Cabaret Voltaire - Methodology '74/'78 - The Attic Tapes
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Mute Records/Virgin (GB 2003)
Do The Mussolini! Die vorliegende CD-Kollektion entführt uns mitten in die 70er Jahre, als man Songs noch so betiteln durfte, ohne in die falsche Schublade gesteckt zu werden. 16.06.2003
Im Rausch der Cabaret-Voltaire-Veröffentlichungen hat Mastermind Richard H. Kirk nun tief ins Archivkistchen gegriffen und eine 3-CD-Box mit Uraltaufnahmen aus den ersten vier Jahren der Band zusammengestellt. Auf CD 1 finden sich 23 kurze Stücke, die allesamt wie Vorstudien zu späteren Nummern klingen. Ein echtes Kuriosum dabei ist der Track "The Single", bei dem die Band aus dem Takt kommt und der Gesang die Lachmuskeln strapaziert. CD 2 bearbeitet die Jahre '75 bis '76, und hier schleicht sich langsam so etwas wie Musik in die Aufnahmen ein. Gegen Ende der Scheibe finden sich Demoversionen früher Songs, die dann auf dem dritten Album den Hauptanteil des Materials ausmachen. Klassiker wie "Nag Nag Nag" oder "Do The Mussolini" kann man hier in Rudimentär-Mixes hören, und das hat durchaus seinen Reiz!
Besonderes Fan-Zuckerl sind dabei natürlich bisher unveröffentlichte Nummern. Wenn man sich durch die ersten eineinhalb Stunden Quietsch-brumm-dröhn durchgequält hat, wird man anschließend durchaus mit hörenswertem Material belohnt - durchhalten zahlt sich aus. Abgerundet wird das schöne Package mit einem dicken Booklet inklusive Interview. Wer es schafft, sich durch das teilweise verdruckte und verrutschte Textmaterial zu arbeiten, der möge den Inhalt bitte hier im EVOLVER publizieren. Vielen Dank im voraus.

Cabaret Voltaire - Methodology '74/'78 - The Attic Tapes
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Mute Records/Virgin (GB 2003)
Die Düsseldorfer Elektroniklegenden haben offensichtlich von den vielen Raubpressungen die Nase voll und bringen endlich ein offizielles Live-Album auf den Markt.
Eine wiederauferstandene deutsche Kultband zeigt den Jungspunden, wo der Bartel den Most herholt. Diesmal nicht nur auf Kassette.
Wie ein Berserker bastelt Steve Stapleton an seinem Klanguniversum - und schiebt drei neue Werke nach.
Zwei Damen liefern ein wunderbares Beispiel dafür ab, was man an klassischer Avantgarde alles hassen kann.
Die Edition Phantasia legt mit "Esswood House" eine seltene Novelle des renommierten Horror-Autors erstmals in ungekürzter Form auf.
Ambient, die x-te: ein weiteres angenehmes Album voller wabernder Elektronik-Sounds reiht sich nahtlos in eine lange Liste ein.
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