssystem, wenn ich zu Fuß ein fremdes Terrain erschließe, ganz anders als am Fenster des Zuges oder des Autos. Eine Kette isolierter Beobachtungen, die in ihrer Totalität aber doch so etwas wie eine Kette ergibt: Die Eidechsen rascheln im Stein. Die Grillen zirpen im Gestrüpp. Die Schlangen. Neben der Hauptstraße: vereinzelt ein überfahrener Igel. Des öfteren zermatschte Eidechsen. Fast serienmäßig verquollene Reste von Kröten und Fröschen.

Und in den Dörfern: Die Pferdetränken unterm Holzverbau. Alle 30 Meter ein Steinbrunnen, stillgelegt. Vor jedem bewohntem Haus: ein bellender Hund. Ab und zu komme ich ins Gespräch mit den Hausbewohnern. Einer hält mich für einen Schmuggler. Ein anderer holt seine 90-jährige Mutter heraus, sie bringt mir ein Glas Kaffee. Als ich ihnen von "Dunaj" erzähle - so sagen die Slowenen zu Wien - kontern mehrere mit dem Vater, dem Großonkel oder dem Urgroßvater. Sie hätten irgendwann damals für Dunaj gekämpft.

 Ebenso eine Kette isolierter Empfindungen: Die Füße spüren den Unterschied zwischen Steinboden und Lehmboden. Die Geschmacksnerven spüren den Unterschied zwischen Brombeeren vor und nach dem Regen. Vorher schmecken sie reifer und brombeeriger, nachher fruchtiger und erfrischender. Und es fehlt nur mehr ein Haar - besser gesagt eine Dorne - und ich kann trotz meiner floralen Agnostik die Disteln und Hecken und Gestrüppe unterscheiden, die längs des Weges stechen, krachen und zwicken.

Abgewidert von den seichten Niederungen streifte Scipio Slataper oft tagelang im Karst umher. Er verschwand dort auch nach dem Selbstmord seiner Freundin Anna Pulitzer, die im Abschiedsbrief geschrieben hatte: "Scipio, ich liebe dich auf ewig. Das soll für dein Werk sein. Ich erwarte es."

Im Karst gewann er die männliche Härte zurück und tobte seine gewaltigen Kräfte aus, ehe er hart wie Krupp-Stahl wieder in die Niederungen zurückkehrte. Er schrieb: "Meine Axt ist schön, mit einem langen Schaft aus Eichenholz und einem quadratischem Öhr. Sie lächelt kalt wie Eis. Sie ist lustlos und faul, voll Verachtung ... Die Menschen glauben nicht, daß ich kalt und ruhig bin und daß mir ihr Elend nur ein Gefühl von Langeweile bereitet."

Am 3. 12. 1915 wurde der Karst sein Grab, als er von dem Selbstmordkommando auf dem Podgora nicht mehr zurückkehrte.

In jedem halbwegs großen Dorf stehen die Partisanendenkmäler, weit sichtbar die Fahnenstangen, meist drei oder vier an der Zahl; der rote Fünfzack; ein meist auffallend schlichter Stein, darauf das "Gestorben für die Freiheit, ermordet von den Okkupanten". Diese werden nie mit Namen genannt, als könnte man das Böse so besser bannen. Die Ermordeten hingegen schon. Sechzehnjährige sind dabei, fünfzehnjährige, die Buben, die sich verschreckt und verängstigt in den Heuschobern und Ochsenkrippen vor den Nazis versteckt hatten.

Weiter unten, im Tal der Isonzo, die Soldatenfriedhöfe der Österreicher. Was heißt da schon: Österreicher? Jene Buben, von Gott, Kaiser und Vaterland in den Karst geschickt, um ein paar Zentner Stein zu erkämpfen. Was haben sie erhalten? Den Platz im Stein und ein Kreuz ohne Namen. Einen Namen haben nur die Chargierten: Da der polnische Leutnant, dort der Wiener Leutnant, beide vom 30. Infanteriebataillon. Dornen wachsen im Friedhof und winden sich um die Kreuze, aber wen sollen sie erlösen. Vielleicht den Adler. Der Adler aus Beton in der Mitte, das eine Bein ist abgebröckelt und der linke Flügel besteht aus dem Rost der Eisenstange. Welch Denkmal für den Absturz von Habsburgs Ruhm und Glorie.

Vor dem Rathaus oder vor der Schule oft die lipa, die Linde, eingesetzt am 26. Juni 1991, dem Tag der Proklamation der Unabhängigkeit Sloweniens. Mittlerweilen sind die Linden schon über zwei Meter groß, bald drei Meter.

 

Beinahe hätte ich darauf vergessen: Der Wein. Die gezinkten Blätter sind jetzt orange und rot und braun, herbstlich bunt schimmern sie gegen das Sonnenlicht und kein Blatt ist an Farbe und Zinkung mit dem nächsten zu vergleichen. Die Stöcke sind gebunden an Akazienstangen, schwer hängen die Trauben herunter und die Trauben sind rot und orange und grün.

Einige Wochen später sind die Flaschen gefüllt. Da gibt es den Teran, den typischen Karstteran, aus der Familie des Refošk; in Tomaj schmeckt er anders als in Dutovlje und dort wieder anders als im nächsten Dorf, der schwarze Wein aus roter Erde. Oder den Beli Pinot, also den Weißburgunder, und dazu den luftgetrockneten pršut, den Schinken. Ich nehme das Glas mit dem dunkelroten, fast schwarzen Teran, und nach dem Schluck bleibt der schwarze Fleck auf der Zunge zurück.

Während die Kruste tatsächlich herb ist und mit ihren Schönheiten geizt, ereignen sich die wahren Wunder unterirdisch. Und was oben versäumt wurde, kann im Reich der Unterwelt mit einem dicken Pullover nachgeholt werden.

Die Škocjanska jama wird von hinten über einen künstlichen Stollen erschlossen. Zuerst die "Stille Höhle", die so still ist, daß die Peterskirche mit 200 lärmenden Touristen Platz finden würde. Dann das "Paradies", es wird bewacht von einem wütenden Engel mit dem Schwert aus blankem Eis. Dann die "rauschende Höhle", bewacht von einem dreikehligen Zerberus, dahinter lauern Drachenknoll und Rötelfuß. Abschließend der Riesenschlund, das offene Tor zur Unterwelt.

Wahrscheinlich stand hier Dante Alighieri und flüsterte verängstigt zu seinem Begleiter Vergil: Laßt, die ihr reingeht, alle Hoffnung fahren!

Dann stieg er in die "Rauschende Höhle", blickte umher und stellte fest: Ich bin im dritten Kreis, wo kalter Regen als Fluch herniederfällt in ewiger Dauer. Schmutzwasser, Schnee und Hagel, körnigrauher, durchfegen hier die Luft mit Brausen. Das Untier Zerberus, seltsam zum Grausen, bellt wie ein Hund aus dreien Kehlen voller Wucht das Volk an, das hier eingetaucht muß hausen.

Und dann, im letzten Höllenkreis, sah er bizarr den See, der Glas vor Frost, nicht Wasser mochte scheinen. Und wie der Frosch herausstreckt dicht am Saum des Wassergrabens seine Backen, steckten frostblau im Eis die Schatten, schmerzvoll klagend, zahnklappernd gleich der Störche Schnabelknacken. Den Kopf gesenkt hielt jeder bangverzagt, vor Kälte mit dem Mund, der zitternd bebte, vor Selenqual mit ihren Blicken zitternd.

Die Schatten. Dante hat sie erkannt als Luzifer, als Brutus und als Cassius. Wer weiß, wen er heute erkennen würde, bei elektrischem Licht und angesichts der allseits zunehmenden Zahl an Teufeln.

Beppo Beyerl

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Langsamer als der Tod

"Wenn ich einmal sterben muß, werde ich dem Tod entgegen mit diesem Züglein von Jindřichův Hradec nach Nová Bystřice fahren" - meinte Josef Fanta, einer der großen Prager Jugendstilarchitekten der Jahrhundertwende.
Beppo Beyerl hat sich am tschechischen Schienenstrang auf die Suche nach der Zeit begeben.