Titten für Idioten

Als "abgedrehte Komödien" werden offenbar nur noch Filme bezeichnet, die sich Menschen mit einem letzten Rest Niveau nicht einmal im Fernsehen ansehen würden. "Tomcats" ist so ein Film, bei dem eine sehr dünne Story mit schlechtestem Humor vermischt wird.

Sieben passionierte Junggesellen, die das Leben zu einer großen Party machen wollen, haben sich geschworen, niemals zu heiraten - d. h. alle haben Geld in einen Pott geworfen, den jener kassiert, der als letzter unverheiratet bleibt. Am Schluß sind nur noch zwei übrig: der tölpelhafte Michael (Jerry O´Connell) und der Weiberheld Kyle (Jake Busey). Michael verliert in einer wilden Partynacht in Vegas eine Menge Geld, das er nicht hat. Seine letzte Chance ist der Jackpot. Also muß er dafür sorgen, daß Kyle heiratet, woran dieser natürlich gar nicht denkt. Michael treibt das wandelnde Playboy-Centerfold Natalie (Shannon Elizabeth) auf, die Kyle vor den Altar schleppen soll. Es folgt Trubel und Heiterkeit, dazwischen erfahren wir in Rückblenden, wie es dazu kam, daß die anderen fünf Mitglieder der Junggesellen-Feiergruppe namens "Tomcats" doch geheiratet haben. Ja, und das alles in einem Film.

Was es noch zu sehen gibt? Krude, hauptsächlich dumm-sexistische Witze im Übermaß; Shannon Elizabeth, gesehen als immergeile Tschechin in "American Pie", nebst einem Haufen weniger bekannter, aber genauso spärlich bekleideter Produkte der plastischen Chirurgie Kaliforniens; und wem das zum Wichsen nicht reicht, der schafft es wahrscheinlich beim lesbischen Dreier. Ein fetter Typ fällt ständig auf die Fresse, ein Mann verfolgt einen seiner Hoden durch ein Krankenhaus, eine Sadomaso-Omi schwingt eine Peitsche.

Im Vergleich zu diesem Film war Jerry O´Connell in "Sliders" wirklich Emmy-verdächtig. Und Jake Buseys Charakterfresse mag zwar unterbewertet sein, aber auch er läßt hier seine früheren Rollen in "Starship Troopers" oder "Contact" großartig erscheinen. Daß Shannon Elizabeth von so vielen männlichen Kritikern als charmant und unwiderstehlich bezeichnet wird, hat genau zwei Gründe und sonst überhaupt keinen. Dieser Film hat eine idiotische Story, die in keiner Sekunde etwas zeigt, was die Bezeichnung Humor verdient hätte. Kein Wunder, daß er in einer Zeit ins heimische Kino kommt, wo das Land völlig ausgestorben ist, weil alle auf Sommerurlaub weilen.

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