Stories_Reisebericht Zypern, Teil I

Urlaub auf der Geisterinsel

Zypern konfrontiert den Urlauber in der Nebensaison mit allerlei Ungemach: leere Tavernen, kaum frisches Essen, Hotelruinen und Geisterstädte, durch die der Wind pfeift, vor sich hinschimmelnde, unverkaufte Reihenhäuser. Noch dazu werden Sparguthaben enteignet, und die Jugend trauert dem verlorenen Wohlstand nach. Ein Stück Beinahe-Paradies findet sich dennoch - jenseits der EU-Außengrenze. Ein Lokalaugenschein von Klaus Hübner.    05.06.2014

Büyük Han, eine restaurierte ehemalige Karawanenstation im türkischen Teil von Nicosia

 

Der Flughafen von Larnaca auf Zypern liegt mitten in einem Touristenstreifen, der sich fast lückenlos entlang der gesamten Südküste der krisengebeutelten EU-Republik dahinzieht. Die Strände hier, auf Bildern in Reisebürokatalogen meist viel größer und menschenleerer als in Wirklichkeit, verstecken sich bevorzugt unter einem Meer aus Liegen und Sonnenschirmen. Nur im Westen oberhalb von Paphos gibt es noch ein naturbelassenes Stück EU-Zypern. Und im Troodos-Gebirge, dem Inselzentrum, abseits der ausgetretenen Touristenpfade. Ansonsten regieren Strand-Disco, Schaumparty und Lidl. Oder Sex, Alkohol und Drogen, wie uns ein zyprischer Türke namens Burhan viel später erklären wird.

Ein Aufenthalt auf Zypern läßt sich reibungslos im Internet planen; privates Vermieten ist einer der wenigen boomenden Märkte der Insel. Wer über AirBnB nördlich von Ajia Napa im angeblich ruhigeren Protaras ein Quartier bucht, wohnt günstig unweit der beliebtesten Touristenzentren und Strände; die Hauptstadt und der ferne Süden liegen in Autonähe, so wie das Troodos-Gebirge. Außerdem residiert man in unmittelbarer Nachbarschaft zu jener Grenze, die seit den 70er Jahren von UNO-Soldaten bewacht wird, damit die südzyprischen Griechen und die nordzyprischen Türken einander nicht die Schädel einschlagen. Allerdings sind die Grenzübergänge rar und gut versteckt. Keine Seite will der anderen zu kollateralem Grenzverkehr verhelfen.

 

Allgegenwärtig: die Flagge der Türkischen Republik Nordzypern Seite an Seite mit der türkischen. Auch der zur Moschee umgebaute gotische Dom in Nicosia trägt sie.

 

Die Teilung des Eilands ist natürlich ein einziger Jammer. Seit 1976 die Unruhen zwischen den Volksgruppen eskalierten, wissen die Zyprer nicht mehr, wie ihre Hauptstadt heißt - Lefkosia, Nikosia oder Lefkosa. Einheitlicher wird´s nicht, auch nicht auf Straßenschildern. Die türkische Armee landete damals am Nordzipfel der Halbinsel Karpaz und marschierte bis in die Hauptstadt. Dann kamen die UNO-Soldaten und drängten sich dazwischen. Seither ist Nikosia geteilt wie einst Berlin, durch eine Mauer mit Visumpflicht. Drüben leben die Moslems, hüben die Orthodoxen. Eine Änderung an diesem Zustand ist nicht in Sicht.

Den westlichen Besucher treibt die Stadt fast unweigerlich in ihre schmale Fußgängerzone. Hier schlendert man heruntergekommene Auslagen mit verblichenen Chanel- und Louis-Vuitton-Logos entlang und kriegt keinen Moment das Gefühl, daß hier der Rubel rollt, obwohl überall Russisch zu hören ist. Mancherorts hat einer "Fuck Merkel" hingesprüht; nur die touristischen Ramschläden blühen. Dann stehst du plötzlich an der EU-Außengrenze. Mitten durch die Stadt geht die UNO-Sperrzone mit Stacheldraht, Stahlwänden, riesigen Radarantennen und Parabolspiegeln, Photographierverbot und Schildern mit bewaffneten Soldaten, die mit vorgestreckter Hand die Buchstaben HALT! zu rufen scheinen. Was die UNO hier wohl treibt? Ein Visum ist in wenigen Minuten gelöst, und schon geht es weiter in den türkischen Teil der Stadt, hinein in eine Parallelwelt aus gefälschten Carrera-Brillen, T-Shirts mit "I am the BOSS"-Aufdruck und Efes-Bier. Ohne großen Aufwand verirrt man sich in die prächtig renovierte ehemalige Karawanenstation Büyük Han, wo die Kühle der alten, wuchtigen Steinmauern zum Verweilen einlädt. Ein paar schöne, skurrile Bauwerke machen einen Abstecher durchaus lohnenswert - etwa die zwei berüchtigten christlich-gotischen Kathedralen, denen schon vor Jahrhunderten Minarette angepappt wurden, womit die Moschee auch schon fertig war.

Bald aber kehrt man der Angelegenheit instinktiv den Rücken. Nikosia ist eine lärmende Stadt mit vielen leerstehenden Geschäften und verhalten köchelnder Armut. Mehr als einmal wird man sie wohl kaum besuchen - die Stadt ist einfach zu hart und schmutzig. Wer von der Autobahn aus einen letzten Blick zurückwirft, wird der gigantischen Flagge der Türkischen Republik Nordzypern gewahr, die augenscheinliche Fans des haßerfüllten Militärkonflikts auf einem Berghang im Norden hinter der Stadt angelegt haben. Die unfaßbar große Fahne ist pure Provokation. Sie hält Nikosia im Würgegriff.

 

Militärische Grenzabschottung: Beide Seiten lassen keinen unkontrolliert rüber, die UNO steht dazwischen.

 

Nach einer Fahrt durch eine unscheinbare und leidlich reizlose mediterrane Hügelandschaft erreichen wir von Nikosia aus zuerst Ajia Napa. Der Küstenort mit seinem Riesenrad und den vielen Hochhäusern wirkt wie ein kleines London. Die Gegend ist auch genauso überfüllt wie die englische Hauptstadt. Sogar die Autos fahren links, wie überall auf der Insel - ein wichtiger Katalysator für das britische Flair hier (was nicht unbedingt positiv gemeint ist). Am Strand, der sich bei Ajia Napa über eine oft photographierte Sandbank mit einer kleinen Insel verbindet, stellt sich heraus, daß die Sandbank längst fortgespült, ja, daß offenbar der gesamte Strand vor Jahrzehnten aufgeschüttet und dann sich selbst überlassen wurde. Allerdings ist er immer noch gut dafür, so viele kostenpflichtige Liegestuhl-Sonnenschirm-Kombos und Strandbars aufzustellen, wie man unterkriegt. Den Briten, die hier jahrzehntelang dem Tourismus ihren Bedürfnisstempel aufgedrückt haben, ist das scheinbar recht so. Wir haben hier leider keinen Auftrag - für die Schaumparty ist die Saison noch zu früh, auch russische Maturaklassen feiern erst im Hochsommer. Zu den Klängen einer brüllenden Kinder-Abendanimation verabschieden wir uns für immer von jenem Ajia Napa, das vor 20 Jahren noch als wunderschön in der Erinnerung vieler Reisender zu bleiben wußte.

 

Vergnügungsmeile von Protaras: Fleisch und Plastik

 

Hat man das Kap Greco im Osten oberhalb von Ajia Napa hinter sich gelassen, wird die Küste schroff und nur selten von kleinen Buchten unterbrochen. Oberhalb der zerfurchten Strandlinie wurde eine nahezu lückenlose Betonwüste geschaffen. Hier wird die Tragweite der zyprischen Tragödie zur Gänze begreifbar. Erschreckend, was hier bautechnisch verbrochen wurde: Die gesamte Küste ist mit nahezu identischen, billigst hergestellten Reihenhäusern zugestellt. Die Bausubstanz verfällt vor dem Auge des Betrachters. Daß hier mindestens die Hälfte der Häuser niemals fertiggebaut werden wird, sieht jeder sofort. Daß 90 Prozent der fertigen Gebäude leerstehen, kommt erschwerend dazu. Vor einer verlassenen Wohnanlage, deren Swimmingpool man einfach mit Beton zugegossen hat, weil kein Geld mehr für seine Wartung da war, entdecken wir mehrere geparkte Autos, die uns stutzig machen. Die Nummerntafeln sind dran, die Fenster halb geöffnet, im Radio steckt eine CD, doch die dicke Staubschicht auf den Armaturen, die Korrosion an der Wetterseite und die platten Reifen machen klar, daß die Besitzer längst über alle Berge sind. Hier herrscht Endzeitstimmung, alles ist verlassen. Protaras ist auf dem besten Weg zur Geisterstadt.

 

Eine der unfertigen Reihenhaussiedlungen in Protaras, verlassen und bereits stark überwuchert

 

Freilich gibt es auch belebtere Streifen - zum Beispiel das Zentrum, eine Straße mit ausschließlich Touristen-Shops und Freßbuden. Ein riesiges McDonald´s-M thront in luftiger Höhe über der Konsummeile. Viele der Tavernen kämpfen mit allen Mitteln um Gehör. Manch einer hat aus Papiermaché und Beton eine Art Geisterbahn-Taverne erschaffen, die bestens in den Wiener Prater oder nach Las Vegas passen würde. Auch die Chinesen haben Freßpaläste aufgezogen; der größte davon ist allerdings verödet, so wie etwa jede siebte Bude hier. Der Lärm ist trotzdem zu nervig, um zu bleiben. Von der Discobar zieht eine endlose Fontäne von Seifenblasen die Straße runter - Aufmerksamkeitserhaschung zur niedrigstmöglichen Preis. Der Appetit ist uns vergangen.

 

Mit solchen Siedlungen ist die Küste rund um Aija Napa geradezu gepflastert.

 

 

Zur Fortsetzung ...

Text: Klaus Hübner, Fotos: Sylvie Fürst

Kommentare_

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UP - 05.06.2014 : 10.34
Ein politisch unglaublich schlecht recherchierter Artikel... 1976 war die Insel bereits zwei Jahre geographisch zweigeteilt. Die UNO entsandte ihre Blauhelme bereits ein Jahrzehnt zuvor 1964 usw
jb - 05.06.2014 : 21.17
Sie wollten vermutlich gern etwas negatives über Zypern schreiben?
Besonders die Schilderung von Nikosia stimmt überhaupt nicht, in
den Nebenstraßen der Ledra-Street scheinen Sie nie gewesen zu sein,
hier blüht seit vielen Monaten neues und intellektuelles Leben auf,
das den alten Charme von Nikosia wieder aufleben läßt.
Hendrik - 06.06.2014 : 15.54
Dieser Artikel war kurz bei Google News zu finden, jetzt wohl leider nicht mehr.
Ich finde ihn sehr gut und 100% zutreffend!

Ich mußte 3 Jahre lang auf Zypern leben. Ein trostloses Land. Die Menschen sind oft depressiv (Massenarbeitslosigkeit an der natürlich Deutschland Schuld ist) und entsprechend unfreundlich gegenüber Ausländern.

Guten Service muß man auf Zypern sehr lange suchen, besonders im Süden der Insel. Die Zypern-Griechen sind die unfreundlichsten und kältesten Menschen, die mir im Mittelmeerraum jemals begegnet sind.

Ich kannte einige Ausländer in Larnaka und Limassol - niemand von ihnen konnte lokale zyprische Freundschaften schließen. Manche berichten sogar von regelrechtem Ausländerhaß und dies nicht nur gegen Deutsche sondern insbesondere auch gegen die ehemaligen Kolonialherren, die Engländer.

Architektonisch ist Südzypern ebenfalls ein Graus, wie Sie es hier sehr treffend beschrieben ist.

Kein Mittelmeerland lässt seine Gebäude so sehr verfallen. Weihnachtsbeleuchtung wird einfach das ganze Jahr über hängen gelassen.

Nikosia ist für mich die häßlichste und dreckigste Hauptstadt Europas.

Der einzige Vorteil Zyperns sind die niedrigen Steuern. Viele Zyprioten haben in ihrem Leben noch niemals Steuern gezahlt und geben damit auch gerne an. Steuerehrlichkeit gibt es dort so gut wie nicht.

Ich bin sehr froh, nicht mehr in Südzypern zu leben und bedanke mich für diesen sehr ehrlichen und 100% korrekten Artikel!
Alexander - 06.06.2014 : 16.11
Nennt sich das bitte Journalismus? Ich bin fast Jedes zweite Jahr in Zypern, war auch zweimal im vom Türkischen Militär besetzten Nordteil der Insel. Dieser Artikel ist entsetzlich, das absolute Gegenteil von Journalismus, als ob mit Absicht eine Lüge nach der anderen erzählt wird! Abscheulich.
Lily - 06.06.2014 : 16.22
Eine Verleumdung durch und durch! Scheinbar war der Verfasser des Artikels nicht gut informiert und hatte keine Insider Infos vor seiner Reise...Schade! Ich würde ihn gerne mal für eine Führung einladen! Ich lebe hier seit 9 Jahre und ich kann die Lebensqualität, die Menschen und die Natur der Insel mit Nichts auf der Welt tauschen. Ich bin Österreicherin und kenne viele Österreicher die hier leben mit der gleichen Meinung wie ich! Ich bin entsetzt und denke dass Sie es mit böser Absicht geschrieben haben...Schade um das Evolver.at!
Thomas - 06.06.2014 : 16.28
Hendrik, hi I'm from Manchester, saw this article on my newsfeed (Cypriot-German friend posted it) I can understand what you write. My German isn't good enough to reply to you. So here goes in English:

If you have really lived in Cyprus for three years and honestly believe what you write, you must be clinically delusional. Cypriots are truly among the kindest most welcoming people I have ever met and have made some really good friends. As for the nature, beaches etc... scenic, it is frankly beautiful.

It is my dream to live in Cyprus, Er at least be able to afford to visit in the summer! each to his own but I really cannot see where you are coming from.

As to the author of this article, have you been paid to defame the Island or something? Because writing this of ones own free will and calling oneself a journalist seems like a mutually exclusive phenomenon.
Silvia - 06.06.2014 : 16.36
Keine Ahnung wo der Typ recheriert hat aber sicherlich nicht in Zypern. Ich habe 13 Jahre hier gelebt und bin jetzt wieder hier, denn die Insel ist ein Traum. Die Lebensqualität ist viel besser als bei uns in Österreich und was mich fasziniert ist, dass die Zyprioten trotz der Kriese immer noch ihr freundliches "Kopiaste" beibehalten haben. Dieser sogenannte "Journalist" kann sich gerne bei mir melden, ich unternehme dann gerne eine Rundreise mit ihm und zeige ihm warum hier "die Götter Urlaub machen". Ich bin wirklich sehr sehr enttäuscht von diesem Artikel
Antje - 06.06.2014 : 17.45
So etwas habe ich noch nie über Zpern gelesen. War der Verfasser auf Einladung auf der Insel, wie es gewöhnlich für Journalisten der Fall ist? Also viele der beschriebenen Gegenden und Situationen erinnern an Science Fiction aber nicht die Realität. Ich lebe seit 30 Jahren auf der Insel und denke, ich kenne eigentlich alles, aber was hier beschrieben wird, ist mir fremd abgesehen davon, dass einige Informationtionen schlichtweg falsch sind wie das Jahr der Invsaion.
THELMA TRYFONIDOU - 06.06.2014 : 18.00
https://www.facebook.com/andreas.boutsikakis?ref=ts&fref=ts#!/Luxury.Cyprus.Property/photos/a.269248659816718.63498.210418489033069/668927323182181/?type=1&theater The article does not give the true reality in Cyprus. People -us Cypriots- fight with all their might to come out of the difficult economic situation. Greeks know how to enjoy the sun, the sea, family and life. Cyprus is a Paradise. No wonder it is the birth place of Aphrodite! A visit will be memorable and a life's experience.
Angela - 06.06.2014 : 18.07
Ich lebe seit 20 Jahren auf der Insel, und ja es gab Veränderungen, und das nicht zu knapp. Gleiches gilt aber auch für mein Heimatland, den Rest von Europa und den Rest der Welt. Die Zeit steht nirgendwo still und die Veränderungen kommen durch die Menschen - Einheimische wie Besucher!

Es gibt auch sicher vieles was zu richten ist und es wäre falsch die Augen zu verschließen und so zu tun als wäre alles perfekt. Das liegt aber in den Händen derer die hier leben. Ein Besucher für einige Tage oder Wochen kann sich eine persönliche Meinung bilden, aber sicher nicht den Durch- und Überblick über das Land, die Leute und die Situation erhalten.
Kommen sie doch einfach nach Zypern mit der Offenheit Land und Leute kennenzulernen, nicht sie abzustempeln. Sie könnten mit einer ganz anderen Meinung abreisen als dieser Artikel es vermuten läßt.
Wie gesagt, es gibt positives und negatives und neutrales. Es gibt es in Zypern und dem ganzen Rest der Welt. Wäre schön wenn der zwite Teil des Berichtes die positiven eiten hervorhebt und diese in richtigem Licht zeigt.
Rene - 06.06.2014 : 18.21
sehr geehrter Herr Hübner, soll dieser sogenannte Bericht über Zypern als Vorbereitung auf eine besonders unsympatische Rolle in einem Film dienen? oder war es eine Auftragsarbeit um die Zyprioten schlecht da stehen zu lassen? kein Land dieser Welt ist fehlerlos, das trifft auch auf Zypern zu. diese Fehler werden aber nach und nach beseitigt und im Zuge der Finanzkrise entstanden viele neue kleine Geschäfte. die Zyprioten sind äußerst freundliche und hilfsbereite Menschen. bei all meinen Besuchen auf dieser herrlichen Insel hatte ich noch nie Probleme. ganz im Gegenteil - nach all diesen Jahren habe ich mittlerweile viele Freunde gefunden, erfahre Dinge die "normale" Touristen nie hören würden. denen soll ihr Urlaub ja in besonderer Erinnerung bleiben. obgleich ich natürlich weiß, dass man nicht alles nur durch die rosarote Brillen sehen darf, könnte ich hier noch seitenlang Lobeshymnen auf Zypern singen. Ihnen würde ich aber dringend eine andere Herangehensweise an dieses wunderbare Land empfehlen. Angebote, diese Insel aus anderer Perspektive zu betrachten haben Sie ja mittlerweile genug.
Silvia - 06.06.2014 : 18.30
Lieber Hendrik, Du Glücklicher, denn schon alleine du "musstest" 3 Jahre auf der Insel bleiben ist doch etwas wunderbares, andere wünschen sich so etwas... na und das du keine Freunde gefunden hast, kann ich mir schon vorstellen, denn wenn jemand so negativ eingestellt ist, dann kann man ja auch keine Freunde finden und wenn, dann auch nur solche Freunde die auch keine Freunde finden. Ich nehme auch an, dass du in noch keinem anderen Land warst außer Deutschland und Zypern wenn du behauptest, dass Nikosia die dreckigste Hauptstadt ist .... kleiner Tipp von mir lieber Hendrik: "Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es wieder raus"
evelyn - 06.06.2014 : 19.29
/Sie sind leider von Anfang an negativ eingestellt ! daß darf doch nicht ein Journalist ! Dieses wunderschöne Land kann man nicht so miesmachen, in diesem Schreiben steckt richtiger Haß - schade.
Panos - 06.06.2014 : 19.58
Sehr geehrte Herr Hübner,

ich habe diesen Artikeln über Zypern nur mit Verwunderung gelesen und ich muss sagen, ich bin geschockt und ziemlich traurig.
Mit seriösem Journalismus hat das leider nichts zu tun.
Ich möchte ihnen empfehlen zukünftig, persönliche Meinung von objektiver Berichterstattung zu trennen.
Ich selber komme ich aus Zypern und bin ich seit 20 Jahre für den Reiseunternehmen TUI tätig.
Ich bin viel in mein Leben gereist und weiß das jedes Land vor und Nachteile hat. Bei diesen Artikeln allerdings erkenne ich nur persönlichen Antipathie zu den Insel.
Insofern bin ich froh dass 3 Millionen Touristen trotzdem jährlich die Insel besuchen und dort die schönsten Tagen des Jahres verbringen.
Ich persönlich wünsche ich mir sogar noch mehr Deutsche Gäste die die Schönheit der Insel schätzen können.

Ich danke ihnen trotzdem dass Sie für meine Heimat Zeit genommen haben um etwas zu schreiben.
Christiane - 07.06.2014 : 06.47
Lieber Klaus Hübner,
wir von der Zypern-Rundschau würden Sie bei Ihrem nächsten Besuch auf der Insel gern treffen, um Ihnen zu zeigen, was Sie offenbar nicht allein finden konnten: Freundlichkeit, Schönheit, Kultur. Kontaktieren Sie uns ruhig: http://cips.com.cy/ZypernRundschau/
Beste Grüße aus Nikosia
Christiane Sternberg
Elena Ioannidou Ortner - 07.06.2014 : 10.22
Sehr geehrt Herr Hübner,

bezugnehmend auf Ihren Artikel mit dem Titel „Urlaub auf der Geisterinsel“ vom 5. Juni 2014, möchten wir folgendes festhalten:

Es ist einfach sehr bedauerlich, dass Sie sich soviel Ironie und Häme über ein Land und seine Bevölkerung erlauben, ohne ein Mindestmaß an journalistischer Sorgfaltspflicht einzuhalten.

So behaupten Sie die Invasion der türkischen Truppen auf Zypern war im Jahr 1976, die UNO Truppen sind nachgekommen, oder, dass seit der Invasion „die Zyprer nicht mehr wissen, wie ihre Hauptstadt heißt – Lefkosia, Nikosia oder Lefkosa“.

Richtig ist: Die Invasion der türkischen Armee war im Jahr 1974, die UNO Truppen sind seit 1964 auf Zypern stationiert. Die Hauptstadt der Republik Zypern heißt auf Griechisch "Lefkosia", auf Türkisch - der zweiten Amtssprache der Republik - "Lefkosa" und nachdem es auch internationale Namen für Städte gibt - für Wien zum Beispiel "Vienna" - ist der internationale Name für Zyperns Hauptstadt "Nikosia".

Die von Ihnen beschriebenen Grenzübergänge die laut Ihnen “rar und gut versteckt sind” haben laut der letzten Statistik im Jahr 2012, 481.732 griechische Zyprioten und 850.362 türkische Zyprioten passiert (vgl.Report from the Commission to the Council, of Council Regulation (EC) 866/2004). Die Zyprioten dürften sie also ganz gut finden.

In Ihrem Artikel bezeichnen Sie weiters Zypern als eine Geisterinsel, mit kaum frischem Essen, Hotelruinen und Geisterstädte. Sie zitieren einen türkischen Zyprioten, der meinte es gäbe da noch „Sex, Alkohol und Drogen“. Glauben Sie wirklich, dass jährlich fast 2,5 Millionen Touristen zu einer doch gehobenen Preiskategorie Destination trotz schlechtem Essen und Hotelruinen kommen? Laut der Statistik übernachten fast 50 % der Besucher Zyperns in 4 und 5 Sterne Hotels. Diese Touristen wären wohl kaum die Kundschaft für das Land, dass Sie hier beschreiben.

Nikosia, die Sie als eine „harte und schmutzige Stadt“ bezeichnen, hat seinen Anteil der Besucher in den letzten 10 Jahren verzweifacht. Das bedeutet genau das Gegenteil von Ihrer Behauptung, niemand wäre nach Nikosia ein zweites Mal gekommen.

Tatsache ist, dass Zypern eine touristisch geprägte, landschaftlich abwechslungsreiche Insel mit vielen Gesichtern ist. Viele kulturinteressierte Menschen besuchen Zypern für seine 10.000 Jahre kulturhistorische Vielfalt mit Tempeln, Klöster, Kirchen und Burgen, denen Sie aber gänzlich aus dem Weg gegangen sind!? Ein weiterer Beweggrund für viele Besucher ist das gesunde Klima und sind die im dritten Jahr in Folge sauberste Strände und Gewässer Europas. Ihre Behauptung der überfüllten Strände ist auch deshalb falsch. Unsere Gäste kommen wegen den traditionsbewussten und gastfreundlichen Zyprioten sowie weil Zypern eines der sichersten Reiseziele in Europa, mit hohem Lebensstandard und sehr guter Infrastruktur, ist.

Es ist wirklich bedauerlich, dass Sie Zypern und seine Menschen so desavouieren, indem Sie irreführende und schlecht recherchierte Informationen verbreiten bzw. einzelne Phänomene, die in jeder touristischer Destination zu beobachten sind, als das „wahre Zypern“ darstellen.

Deswegen fordern wir sie hiermit auf, diesen Brief umgehend auf Ihrer Webseite zu veröffentlichen.
Gleichzeitig hoffen wir, dass Sie die hier erwähnten Informationen in Ihrem zweiten angekündigten Teil berücksichtigen.
Für weitere Fragen stehen wir Ihnen natürlich jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Elena Ioannidou Ortner
Presse- und Kulturattaché
Botschaft der Republik Zypern in Wien



Sehr geehrt Herr Hübner,

bezugnehmend auf Ihren Artikel mit dem Titel „Urlaub auf der Geisterinsel“ vom 5. Juni 2014, möchten wir folgendes festhalten:

Es ist einfach sehr bedauerlich, dass Sie sich soviel Ironie und Häme über ein Land und seine Bevölkerung erlauben, ohne ein Mindestmaß an journalistischer Sorgfaltspflicht einzuhalten.

So behaupten Sie die Invasion der türkischen Truppen auf Zypern war im Jahr 1976, die UNO Truppen sind nachgekommen, oder, dass seit der Invasion „die Zyprer nicht mehr wissen, wie ihre Hauptstadt heißt – Lefkosia, Nikosia oder Lefkosa“.

Richtig ist: Die Invasion der türkischen Armee war im Jahr 1974, die UNO Truppen sind seit 1964 auf Zypern stationiert. Die Hauptstadt der Republik Zypern heißt auf Griechisch "Lefkosia", auf Türkisch - der zweiten Amtssprache der Republik - "Lefkosa" und nachdem es auch internationale Namen für Städte gibt - für Wien zum Beispiel "Vienna" - ist der internationale Name für Zyperns Hauptstadt "Nikosia".

Die von Ihnen beschriebenen Grenzübergänge die laut Ihnen “rar und gut versteckt sind” haben laut der letzten Statistik im Jahr 2012, 481.732 griechische Zyprioten und 850.362 türkische Zyprioten passiert (vgl.Report from the Commission to the Council, of Council Regulation (EC) 866/2004). Die Zyprioten dürften sie also ganz gut finden.

In Ihrem Artikel bezeichnen Sie weiters Zypern als eine Geisterinsel, mit kaum frischem Essen, Hotelruinen und Geisterstädte. Sie zitieren einen türkischen Zyprioten, der meinte es gäbe da noch „Sex, Alkohol und Drogen“. Glauben Sie wirklich, dass jährlich fast 2,5 Millionen Touristen zu einer doch gehobenen Preiskategorie Destination trotz schlechtem Essen und Hotelruinen kommen? Laut der Statistik übernachten fast 50 % der Besucher Zyperns in 4 und 5 Sterne Hotels. Diese Touristen wären wohl kaum die Kundschaft für das Land, dass Sie hier beschreiben.

Nikosia, die Sie als eine „harte und schmutzige Stadt“ bezeichnen, hat seinen Anteil der Besucher in den letzten 10 Jahren verzweifacht. Das bedeutet genau das Gegenteil von Ihrer Behauptung, niemand wäre nach Nikosia ein zweites Mal gekommen.

Tatsache ist, dass Zypern eine touristisch geprägte, landschaftlich abwechslungsreiche Insel mit vielen Gesichtern ist. Viele kulturinteressierte Menschen besuchen Zypern für seine 10.000 Jahre kulturhistorische Vielfalt mit Tempeln, Klöster, Kirchen und Burgen, denen Sie aber gänzlich aus dem Weg gegangen sind!? Ein weiterer Beweggrund für viele Besucher ist das gesunde Klima und sind die im dritten Jahr in Folge sauberste Strände und Gewässer Europas. Ihre Behauptung der überfüllten Strände ist auch deshalb falsch. Unsere Gäste kommen wegen den traditionsbewussten und gastfreundlichen Zyprioten sowie weil Zypern eines der sichersten Reiseziele in Europa, mit hohem Lebensstandard und sehr guter Infrastruktur, ist.

Es ist wirklich bedauerlich, dass Sie Zypern und seine Menschen so desavouieren, indem Sie irreführende und schlecht recherchierte Informationen verbreiten bzw. einzelne Phänomene, die in jeder touristischer Destination zu beobachten sind, als das „wahre Zypern“ darstellen.

Deswegen fordern wir sie hiermit auf, diesen Brief umgehend auf Ihrer Webseite zu veröffentlichen.
Gleichzeitig hoffen wir, dass Sie die hier erwähnten Informationen in Ihrem zweiten angekündigten Teil berücksichtigen.
Für weitere Fragen stehen wir Ihnen natürlich jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Elena Ioannidou Ortner
Presse- und Kulturattaché




r.evolver - 10.06.2014 : 13.33
Auch ich habe vor einigen Jahren Urlaub auf Zypern gemacht. Mit dem Mietwagen. Damals mag es noch gar nicht so arg gewesen sein, wie Klaus Hübner das schildert. Trotzdem schließe ich mich seiner Meinung an. Die Insel ist schon seit Jahrzehnten Opfer einer unglaublichen Naturzerstörung. Wer das nicht sieht, mag es nicht sehen ...

Ich habe kein Problem damit, zuzugeben, dass mir davor geekelt hat, wie Menschen ihr eigenes Land so gewissenlos verdrecken und verscherbeln können. Schon damals war die Südküste eine einzige von Touristenhorden überlaufene Betonwüste.

Natur?! Ach ja, wo denn?! Doch nicht etwa dieses ausgedörrte ehemalige Truppenübungsgelände?! Oder das Trodos-Gebirge?! Zugegeben, ich hab es als einigermaßen erfrischendes Kontrastprogramm in Erinnerung. Aber Hand aufs Herz: Die Fischauer Vorberge können mehr ... und dort hat sich (so wie auch nach Zypern) noch keine nennenswerte Gottheit hinverirrt ...

Die Menschen hab ich damals als reserviert bis sehr unfreundlich erlebt, was ich persönlich aber nachvollziehen kann. Müsste ich auf einer verseuchten Müllhalde am Mittelmeer leben, stünde es mit meiner Laune auch nicht zum Besten.

Meine Worte beziehen sich explizit auf den griechischen Teil Zyperns - vielleicht ist es im türkischen ja besser oder anders oder sonst wie ...


Hendrik - 10.06.2014 : 15.25
Ich finde den türkischen Teil der Insel deutlich schöner und ruhiger.

Den Zypern-Fans, die sich hier melden, sei gesagt: Jeder kann und soll seine eigene Meinung haben.

Wie man Nikosia mögen kann, ist mir dennoch ein Rätsel. Nennen Sie mir doch bitte eine Sehenswürdigkeit, eine Parkanlage oder eine Strasse OHNE Grafitti und Müll. Sogar die Ledra Straße ist vollgeschmiert.

Das ist schade, hier müßte das Land endlich mal aktiv werden.

Es gibt jedoch auch schöne Ecken, gerade in der Paphos Ecke. Trotzdem stehe ich dazu: Einmal Zypern (berufsbedingt) und nie wieder!

PS: Ich kenne ungefähr 30 Hauptstädte weltweit. Keine ist wie Nikosia.
Lily - 10.06.2014 : 22.01
Redaktion Evolver und der Verfasser des Artikels ist eindeutig eine und dieselbe Person...ich neige zu glauben dass Hendrik auch die gleiche Person ist. Ich kann sonst diesen Hass auf Zypern nicht
nachvollziehen.
GD - 10.06.2014 : 22.45
Sg. Hr Hübner,
als Österreicher der schon etwas länger hier auf Zypern lebt und arbeitet kann ich Ihren Artikel nicht unbeantwortet lassen. Obwohl ich Ihnen in einigen Punkten durchaus zustimme (sh weiter unten), disqualifiziert sich Ihr Artikel durch die schockierend schlecht recherchierte und dadurch vollkommen verdrehte Darstellung der politischen Situation von selbst – journalistische Recherche und Sorgfalt? Leider Fehlanzeige! Fr. Elena Ioannidou Ortner hat zum Glück einige Dinge richtiggestellt. Sie schreiben von der EU-Außengrenze; zugegebenermaßen ist die Situation etwas kompliziert hier: Die gesamte Republik Zypern, also die gesamte Insel, ist Mitglied der EU, nur ist die Umsetzung des Acquis in den von der Türkei besetzten Gebieten ausgesetzt. Auch schreiben sie von „Grenze“ - das ist zwar ganz im Sinne der türkischen Propaganda, aber einer Lösung des Zypernproblems eher nicht zuträglich. Vielleicht das nächste Mal etwas ausgewogener schreiben und vorher informieren.
Wie oben bereits erwähnt, haben Sie auch einige Dinge gut erkannt:
Ayia Napa – das ist eben Tourismus wie man ihn in vielen anderen Mittelmeerdestinationen auch sieht. Vielen Touristen gefällt es. Ich fahre dort aber nicht hin. Extreme Verbauung mit Touristenvillen bzw. Ferienhäusern entlang der Küsten. Leider ist das die Realität, da gibt es nichts zu beschönigen. Man möchte denken dass ein Land das vom Tourismus lebt auf seinen Naturraum besonders achtet und ihn als Kapital bewahrt. Fehlanzeige - Raumplanung ist hier oftmals nur ein Instrument zur kurzfristigen Gewinnmaximierung weniger. Die Umwandlung von unberührtem Naturland in Villensiedlungen (oder in Golfanlagen mit Villensiedlungen o.ä.) ist ein noch immer propagiertes und verfolgtes Wirtschaftsmodell. Trotzdem kann man in Zypern noch unberührte Natur genießen, man muss nur wissen wo man hinfährt (und wohin nicht).
Nikosia. Ihre Anmerkung bzgl der drei Namen sollte lustig sein? Jeder Zypriote weiß sehr genau wie die Stadt heißt – in seiner Muttersprache und in der Sprache der anderen Volksgruppen. Stellen Sie sich vor, es gibt sogar in Österreich Orte mit zweisprachigen Ortstafeln, und dort ist das ebenso! Wo ist also das Problem? Dass Nikosia eine eher unansehnliche Stadt ist liegt auf der Hand. Und dass vieles im Argen liegt in Nikosia (Öffentlicher Verkehr….) wird wohl auch niemand leugnen, es gibt viel zu verbessern. Aber was hatten Sie erwartet? Eine Stadt die für viele Jahrhunderte vor 1960 bestenfalls Hauptstadt einer Kolonialprovinz war und dann auch noch zur Hälfte besetzt wurde (und sich mehr oder weniger nur mehr Richtung Süden erweitern konnte), kann nicht wie Wien, Paris, London, Madrid etc. aussehen, das ist einfach zu viel erwartet.
Ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung und hoffe sie wird deutlich besser recherchiert und ausgewogen sein.

An r.evolver: @ Naturzerstörung: d’accord. @ Fischauer Vorberge: Zählen Sie zB doch mal wieviele Orchideenarten sie dort bewundern können, und dann vergleichen Sie es mit dem Troodosgebirge, oder auch mit dem “ausgedörrten ehemaligen Truppenübungsgelände”. Und wenn Ihnen dass nicht genügt fahren Sie von den Fischauer Vorbergen in Richtung Meer, und wenn Sie in einer halben Stunden noch nicht dort sind vergleichen Sie nochmal mit dem Troodos. Jedem das Seine.
Dr. Trash - 11.06.2014 : 08.46
Also, mir gefällt das: wie sich alle plötzlich aufregen und ereifern, wie sie gleich Haß und Verschwörung wittern, wie sie Gegendarstellungen bringen, "auffordern" und ihren üblichen Sturm Scheiße loszutreten versuchen - nur weil einer beschreibt, wie er etwas gesehen hat und wie es daher in Wahrheit ist. Ja, OK, vielleicht mögen irgendwelche Jahreszahlen fragwürdig recherchiert sein; die kriegt ja der Zypern-Urlauber sowieso nicht mit. Aber der Bericht ist eben alles andere als dieser widerliche Gefälligkeitsjournalismus, der objektiv zu sein vorgibt und in Wahrheit deswegen so freundlich und weichgespült ist, weil natürlich und sowieso die gesamte Branche des "Reisejournalismus" darauf beruht, daß faule, unfähige Schreiber von irgendeinem Land, einer Fluggesellschaft, einer Hotelkette oder einem Veranstalter einen All-inclusive-Urlaub geschenkt kriegen und sich deswegen bemühen, schreiberisch möglichst tief in die Hinterteile der spendablen Auftraggeber zu kriechen.
Und plötzlich traut sich jemand, was anderes zu machen ... Huch! Das muß der EVOLVER sein.
r.evolver - 11.06.2014 : 13.31
> Redaktion Evolver und der Verfasser des Artikels ist eindeutig eine und dieselbe Person...ich neige
> zu glauben dass Hendrik auch die gleiche Person ist. Ich kann sonst diesen Hass auf Zypern nicht
> nachvollziehen.

@Lilly: Ja, sag einmal, glaubst Du denn wirklich, dass sich der Hübner Klaus die Mühe macht, hier in unzähligen Rollen virtuell in Erscheinung zu treten, wo er doch seine Meinung eh schon vorab im Reisebericht kundgetan hat? Eine Meinung wohlgemerkt, die man in dem Wissen veröffentlicht, dass man mitnichten Konfetti-Regen dafür ernten wird ...

Sorry, aber das ist schon eine ziemlich naive Unterstellung!

Ich bin keine "Redaktion" und betone noch einmal (wenn's erlaubt ist): Ich kann mit Zypern nebst dem Unvermögen und der selbstzerstörerischen Lebensweise seiner Bewohner nix anfangen: Langweilig, staubig, stickig-heiß, dreckig, zubetoniert, überlaufen, zerstört ...

Und: Natürlich, in den Fischauer Vorbergen kann ich keine Orchideen bewundern, aber dafür auch keine Sondermüllfässer und verwitterten Benzinkanister und ähnlichen (Sonder)Müll, der dort überall herumliegt ... - Entschuldigung, lag natürlich ... die braven Zyprioten haben sicher schon alles weggeräumt und gemäß der EU-Richtlinien und -Verordnungen entsorgt.

Zugegeben, auch benötige ich weit mehr als eine halbe Stunde, um von Fischau ans Meer zu gelangen. Aber was würde mich dort erwarten? Eine Kloake, die selbst die zuversichtlichsten Meeresbiologen abgeschrieben haben. Zahlt sich also eher aus, das (architektonisch reizvolle und puncto Wasserqualität tadellose) Fischauer Thermalbad zu besuchen! Und dorthin braucht es nur 5 Minuten (zu Fuß)!




r.evolver - 11.06.2014 : 13.47
Noch was: So weit ich (also wirklich Ich, nicht der Herr H. od. die Red.) mich erinnern kann (aber das werden p.t. Damen u. Herren jetzt sicher vehement dementieren), wurde bis in die späten 80er-Jahre ausgerechnet in DEM Naturschutzgebiet der Insel Asbest abgebaut - die Böden und das Grundwasser um das Bergwerk sind bis heute verseucht ... aber - eh klar - das ist natürlich alles eine Unterstellung, ganz schlecht und unseriös recherchiert und vor allem eins: Es ist nicht wahr; es schreibt sich ja nur schizophrener Journalist seinen Hass von der Seele, der ihn keine Nacht mehr schlafen lässt ... *har*
Lily - 11.06.2014 : 16.10
“Ich glaube ja nicht einmal das was ich schreibe“ sagte in einem Interview der Herr Hiess v. Evolver. Siehe http://www.medien-journal.at/ich-glaube-ja-nicht-einmal-das-was-ich-schreibe/.
Also meine Freunde genug ist genug! Der Evolver provoziert anscheinend um seine Zahlen steigen zu lassen. Ich zitiere Herrn Hübner in einem anderen Interview "Wenn uns jemand vor Gericht brächte wegen etwas, das im EVOLVER steht, wäre das die beste Werbung, die man sich vorstellen kann." ( „Wir kämpfen gegen jede Form von Diktatur.“, Teil 2 des EVOLVER-Interviews).
Es ist jetzt alles klar....
r.evolver - 11.06.2014 : 18.34
@Lily: Ja, und? Was geht das mich an? Ich bin keiner der beiden Herren und ich befürchte, du leidest unter fixen Ideen; also: was ist denn jetzt mit dem Asbest? Und den zubetonierten Küsten an den Gestaden der Kloake? Der zerstörten Natur? Den illegalen Mülldeponien? Den Bauruinen? Grundstücksspekulationen? Dem verseuchten Grundwasser? Den Touristenmassen? Alles nur Schimäre? Einbildung? Reaktionäre Provokation? Alles eitel Wonne auf der Insel der Aphrodite (die sich grad ankotzt)? Dann glaub von mir aus weiter dran ... und lass anderen ihre Meinung!
der Herr Hiess vom EVOLVER - 11.06.2014 : 20.04
@ Lily: Es freut mich sehr, Gnädigste, daß Sie unsere öffentlichen Äußerungen so genau verfolgen. Aber andererseits: Wahrscheinlich glauben Sie sowieso, daß wir alle ein und derselbe sind ...
Silvia - 12.06.2014 : 02.44
r.evolver Sie müssen die selbe Person sein, denn es ist unmöglich, dass gleich zwei Personen sich so schlecht informieren bevor sie etwas von sich geben. Bezüglich Kloake und Wasserqualität schlage ich ihnen vor, diesen Artikel zu lesen und wenn sie diesem Artikel nicht glauben, es gibt noch jede Menge anderer Artikel zu diesem Thema http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/brennpunkte_nt/article128448724/Wasserqualitaet-fast-ueberall-in-Europa-gut.html
Marianne - 12.06.2014 : 10.49
Sehr geehrter Herr Hübner,
in Deutschland herrscht nach wie vor journalistische Freiheit, jedoch ist mir nicht ganz klar was Sie mit Ihrer Reportage eigentlich bewirken möchten, außer mehr Traffic auf Ihrer "Revolver-Seite" zu generieren. Wer hat Sie eigentlich beauftragt? Ab dem 17. September 2014 finden Sie mein neues Zypern-Buch im Buchhandel. Es zeigt wie man sich positiv und mit konstruktivem Interesse einem Land und seinen Menschen nähert, Zeit mit Ihnen verbringt, versucht sie zu verstehen und sich bedankt für die Gastfreundschaft. Ich kann Ihnen nur den Rat geben: Ändern Sie Ihre Einstellung wenn Sie Menschen besuchen! Gruß M.
Dr. Trash - 12.06.2014 : 11.23
@ Marianne: Ob journalistische Freiheit oder nicht - Gott sei Dank sind wir vom EVOLVER nicht in Deutschland.
Johannes - 12.06.2014 : 12.38
Interessant, Marianne! Was ist das für ein Buch? Wie heißt es? Bei welchem Verlag wird es erscheinen?
r.evolver - 12.06.2014 : 12.39
... und, steht in dem Buch auch was über die Sache mit der Asbest-Verseuchung im Troodos-Gebirge?
Klaus Hübner - 12.06.2014 : 12.54
Ich glaube, dass Marianne und Johannes ein und dieselbe Person sind, oder bestenfalls das Propaganda-Team eines Buchverlags, der sein kommendes Produkt in alle thematisch zusammenhängenden Seiten spammt. Peter und Jürgen, bitte beobachten und nötigenfalls löschen, danke!
r.evolver - 12.06.2014 : 13.43
Bin schon draufgekommen: Das ist ja ein Kochbuch! *hahahaha*
jb - 12.06.2014 : 13.59
Schade, daß das hier nun in eine so unsägliche Schlammschlacht abdriftet, anstatt Sachlichkeit zu wahren!
Judith - 15.06.2014 : 21.00
Wir waren vor 5 Jahren im Urlaub in Limassol. Ebenfalls ein trostloser Ort. Der Strand ist eine Katastrophe, überall Dreck. Die Stadt ist grau und ungeflegt, wirklich unschön. Keine Empfehlung!
Klaus Hübner - 03.07.2014 : 12.21
“In a time of universal deceit, telling the truth is a revolutionary act.”
George Orwell
Britta - 22.07.2014 : 14.26
1. Wer Urlaub in Limassol macht ist selber schuld! Es ist eine Hafenstadt, Piräus ist auch nicht schöner.
2. WEnn man schon Historie anführt sollte man sich anständig informieren.
3. Was auch immer die Hintergründe des Verfassers sind, er hat sich aus irgendeinem unerfindlichen Grund alle -durchaus vorhandenen- Probleme zusammengesammelt und daraus ein Bild geschustert, das vor allem zeigt, wie wenig er die Insel tatsächlich kennt. Also Unkenntnis an allen Fronten!
4. Zitat: Wer nix zu sagen hat sollte einfach die Klappe halten (von mir)
Frank - 09.08.2014 : 11.03
Ich finde es traurig wie sich manche hier diese trostlose Pleite-Insel schön reden.

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