Akzente_James Bond

Sag niemals nie?

Daniel Craig dreht zum letzten Mal als Bond - wie wird er in Erinnerung bleiben?    21.02.2019

"Mein Name ist Blond - James Blond." So hätte man den wohl berühmtesten Agentenslogan der Welt umdichten können, als Daniel Craig zum ersten Mal in die Rolle des treffsicheren Ladykillers schlüpfte. Seine Haarfarbe war ungewöhnlich - blonde James Bonds hatte es bis dahin noch wenige gegeben. Man denke nur an Sean Connery mit seiner kastanienbraunen Welle oder Pierce Brosnan, ebenfalls einen brünetten Schönling. Doch nicht nur aufgrund seiner Haarfarbe und der strahlend blauen Augen bleibt der Brite als Darsteller von 007 in Erinnerung. Jetzt, da er seinen letzten Streifen in der Rolle abdreht, ist ein guter Zeitpunkt gekommen, um sich die markantesten Eigenschaften vor Augen zu führen, mit denen Daniel Craig als Bond in Erinnerung bleiben wird.

 

Das As in "Casino Royale"

Daß "Casino Royale" einer der erfolgreichsten und besten Bond-Filme war, daran besteht kein Zweifel. Umso größer war die Ehre, die Craig dabei zuteil wurde, in diesem Streifen sein Bond-Debüt geben zu dürfen. Er ließ die Fans in die glamouröse Welt des Casinos eintauchen und auch ihre Schattenseiten erfahren, in der sich gemeingefährliche Gangsterbosse herumtrieben. Viele Menschen waren danach nicht nur animiert, sich weitere Bond-Filme anzusehen, sondern auch in echten oder virtuellen Casinos wie Mr Green dem Inhalt des Films nachzuspüren. Natürlich machte die Britin Eva Green an Bonds Seite ebenfalls eine gute Figur; unvergessen bleibt wohl der tragische Handkuß im Fahrstuhl, bevor die kühle Lady ebendort ihr nasses Grab fand.

 

Unversehens: Sexsymbol in der Badehose

Ein absoluter Reißer von einem Debüt war "Casino Royale" auch deshalb, weil Craig hier einen sagenhaften Auftritt in einer Badehose hinlegte. Dabei sei das Ganze nur ein Versehen gewesen, gibt er später in einem Interview preis. Selbstverständlich war der gestählte Body das Ergebnis harter Arbeit - das Auftauchen auf dem Wasser mit tausenden glitzernden Tröpfchen auf der Haut entstand aber nur deshalb, weil Craig sich beim Schwimmen im seichten Bereich dämlich vorkam. Glücklicherweise erkannten die Macher das Potential seines Fluchtversuchs, sonst hätte sich sein erster Bond-Streifen wohl kaum so gut verkauft.

 

Rekord dank "Skyfall"

Nicht nur einspieltechnisch ist "Skyfall" der bis dato erfolgreichste Bond-Film aller Zeiten, unterstützt mit Sicherheit auch durch den wuchtigen Titeltrack der Sängerin Adele. Auch Ex-Bond Roger Moore plädiert dafür, daß dieser Streifen als bester Bond in die Geschichte eingehen sollte. So gesehen hat Craig bereits zwei hitverdächtige Filme unter seinem Agentengürtel - er könnte also durchaus als beliebtester Bond vom Platz gehen. Doch sicher ist das noch nicht: Viele sehen es auch als ausgesprochen kritisch, daß der blonde Brite sich nach "Spectre" noch auf zwei weitere Produktionen eingelassen hat. Bereits "Spectre" konnte - wen wundert´s?  - den Erfolg von "Skyfall"nicht wiederholen. Loyale Fans der Serie vermuten nun, daß Craig das gleiche Schicksal ereilen wird wie Connery, Moore, Brosnan und Co.: Bei all diesen Darstellern waren die letzten Filme Flops, und anstatt erhobenen Hauptes die Agentenmarke abzugeben, wurden sie von der Kritik zerfleischt.

Wie man Craig also in Erinnerung behalten wird, steht noch auf der Kippe. Entweder er trägt seine bisherigen leuchtenden Erfolge fort - oder er vermasselt seine Glückssträhne und wird "just another Bond". Es bleibt spannend!

Johnny Promotione

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