Texte_Mashup-Charts/Top ten 16. 1. 2008

Mash me Amadeus!

Auch im neuen Jahr präsentiert Clive Barks alias DJ Clivester wieder die besten Produktionen der internationalen Bootleg-Szene. Neben den üblichen Verdächtigen im Jänner mit an Bord: vielversprechender Bastard-Nachwuchs und der Falke reloaded.    16.01.2008

Clive Barks

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10. BootOX - Stand Up Axel

(Harold Faltermeyer vs. Dizzee Rascal)

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Alex Foley goes Bavaria! Oder: Das "Axel F."-Thema kehrt in seine Heimat zurück. 1985 vom Münchner Harold Faltermeyer für den Film "Beverly Hills Cop" komponiert, ist es 2008 der Münchner DJ & Mashup-Party-Veranstalter BootOX, der das Thema mit den HipHop-Vocals von UK-Rapper Dizzee Rascal paart. Absolut gelungen und ein Anwärter auf den Soundtrack zum nächsten "Beverly Hills Cop"-Streifen!

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9. DJ Prince - Theme From S-Express

(DJ Prince Remix)

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London 1988: "Aciiiiiiiiiid" schreiende Teenies werfen ein Extasy nach dem anderen ein und geben sich den treibenden Beats des englischen Star-DJs Mark Moore und seines Hits "Theme From S´Express" hin.

Norwegen 2008: 20 Jahre danach bastelt einer der besten Remixer - DJ Prince - eine unglaublich gute Neuversion des Klassikers und bedient sich dabei der Original-Samples, die er in mühsamer Recherche zusammengetragen hat. Das Ergebnis ist ein sehr nahe am Vorbild angelehnter Remix, der scheinbar mühelos ins 21. Jahrhundert transformiert wurde - und noch immer Hit-Potential besitzt.

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8. Comar - Shut Up On A Blue Monday

(Rihanna vs. New Order)

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So viele Mashups es auch von Rihanna gibt, so spärlich sind die von New Order gesät. Was liegt also näher, als die beiden zu vereinen? Der französische DJ Comar nahm sich dieser stolzen Aufgabe an und schuf Hörenswertes - einen Dance-Tune mit fetzigen Gitarren, Neo-Romantik-Vocals von New Order und einer ungewohnt rockig klingenden Rihanna. Ein verdienter achter Platz.

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7. Ben Double M - Every Breath Takes Me To The Sun

(The Police vs. Disco Freaks)

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Keine Mashup-Charts ohne Ben Double M. Dieses Mal schafft er es, die völlig überbewerteten Police und deren schwächsten Song "Every Breath You Take" mit Hilfe der Disco Freaks in eine genialen House-Nummer zu verwandeln, die auf allen Dancefloors funktioniert. Nicht umsonst gilt Ben Double M in der Bootleg-Szene als der Experte für House & Trance. Definitiv ein Muß.

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6. The Who Boys - I Feel Ace

(Motörhead vs. Donna Summer)

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The Who Boys sind die Enfants terribles der englischen Bootleg-/Mashup-Szene. Bei Live-Auftritten erinnern sie frappant an eine abgespeckte Version von Drahdiwaberl - nicht so exzessiv, aber genauso kultig. Ihr Motto: Niemals ohne Megaphon! Auch im Studio können die Herrschaften so richtig loslegen. Oder hätten Sie jemals gedacht, Donna Summer im selben Song wie Motörhead zu hören? Eben! Dazu kommen noch schnell ein paar eigene Beats der Burschen, und fertig ist "I Feel Ace". Man muß es neidlos anerkennen: Die Nummer ist ein Hammer.

PS: Vergessen Sie nicht, den Who-Boys-Podcast zu abonnieren. British humor at its finest!

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5. Team9 - It´s A Stevie Thing

(Stevie Wonder vs. Odyssey)

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So einfach kann es sein. Man nehme ohne viel Aufwand zwei Songs - und was dabei herauskommt, ist ein Disco-Revival der Extraklasse. Stevie Wonders "Superstition" und "Going Back To My Roots" von Odyssey versetzen uns schnurstracks ins gute alte Studio 54. Perfekt ausgeführt vom australischen Team9, hinter dem sich in Wahrheit ein Einmannbetrieb verbirgt ...

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4. The Illuminoids - Fuck The Electro DJ

(Purple Crush vs. Pzychobitch)

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So gruselig, wie die Homepage des Duos The Illuminoids aussieht, klingt auch seine Musik - aber im positiven Sinne. Die aktuelle Produktion "Fuck The Electro DJ" läßt sich in keine Kategorie pressen und wirkt beim ersten Hören mehr als gewöhnungsbedürftig. Die Nummer hat allerdings Suchtpotential. Die Vocals von Purple Crush wurden dem Tempo des Pzychobitch-Instrumentals angepaßt und dementsprechend schneller gemacht, was dem Song das gewisse Etwas verschafft. Also: Fuck The DJ, I´m A Motherfucking Star!

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3. Mr. Rusty - Trophy Buck

(The National vs. M.I.A. vs. The Human League)

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Erstmals in den EVOLVER-Mashup-Charts und gleich in den Top 3: A new star is born! Eigentlich nicht ganz so neu, denn der Amerikaner Mr. Rusty macht schon seit langem Musik - nur eben keine Mashups. Seit kurzem widmet er sich aber auch diesem Genre und produziert einen coolen Tune nach dem anderen. Seine aktuelle Produktion heißt "Trophy Buck" und klingt wie ein fürs Radio maßgeschneiderter Pop-Song. Wer schon auf seiner - übrigens im genialen Retro-Look designten - Website ist, sollte sich auf jeden Fall auch seine Eigenproduktionen anhören.

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2. Copycat - Stand By For The Floor

(Hot Chip vs. Ben E. King)

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"Alter Schwede!", wie unsere germanischen Freunde sagen würden. Der schwedische Mastermixer Copycat hat sich erlaubt, Ben E. Kings Klassiker "Stand By Me" einem Remake zu unterziehen. Was liegt schließlich näher, als "Ready For The Floor" von Hot Chip herzunehmen, wenn schon die Harmonien sehr ähnlich sind? Ganz so einfach war es dann wohl doch nicht, da es keine verwertbare Instrumentalversion des Songs gibt. So machte sich Copycat daran, den Song 1:1 nachzubauen - und das mit Erfolg. Ein echter Füller für den Dancefloor ... "do it, do it, do it, do it, do it, do it, do it, do it NOW!"

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1. DJ Schmolli - Mash Me Amadeus

(Falco vs. Nelly vs. Luniz)

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Den Vogel abgeschossen - im wahrsten Sinne des Wortes - hat im Jänner DJ Schmolli. Der zehnte Todestag des Falken naht, und wie alle braven Österreicher verehren wir unseren Helden. DJ Schmolli geht noch einen Schritt weiter und setzt ihm gar ein musikalisches Denkmal der anderen Art: Die aktuelle Single des Wiener Neustädter Produzenten/Remixers nennt sich "Mash Me Amadeus" - deshalb, weil Schmolli derzeit an einem ganzen "Falco Re:Loaded" Album arbeitet, das am 3. Februar das Licht der Welt erblicken wird. (Mehr darüber erfahren Sie Ende Jänner exklusiv im EVOLVER.) Wenn das Album hält, was die Single verspricht, kann man sich jetzt schon darauf freuen. Bei einer Schmolli-Produktion auch nur die kleinste Unstimmigkeit zu finden, grenzt ohnehin an ein Wunder. Auch bei "Mash Me Amadeus" hat er es wieder einmal geschafft, eine perfekte Produktion abzuliefern. Die Plazierung der einzelnen Rap-Teile harmoniert einwandfrei mit "Rock Me Amadeus" - oder, wie Hansi Hölzel gesagt hätte: "Oida, des foat"!

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