23 Skidoo - The Gospel Comes To New Guinea
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Ronin Records (GB 2002)
Ihren Band-Namen haben sie von William Burroughs entliehen, ihre musikalischen Einflüsse kommen aus der ganzen Welt der Ethno-Musik, der elektronischen Fragmente und der Maschinengeräusche. Hier hört man, was die Pioniere der jazzigen Elektronik geleistet haben. 17.02.2003
23 Skidoo gehören zu den wichtigsten Bands, die in den achtziger Jahren von England aus die Musikszene nachhaltig beeinflußt haben. Ihre Fusion aus Industrial, Jazz und Funk war seinerzeit einzigartig und klingt auch heute immer noch zeitlos modern. Mit "The Gospel Comes To New Guinea" liegt nun zum ersten Mal eine Sammlung ihrer Single-Releases auf CD vor. Wie bei ihren damaligen Platten ziert auch diesmal ein wunderschönes Design des britischen Star-Graphikers Neville Brody das Cover.
Neben dem Titelsong finden sich auf der CD die legendären Nummern der Maxi-Singles "Coup", "Tearing Up The Plans" oder auch das von Cabaret Voltaire produzierte Stück "Last Words". Ein großer Wermutstropfen ist, daß eine ihrer schönsten Nummern - "Language" - es als einzige Single nicht auf den Sampler geschafft hat und daß weiters "Assassin", eine frühe HipHop-Nummer, damals weit ihrer Zeit voraus, nur als zweiminütiges Fragment aufscheint. Unerklärlich ist auch die Inkludierung eines elfminütigen Ausschnittes aus dem Debütalbum "The Culling Is Coming", da dieses sowieso für Phase drei des Reissue-Programms in kompletter Form ansteht. Trotz allem untermauert diese CD 23 Skidoos Pionierleistung auf dem Gebiet der jazzigen Elektronik, die heute durch Bands wie die Sofa Surfers wieder so stark im Trend liegt. Für alle, die wissen wollen, wo solche Musiker in die Schule gegangen sind, also ein unverzichtbarer Pflichtkauf.

23 Skidoo - The Gospel Comes To New Guinea
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Ronin Records (GB 2002)
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