Stories_Karlheinz Essl

Can the Can

Beim Stichwort "Neue Musik" suchen viele (nicht nur EVOLVER-Leser) präventiv einmal das Weite. Zu Recht? Ein Musiker, der sich vom erklärten Gegner zum begeisterten Befürworter gewandelt hat, feiert dieser Tage seinen 50. Geburtstag.
Der EVOLVER gratuliert - und räumt mit ein paar Vorurteilen auf.
   08.10.2010

"Was mich seit meiner Teenagerzeit, als ich Rockmusik gespielt hatte, bis heute fasziniert, ist die Erzeugung von psychischen Grenzzuständen mit Hilfe von Musik."

(Karlheinz Essl)

 

"Ich mache keine abstrakte Musik, die man nur versteht, wenn man eine spezielle Ausbildung hat, oder Wissen oder viel Erfahrung."

(derselbe)

 

"Reality is that which, when you stop believing in it, doesn't go away."

(Philip K. Dick)

 

Besucht man Karlheinz Essl in seinem Klosterneuburger Studio, das im Gebäude der (elterlichen) Sammlung Essl untergebracht ist, fällt - neben einer wunderbaren Aussicht auf die nahe gelegene Donau - nicht zuletzt eine beeindruckende Mischkulanz aus elektronischen Gerätschaften und analogem, "richtigem" Instrumentarium ins Auge. Die Funktionsweisen beider sind auf den ersten Blick nicht ganz zu durchschauen; vor allem im nicht-elektronischen Bereich wird man einiger Formen gewahr, deren Aufgabe im Halbdunkel des Ungewissen bleibt.

Anders formuliert: Man hat keine Ahnung, was das soll. Zum Beispiel das Ding, das aussieht wie ein CD-Ständer von King Kongs Insel (groß, hölzern und irgendwie "rituell"): Fragt man nach, entpuppt es sich als namenloses Instrument, das ein Freund - der Psychiater und Bildhauer Johann Feilacher - gestaltet hat. Bei einem seiner nächsten Konzerte würde es zum Zug kommen, meint der Künstler und lacht; den leicht verwirrten Ausdruck im Gesicht des Besuchers hat er wohl nicht zum ersten Mal gesehen.

Aber wer ist dieser Karlheinz Essl, dessen musikalische Bandbreite Kammermusik, elektronische Musik, Filmsoundtracks und Klingeltöne (!) umfaßt, und auch Webprojekte und Visuals zuläßt? Der an der Universität für Musik und darstellende Kunst seit 2007 eine Kompositionsprofessur für elektroakustische und experimentelle Musik innehat. Der mit dem Arditti-Quartett oder der Mezzosopranistin Margerete Jungen genauso selbstverständlich zusammenarbeitet wie er neben Dr. Nachtstrom oder Rokko auf dem Philip K. Dick-Tribute-Sampler "The Past inside the Future" des Bruit-Labels als Komponist und Performer zugange ist. Dessen Kompositionen und Improvisationen sich auf dem schmalen Grat zwischen ruhigem, schönem (sic!) Klangfluß und organisiertem Chaos bewegen.

Und der im August dieses Jahres seinen 50. Geburtstag beging.

Essls Konzert, das er am 19. Oktober im stimmungsvollen Lesesaal der Bibliothek der obgenannten Universität im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Österreich liest" abhalten wird, nennt sich "The Book of Sequiturs". Sein Philip K. Dick-Beitrag wiederum heißt "non Sequitur".

Was es damit auf sich hat?

 

"Sequitur ist ein Zyklus von 14 Kompositionen für verschiedene Solo-Instrumente mit Live-Elektronik. Die Klänge der Instrumente werden über Mikrofon oder Tonabnehmer live in ein eigens dafür geschriebenes Computerprogramm eingespielt - daraus entsteht in Echtzeit eine elektronische Klangebene, in der das Soloinstrument eingebettet wird. Sequitur selbst ist ein Begriff aus der Logik - eine logische Schlußfolgerung. Im Gegensatz dazu ist 'non Sequitur' unlogisch. Nonsens."

Was wiederum recht gut zum Herrn Dick paßt.

Überhaupt steht bei Essl mathematisch klare Struktur neben Improvisation. Was für ihn keinen Widerspruch darstellt: "Musik, die nur aus dem Gefühl heraus lebt, ist oberflächlich und hohl. Musik, die nur aus dem Kalkül heraus entsteht, ist steril. In der Verbindung dieser beiden Welten aber liegt die Kraft!"

No na, ist man versucht zu sagen.

Doch hört man sich seine Stücke an, können die tatsächlich Freude, Melancholie oder Ganzkörperkribbeln hervorrufen, ohne die Intelligenz des Hörers zu beleidigen. Mit Gefühligkeit hat das alles nämlich definitiv nichts zu tun. Aber: "Neben kompositorischer Planung gibt es eine Ebene, die man nicht notieren, nicht planen kann. Und darum beschäftige ich mich seit 15 Jahren wieder mit Improvisation." Was er ja auch in seinen ganz frühen Jahren in diversen Jazz- und Rock-Formationen ausgelebt hat.

 

Karlheinz Essl wurde 1960 in Wien geboren. Nach einer Ausbildung zum Chemie-Ingenieur studierte er an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien Tonsatz bei Alfred Uhl, Kontrabaß bei Heinrich Schneikart, Komposition bei Friedrich Cerha und Elektroakustische Musik bei Dieter Kaufmann. Sein Studium der Musikwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Wien schloß er 1989 mit einer Dissertation über "Das Synthese-Denken bei Anton Webern" ab.

Zu seiner Kindheit in der Unternehmer- und Kunstsammlerfamilie Essl meint er rückblickend: "Natürlich war es ein Segen, in einem kunstbeflissenen Haus aufzuwachsen, dabei ständigen Umgang mit zeitgenössischer Kunst zu haben und auch Kontakt zu österreichischen Malerinnen und Malern. Außerdem hat mein Vater zu jener Zeit, als wir Kinder waren, selbst gemalt und auch uns dazu animiert. Allerdings spielte sich die Sammlertätigkeit meiner Eltern in meiner Kindheit und Jugend in recht bescheidenem Rahmen ab. Erst, als ich bereits meine Karriere als Komponist begonnen hatte, hat sich die Sammlungsaktivität meiner Eltern verstärkt, was schließlich zum Bau des Schömer-Hauses 1987 geführt hat, der neuen Firmenzentrale, in der auch ihre Kunstsammlung permanent gezeigt wurde. Erst viel später, 1999, wurde das Essl-Museum in Klosterneuburg eröffnet."

 

Und wie Chemie und Musik zusammengehen?

Dazu der Künstler in einem TV-Porträt von Susanne Riegler im Jahre 2006: "Ich sollte eigentlich - da ich aus einer Kaufmannsfamilie komme - diesen Weg weitergehen und in dieselben Fußstapfen treten. Ich habe mich dem aber schon sehr früh verweigert, weil ich im Kaufmännischen nicht meine Stärken gesehen habe. Ich habe meinen Eltern bereits als Teenager klar gemacht, daß meine Fähigkeiten auf anderen Gebieten liegen: Ich bin eher Erfinder, habe deswegen dann eine Chemieschule besucht und danach - ganz untypisch - Musikwissenschaft studiert."

Sequitur - irgendwie.

Er spielte als Kontrabassist und E-Gitarrist in verschiedenen Kammermusik- und experimentellen Jazz- und Rock-Ensembles. Parallel dazu setzte er sich mit mittelalterlicher Musik und Fragen der Aufführungspraxis auseinander. "Mainstream hat mich nie interessiert. Die Rolling Stones fand ich immer fad. Stattdessen war ich ein großer Soulfan, was Mitte der 1970er Jahre eher unüblich war. Besonders hat mich aber der deutsche Krautrock interessiert; speziell Can haben’s mir angetan. Zwei Bandmitglieder haben ja bei Stockhausen studiert - und das brachte mich ebenfalls auf diesen Komponisten. Aber auch Bach war für mich immer wichtig."

Er habe sich halt nie ausschließlich einer Richtung zugehörig gefühlt. Obwohl er bei seiner ersten im Audio-Center am Wiener Judenplatz erstandenen Stockhausen-Platte zu Beginn dachte, sie hätte einen Pressfehler.

Bei der sogenannten Neuen Musik dauerte es halt eine Zeit.

"Als ich mich zu Beginn meines Kompositionsstudiums bei meinem zukünftigen Lehrer Friedrich Cerha vorstellte, mußte ich ihm meine musikalische Weltsicht erklären. Ich war ein Fan vom Kontrapunkt, auch von mittelalterlicher Musik, maximal Hindemith ließ ich noch gelten. 'Bissl dürftig,' meinte Cerha hierauf und fragte: 'Wo ist da bitte das 20. Jahrhundert? Hindemith ist ja Neoklassik. Wie schaut’s aus mit der Wiener Schule?' Darauf ich - im Brustton der Überzeugung: 'Das. Lehne. Ich. Ab.'" Essl grinst: "Cerha hat nur gelacht."

Das war 1983, im Jubiläumsjahr zu Weberns 100. Geburtstag. Cerha beschloß, seinen Schützling zu einem Webern-Konzert mitzunehmen. "Und ich war komplett von den Socken: Orchesterstück op. 6. Das war das Schönste, was ich zu der Zeit jemals gehört hatte!" Über Webern (und Can) wurde Essl dann auf Berg, Stockhausen und Boulez aufmerksam und - zwangsläufig, wie er meint - auf elektronische Musik, die er im Rock-Kontext, wie etwa bei Emerson, Lake and Palmer zuvor schon geschätzt hatte: "Aber jetzt kam's so richtig an!"

 

Besonderes Augenmerk sollte er auf die Formalisierbarkeit musikalischer Prozesse legen, die "Computer Aided Composition". Das führte in weiterer Folge zur Entwicklung von verschiedenen Software Environments für computergestützte Komposition.

Zwischen 1990 und 1994 war er dann als "Composer in Residence" bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik tätig. Zwischen 1992 und 1993 arbeitete er an einem Kompositionsauftrag des IRCAM in Paris und entwickelte dort eine Software-Bibliothek für algorithmische Komposition. Von 1995 bis 2006 unterrichtete er "Algorithmic Composition" am Studio for Advanced Music & Media Technology (SAMT) der Anton Bruckner-Universität Linz. Seit 1993 kuratiert er als Musikintendant des Essl-Museums Konzerte mit Neuer und improvisierter Musik. Seit 2007 hat er auch eine Kompositionsprofessur für elektro-akustische und experimentelle Musik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien inne.

Neben Instrumentalwerken und Kompositionen mit Live-Elektronik bietet Essl auch Echtzeit-Kompositionen, Improvisationskonzepte, Klanginstallationen, "site"-spezifische Musik- und Raum-Performances sowie diverse Web-Projekte an.

Zur Zeitschrift "Akkord" meinte er schon 2006: "Eine Komposition verstehe ich nicht nur als Spezialfall eines Stückes, das auf Papier fixiert, immer im selben Ablauf gespielt wird, sondern als einen lebendigen Organismus, den man formt und der dann ein Eigenleben entwickelt. Und so habe ich begonnnen, Computerprogramme zu schreiben, mit denen ich so diese Vorstellung umsetzen kann."

 

Inzwischen vergeht kaum eine Woche, in der nicht irgendwo auf der Welt ein Essl-Stück aufgeführt wird. Er selbst ist auch ein begeisterter Live-Performer, wozu er gerne sein selbstentwickeltes computerbasierten Meta-Instrument "m@ze°2" (Modular Algorithmic Zound Environment) heranzieht. Damit hat er eine Präsenz, von der mancher Popstar nur träumen kann. Dabei ist Essl niemand, der - via Facebook oder im analogen Leben - seinen Zeitgenossen die Türen eintritt. Er läßt sich lieber finden, indem die Interessierten zu ihm selbst oder auf seine Website kommen, wo er - fein strukturiert - eine solche Vielfalt an Klängen und Informationen anbietet, daß man durchaus Gefahr läuft, Stunden dort zu verbringen, ohne das Gefühl zu haben, es wäre im realen Leben wirklich viel Zeit vergangen.

Daneben pflegt er auch die Zusammenarbeit mit Künstlern unterschiedlichster Couleur. Der Schriftsteller Andreas Okopenko ist einer von ihnen. Jonathan Meese ein weiterer. Der Maler Hermann Nitsch. Oder der Sprayer Harald Naegeli. Zudem ist Essl auch als Autor tätig und veröffentlicht vorwiegend Aufsätze zur zeitgenössischen Kompositionstheorie. Zwischen 1991 und 1993 war er Chefredakteur von "ton", der österreichischen Zeitschrift für Neue Musik.

Apropos Literatur: "An Philip K. Dick bin ich zufällig geraten. Der passierte mir. Und dann hab’ ich festgestellt: Das ist eine wunderbare Einschlaflektüre." Und das ist gar nicht abschätzig gemeint - im Gegenteil.

Träumt Essl also von elektrischen Schafen?

Auf jeden Fall ist H.C. Artmanns Idee des "Poetischen Aktes", also des tatkräftigen Versuchs, das ganze Leben zum Kunstwerk zu machen, für ihn keine bloße Träumerei. Was bei vielen Künstlern der B-Liga zu einem nachhaltigen Mißverständnis führt ("Alles, was ich tue, ist Kunst, und drum bin ich so wichtig!"), also im schlimmsten Fall so etwas wie subventioniertes Lugnertum mit künstlerischem Feigenblatt hervorruft, war beim altösterreichischen ewigen Querdenker Artmann schlicht Lebensanleitung. Und auch Essl ließ sich schon in Jugendtagen von diesem Begriff, der seine Wurzeln in der Romantik hat, inspirieren. Damals, mit 15, 16 Jahren, entstand an seiner Schule ein Kreis, der sich einerseits mit (avantgardistischer) Rockmusik und andererseits mit Literatur beschäftigte. Wobei letzteres sowohl die Romantiker als auch die Wiener Gruppe (der auch Artmann zugehörte) umfaßte. Man nannte sich "Die Klapperatisten" und gab sogar ein eigenes Magazin heraus: Die "Zeitschrift für Klapperatismus", zeitweilig auch "Freie Unabhängige Tribüne", kurz "F.U.T." genannt. Eine der zentralen Figuren war neben Essl der Autor Franz Neovalis Neulinger, der ein gleichsam lebenslanges Werk als work in progress mit dem Titel "Skizzen eines imaginären Reiches" verfolgt. Damals hatte man sich neben der Produktion von Literatur, die dem entsprach, was man gemeinhin als underground verstand, dem Aktionismus verschrieben. Das ging vom Austeilen von Zetteln (auf denen nichts draufstand) bis hin zu etwas avancierteren Darbietungen: "Wir feierten Orgien auf der Bühne und schütten mit Kunstblut herum."

Wer jetzt meint, das wären nicht die einzigen gewesen, die in jenen Tagen so etwas veranstalteten, hat natürlich recht. Aber zwischen Reden und Machen ist eben auch ein Unterschied. Man darf sich lebhaft vorstellen, wie das Wien der späten 70er Jahre auf derlei reagiert hat.

Und Jeannè nicht dabei …

Wie auch immer: "Mit 20 hatte ich genug davon." Essl denkt kurz nach; ein leicht schmutziges Grinsen macht sich für einen Moment in seinem Gesicht breit: "Aber rückblickend gesehen war das schon gut!"

 

Von der Vergangenheit in die Gegenwart in die Zukunft: Er, der den frühen Stockhausen immer noch zu seinen wichtigsten Einflüssen zählt, "bevor er ins Esoterische abgedriftet ist", und Elektronik-Pionier Brian Eno hingegen gerade einmal von der ersten Roxy Music-LP kennt, hält nicht viel vom Hinarbeiten auf weit entfernt liegende Ziele: "Das hat mir noch nie gutgetan." Eher bevorzuge er, sich "treiben [zu] lassen von dem, was jetzt wichtig ist". Es passiere zudem so viel von außen: "Menschen, die ich gar nicht kenne, reagieren zum Beispiel auf meine Website. Daraus ergeben sich mitunter phantastische Kollaborationen."

Essl, der im Pop/Rock-Bereich momentan die Band Muse schätzt, sieht in der Neuen Musik derzeit zwei widersprüchliche Strömungen: "Da gibt es bestimmte esoterisch-sektiererische Zirkel, die fast unter Ausschluß der Öffentlichkeit agieren. Auf der anderen Seite haben wir viele Junge, die sich selbst neu organisieren und sich um bestimmte Dogmen gar nicht erst kümmern. Die spielen auch in der Kirche, im rhiz oder im Narrenturm."

Und auch Essl selbst ist unermüdlich. Neben seinem Konzert in der Bibliothek der Musikuni Wien am 19. Oktober 2010, das in Medienpartnerschaft mit dem EVOLVER stattfindet, türmen sich Ideen, Kooperationsangebote und Auftritte.

"Einen Stummfilm würde ich auch gerne einmal vertonen."  Und … und … und …

Sequitur? Non Sequitur?

Egal.

 

Ein Schlüsselbegriff ist Zeit. Schon 2002 führte er in einem Gespräch mit Jack Hauser aus: "Beim Komponieren befindet man sich außerhalb der Zeit und abstrahiert davon; man versucht, sich den gesamten Ablauf vorzustellen und kann in die Zeit hineinmikroskopieren - sie sozusagen anhalten. […] Beim Improvisieren hingegen ist das aber völlig anders: Du bist im Moment in der Zeit drinnen, gestaltest deren Ablauf 'in real time' und mußt nun innerhalb dieser Zeit, die gnadenlos abläuft, einerseits einen bestimmten Weg verfolgen, den man sich vielleicht vorher überlegt hat, oder der sich im Verlauf der Improvisation als gangbar herausstellt, und zugleich auch die Rückbezüge ständig wahrhaben: Was ist schon gewesen, wie kann ich mit diesem weiter arbeiten."

Dazu abschließend noch einmal Philip K. Dick in "Die Wiedergeburt des Timothy Archer": "Was, wenn ein Symphonieorchester nur bestrebt wäre, zur letzten Koda zu kommen? Was würde dann aus der Musik? Ein einziges Getöse, das so schnell wie möglich endet. Die Musik aber liegt im Prozeß, in der Entwicklung – wenn man sie beschleunigt, vernichtet man sie. Dann ist die Musik vorbei."

 

Eine Sorge, die man sich bei Karlheinz Essl sicher nicht zu machen braucht.

 

 

      

Thomas Fröhlich

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