Akzente_Streaming-Dienste legen weiter zu

Mit der Strömung schwimmen

Wir sagen es ja seit Jahrzehnten: Die altmodischen Mainstream-Medien haben ausgedient. Erst begannen Zeitungen und Zeitschriften massenweise Leser zu verlieren, jetzt muß das Fernsehen - und zwar nicht nur die Staatsfunksender - neuen und attraktiveren Angeboten weichen. Und das ist gut so.    17.03.2020

Lange Zeit waren die Streaming-Angebote wie Amazon oder Netflix eine Frage des Alters. Vor allem die Jüngeren bescherten den einschlägigen Firmen einen wahren Geldregen. Doch die Gewichtung hat sich mittlerweile geändert: Heute gibt es bei der Nutzung kaum noch wesentliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen - auch die ältere Generation schaltet immer öfters um. Sowohl die Öffentlich-Rechtlichen als auch die privaten Sender schneiden in der Gunst der Zuschauer jedes Jahr schlechter ab. Schuld daran sind nicht nur das erbärmliche Programm oder die billig produzierten Shows, sondern vor allem die regelmäßigen Werbeunterbrechungen. Die tauchen nämlich immer häufiger auf und gehen den Zuschauern so auf die Nerven, daß sie lieber auf Streaming-Anbieter umschalten. Bei den modernen Fernsehern, die bereits über Smart-Funktionen verfügen, sind die Apps für Netflix, Amazon, YouTube und Co. ja bereits installiert.

Die Mediathek von ARD und ZDF stellt zwar eine Alternative da, wird aber ebenfalls nur ungern genutzt. Zu schwerfällig ist die Nutzung, zu häufig bricht die Verbindung ab. Obwohl dieses Jahr der Rundfunkbeitrag wieder einmal steigen wird (was mitten in der Corona-Krise still und heimlich beschlossen wurde), verschlechtert sich das Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender immer weiter.

 

Streaming bei Jung und Alt gleichermaßen beliebt

Wo es bei den älteren Semestern früher noch eine gewisse Zurückhaltung gab, vor allem wegen diverser Berührungsängste mit dem Internet und der Bedienung der neuen Geräte und Dienste, ist das Verhältnis zwischen Jung und Alt mittlerweile ausgewogen. Beide Gruppen nutzen regelmäßig Streaming-Dienste und scheuen auch nicht davor zurück, Geld für einen Film zusätzlich zu bezahlen, wie das zum Beispiel bei Amazon der Fall ist.

Ein Großteil nutzt sogar mehrere Anbieter zugleich. Ganz vorne liegt natürlich Amazon, gefolgt von Netflix. Beide Anbieter warten in letzter Zeit immer öfters mit Eigenproduktionen (vor allem Serien) auf, die beim Publikum recht gut ankommen. So startet auf Netflix Ende März die Serie „SelfMade“, die vom Leben der Madam C. J. Walker inspiriert ist. Amazon hingegen erzielte 2019 mit einer Reihe von Eigenproduktionen großen Erfolg, zuletzt mit "Carnival Row", aber auch mit "Hanna" und der genialen SF-Serie "The Expanse".

 

Für Filme extra bezahlen

Die Verrechnung einzelner Spitzentitel durch den Anbieter galt lange Zeit als Tabu und schien kaum durchsetzbar. Doch mit dem Aufkommen des Internets und der immer schnelleren Verbindungen waren die Zuschauer durchaus bereit, für Filme direkt daheim zu bezahlen - und das sogar in fixen Abonnements. Letztlich unterscheidet sich das kaum vom Rundfunkbetrag; dafür bekommen die Zuschauer beim Streaming aber wesentlich mehr Inhalte und dürfen gleichzeitig auf Werbung verzichten.

Während bei den normalen Sendern die Zuschauerzahlen regelmäßig abnehmen, steigen sie bei Amazon und Netflix explosionsartig an. Beliebt sind vor allem die flexiblen Abo-Modelle. Niemand muß sich für ein Jahr binden, sondern man kann frei entscheiden. Die Anbieter legen regelmäßig neue Filme und Serien nach, bieten aber gleichzeitig auch viele Klassiker und ältere Serien sowie Kinofilme an - manchmal als reguläre Leistung, teilweise gegen einen kleinen Aufpreis. Der Nutzer akzeptiert das längst. Eine neue Ära hat begonnen.

Johnny Promotione

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