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Texte_Compart-Fortsetzungskrimi

Die Lucifer-Connection/Prolog zum 2. Teil

Vor neun Jahren veröffentlichte Martin Compart seinen ersten Roman "Der Sodom-Kontrakt" rund um den Privatdetektiv und Ex-Söldner Gill. Das Sequel zum "politisch inkorrekten Anti-EU-Thriller" gibt’s jetzt exklusiv im EVOLVER. "Die Lucifer-Connection" handelt von verschwundenen Katzen und okkulten Menschenopfern - von Dortmund über Sierra Leone und London bis Wien. Schnallen Sie sich an!    19.09.2010

Im August 2009 begann der EVOLVER seine Leser mit einem wahren Noir-Schatz zu beglücken. Seit damals erscheint Martin Comparts neuer Roman "Die Lucifer-Connection" in kurzen, konsumentenfreundlichen Abständen weltexklusiv als Fortsetzungskrimi auf unseren Web-Seiten.

Was wir aus Teil 1 gelernt haben: Privatdetektiv Gill ist auf seiner Suche nach einer entführten Katze auf die Ermittlungen der Wittener Polizei gestoßen, die einen spektakulären Fall von satanistischem Ritualmord untersucht. Und Gills Freundin, die Kriminaldirektorin Alexa, wurde vom Obersatanisten ins finsterste Afrika verschleppt. Dort läßt der Autor auch Teil zwei Teil seines aufsehenerregenden Kriminalromans beginnen - natürlich wieder exklusiv im EVOLVER.

 

 

2. TEIL: DIE FINSTERNIS

 

"Ich habe noch nie von einem so schurkenhaften oder schändlichen Ort gehört wie Sierra Leone. Ich weiß nicht, wo der Teufel zu Hause ist, aber sicher irgendwo in Sierra Leone."

Aus: Wanderings in West Africa, von Sir Richard Francis Burton

 

 

PROLOG

 

Der Vollmond schien auf den weißen Strand von Liberia. Vom Südatlantik wehte ein leichter Wind in die unangenehme feuchte Tropenluft des Festlandes. Liberias Präsident Charles Ghankay Taylor kam mit seinem weißen Freund aus seinem Haus. Hinter ihnen gingen General Fuck-Me-Quick und General Gravedigger, zwei der Hauptmänner des Präsidenten aus den sogenannten Top-20. General Gravedigger trug passenderweise eine Schaufel. Als es Taylor gefiel, blieben sie stehen, und Gravedigger grub ein tiefes Loch in den Sand. Kaum war er damit fertig, kamen General Butt Naked und Colonel Murder mit einer weinenden Frau in ihrer Mitte vom Haus her auf die Gruppe zu.

Die junge Frau war unübersehbar schwanger und trug ein etwa zweijähriges Kind in den Armen. General Butt Naked war nackt bis auf nagelneue Nikes und eine Planet-der-Affen-Maske. Colonel Murder trug ebenfalls Nikes, Rapper-Pluderhosen, eine Baseballkappe seitlich auf dem Kopf und eine Scream-Halloween-Maske. Am Loch angekommen, nahmen sie der verzweifelten Frau ihr Kind ab und zwangen sie in das Loch. General Gravedigger schaufelte Sand auf sie, bis sie völlig bedeckt und das Loch geschlossen war. Nun begannen Präsident Taylor und sein weißer Freund über der erstickenden Frau spielerisch um das schluchzende Kind zu kämpfen. Schließlich zerrissen sie es und teilten sich sein blutiges kleines Herz, das sie genußvoll verschlangen.

"Jetzt bist du einer von uns, Poro", sagte Taylor und leckte sich die roten Finger. Von den Lippen seines weißen Freundes tropfte etwas Blut in den vom Vollmond beschienenen weißen Sand von Liberia.

 

 

Das sind ja keine besonders erfreulichen Aussichten ... Doch auch davon läßt sich Gill, der im Laufe seines Lebens schon Schlimmeres gesehen hat, natürlich nicht abschrecken. In Kapitel 32 bereitet er sich auf eine Afrika-Expedition vor, mitten ins Herz des Bösen. Wenn Sie ihn gefahrlos begleiten wollen, besuchen Sie uns in spätestens einer Woche wieder.

Martin Compart

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Martin Compart


Martin Compart ist unter Genreliebhabern spätestens seit Herausgabe der legendären DuMont-Noir-Reihe bekannt und beliebt. Der 1954 in Witten/Ruhr geborene Alleskönner engagierte sich bereits während seines Studiums der Politikwissenschaften für die vielgelesene Gattung und gründete die "Arbeitsgemeinschaft Kriminalliteratur". Neben zahlreichen journalistischen Tätigkeiten betreute er unter anderem das Krimiprogramm für Ullstein und Bastei-Lübbe, wobei man stets sein Faible für die "schwarzen Schafe" erkennen konnte.

Der Sodom-Kontrakt

Als Krimileser wird man oft an ferne Schauplätze entführt - seien es die düster verregneten Straßen New Yorks, das verruchte New Orleans oder vielleicht die Randbezirke von Paris. Martin Compart hingegen siedelte seinen Romanerstling "Der Sodom-Kontrakt" (der übrigens den Untertitel "ein politisch inkorrekter Anti-EU-Thriller" trägt) in seiner Heimatstadt Witten an und lädt den Leser mit viel Pulp-Herzlosigkeit ein, seinen Protagonisten Gill von dort aus durch den europäischen Großstadtsumpf zu begleiten. Verfolgt von zwei psychopathisch veranlagten Killern und der Polizei, versucht der ehemalige Söldner den Mord an einem seiner besten Freunde aufzuklären und stößt dabei auf ein politisches Pulverfaß. In der EU-Hochburg Brüssel treffen sich nämlich Päderasten und Geldvernichter auf ein Tänzchen mit der Unschuld. Lesen Sie dazu die ausführliche EVOLVER-Besprechung.

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Kommentare_

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Alexander - 23.09.2010 : 14.01
Das war ja ein recht kurzer Prolog. Doch er hatte es ganz schön in sich. Ich bin mal gespannt, wie´s weitergeht am nächsten Sonntag.

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