Das texanische "Alamo Drafthouse Cinema" erinnert dieser Tage an den US-Kinosommer des Jahres 1982. Es ist die Würdigung einer bemerkenswerten Intensivphase des phantastischen Kinos der 80er Jahre, der sich Dietmar Wohlfart gerne anschließt.
Butch Cassidy lebt. Zumindest in Mateo Gils kargem Neo-Western. Sam Shepard spielt eine müde Legende, die wider Willen noch einmal in Aktion tritt.
Postapokalyptisches aus deutschen Landen: Der Endzeitfilm von Nachwuchsregisseur Tim Fehlbaum kommt im Kielwasser thematisch verwandter Vorgänger technisch beachtlich, aber inhaltlich vorhersehbar daher.
Cholerischer Selbstzerstörer trifft auf bibelfeste Bürgerin: In dem rauhen Underclass-Drama von Regisseur Paddy Considine spielt Peter Mullan als schlagkräftiger Misanthrop groß auf.
In Robert Redfords Film wird der vermeintlichen Booth-Komplizin Mary Surratt der Prozeß gemacht. Weniger die Schuldfrage, sondern fundamentale moralische Erwägungen stehen im Vordergrund dieser behutsamen Durchleuchtung eines dunklen Seitenstrangs der Geschichte um Präsident Lincolns Ermordung.
Serienjuwelen-Lieferat HBO fördert einen weiteren Diamanten zutage: Für das Prohibitions-Drama "Boardwalk Empire" bündeln unter anderem Autor/Produzent Terence Winter ("Die Sopranos") und Regiegigant Martin Scorsese ihre Talente.
Dietmar Wohlfart über die erste Staffel des Großprojekts.