Panic Room
ØØØØ
USA 2002
DVD Region 2
108 Min. + Zusatzmaterial, dt. Fassung oder engl. OF
Features: Teaser, Filmographien
Regie: David Fincher
Darsteller: Jodie Foster, Kristen Stewart, Forest Whitaker u. a.
Jodie Foster und ihre Tochter werden in der neuen Luxuswohnung von bösen Buben bedroht: ein Fincher-Thriller, der ohne Faustkämpfe und Todsünden auskommt. 21.10.2002
Als die frisch geschiedene Meg Altman (Jodie Foster) gemeinsam mit ihrer Tochter Sarah (Kristen Stewart) in ihr neues Zuhause - ein geräumiges New Yorker Nobelhaus - einzieht, steht die klaustrophobisch veranlagte Alleinerzieherin der Existenz eines "Panic Room" (einer jener stählerner Festungen, die der finanzkräftigen Oberschicht als ultimative Schutzvorrichtungen vor ihrer kriminellen Umwelt dienen) naturgemäß skeptisch gegenüber. Doch schon bald bekommt Meg Gelegenheit, ihre Platzangst zu überwinden. Bereits die erste Nacht im neuen Domizil entwickelt sich nämlich zum Alptraum: Drei Einbrecher dringen in das Anwesen ein und werden dabei prompt von der Hausherrin überrascht. Diese flüchtet zusammen mit ihrer Tochter in den verhaßten Schutzraum.
Der radikale Sozialkritiker David Fincher ist ein Meister des Thrills - ein cineastischer Schocktherapeut, der sich in "Panic Room" auch auf engstem Raum gut zurechtfindet. Wie üblich arbeitet Fincher auch diesmal praktisch ausschließlich im Halbdunkeln, und dies recht effektiv. Man kauft Jodie Foster ihre Darstellung einer verbitterten, "abgelegten" Ex-Ehefrau jederzeit ab. Wie eine Löwin kämpft Meg um ihr einziges Kind. Dem energischen Abwehrkampf Fosters stehen die komisch-brutalen Zugriffsversuche des uneinigen Verbrecherdreigestirns gegenüber. Recht einfallsreich und jedenfalls hartnäckig, scheitert das Trio immer wieder am stählernen Schutzpanzer des Panikraums und der Standhaftigkeit seiner Bewohner. Prädikat: Sehenswert.

Panic Room
ØØØØ
USA 2002
DVD Region 2
108 Min. + Zusatzmaterial, dt. Fassung oder engl. OF
Features: Teaser, Filmographien
Regie: David Fincher
Darsteller: Jodie Foster, Kristen Stewart, Forest Whitaker u. a.
Das texanische "Alamo Drafthouse Cinema" erinnert dieser Tage an den US-Kinosommer des Jahres 1982. Es ist die Würdigung einer bemerkenswerten Intensivphase des phantastischen Kinos der 80er Jahre, der sich Dietmar Wohlfart gerne anschließt.
Butch Cassidy lebt. Zumindest in Mateo Gils kargem Neo-Western. Sam Shepard spielt eine müde Legende, die wider Willen noch einmal in Aktion tritt.
Postapokalyptisches aus deutschen Landen: Der Endzeitfilm von Nachwuchsregisseur Tim Fehlbaum kommt im Kielwasser thematisch verwandter Vorgänger technisch beachtlich, aber inhaltlich vorhersehbar daher.
Cholerischer Selbstzerstörer trifft auf bibelfeste Bürgerin: In dem rauhen Underclass-Drama von Regisseur Paddy Considine spielt Peter Mullan als schlagkräftiger Misanthrop groß auf.
In Robert Redfords Film wird der vermeintlichen Booth-Komplizin Mary Surratt der Prozeß gemacht. Weniger die Schuldfrage, sondern fundamentale moralische Erwägungen stehen im Vordergrund dieser behutsamen Durchleuchtung eines dunklen Seitenstrangs der Geschichte um Präsident Lincolns Ermordung.
Serienjuwelen-Lieferat HBO fördert einen weiteren Diamanten zutage: Für das Prohibitions-Drama "Boardwalk Empire" bündeln unter anderem Autor/Produzent Terence Winter ("Die Sopranos") und Regiegigant Martin Scorsese ihre Talente.
Dietmar Wohlfart über die erste Staffel des Großprojekts.
Kommentare_
Kommentar verfassen