Secretary
ØØØØ
USA 2002
104 Min.
dt. Fassung und OmU
Regie: Steven Shainberg
Darsteller: Maggie Gyllenhaal, James Spader, Jeremy Davies u. a.
Sex am Arbeitsplatz ist ja doch etwas Feines - zumindest in Steven Shainbergs komödiantischer "Venus im Pelz"-Liebelei mit dem derzeitigen "Rising Star" Hollywoods. 11.06.2004
Lee (Maggie Gyllenhaal) ist eigentlich ein ganz normales nordamerikanisches Durchschnittsmädchen, aber ihr Alltag im Rahmen einer dysfunktionalen Familie und eines völlig abwechslungs- und farblosen Suburb-Lebens hat Spuren hinterlassen. Sie entwickelte irgendeines dieser ominösen Borderline-Syndrome und fügt sich gern selbst Schnittverletzungen zu. Und weil der letze Jausenfeitel-Einsatz ein wenig zu tief ging, landete sie in der Psychiatrie. Immerhin ließ sie sich dort das Maschinschreiben beibringen...
Als sie freikommt, geht sie auf Job-Suche und wird von Anwalt Grey (James Spader) als Sekretärin engagiert. Das Arbeitsverhältnis beginnt allerdings schnell auszuufern. Nicht ganz zufällig ergibt es sich, daß Lee von Grey für Fehler kleine physische Bestrafungen erhält, und bald häufen sich Fehler und Strafen in voller Absicht. Grey findet ebenso Gefallen daran wie Lee, und die anfangs harmlosen S/M-Spielchen werden häufiger und heftiger - bis Grey in einem Anfall von Panik Lee kündigt und die ungewöhnliche, aber offenkundige Liebe auf die Probe gestellt wird.
Steven Shainbergs beim Sundance-Festival mit einem Jury-Spezialpreis ausgezeichnete Komödie hat einiges Polarisierungspotential. Der Film ist zwar niemals Exploitation, doch es bedarf eines sexuell befreiten Geistes, um die seltsame Affäre in ihrer Gesamtheit nachvollziehen zu können. Ist ein solcher vorhanden, kann die satirische Lovestory sogar überdurchschnittlich begeistern. Spader und Gyllenhaal sind jedenfalls großartig.

Secretary
ØØØØ
USA 2002
104 Min.
dt. Fassung und OmU
Regie: Steven Shainberg
Darsteller: Maggie Gyllenhaal, James Spader, Jeremy Davies u. a.
Schon drei Festivalpreise hat Jorge Michel Grau für sein Kinodebüt "Somos Lo Que Hay" - zu deutsch: "Wir sind was wir sind" - bekommen. Die Geschichte einer Kannibalenfamilie in Mexico City ist zähe, schwere Kost – aber total "arthouse".
Aphrodite selbst hat am Olymp in die Saiten gegriffen, und auf jene Sterbliche, die es jetzt schon hören durften, warten Wochen, ja Monate der blanken Wonne: Feist ist zurück - und das Universum wieder im Lot.
Im ersten Schweizer Horrorschocker in 3D sucht diverses Lumpenproletariat im Wald nach narrischen Schwammerln - und findet den Tod. Man kann kaum hinschauen, aber das Zuhören allein geht schon ziemlich unter die Haut.
Jedes Verbrechen, das man sich ausdenken kann, haben kapitalistische Konzerne und die ihnen dienenden Institutionen längst in Serie begangen. Einen weiteren Beweis dafür liefert der Film "Bulb Fiction" - am Beispiel des EU-weiten Verbots von Glühbirnen zugunsten sogenannter Energiesparlampen.
Österreichs erstes E-Zine bekommt einen papierenen Ableger: Mitbegründer Peter Hiess und Langzeit-Kollaborateur Robert Draxler gründen mit EVOLVER BOOKS einen Verlag für exklusive Literatur, diesmal in Buchform. Klaus Hübner wollte wissen, warum – und erfuhr alles über Internet-Zombies und die "Generation Deppert".
Alle reden von Demokratie - doch wenn die Herrschaft des Volkes wirklich drohend ihr Haupt erhebt, sind die Mächtigen schnell mit Boykotten, Angriffskriegen und Propaganda zur Hand. Also lassen wir uns lieber weiter gängeln und glauben daran, daß "die Wirtschaft" so sein muß, wie sie ist. Nämlich verbrecherisch.
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