Print_Ralph Gerstenberg - Das Kreuz von Krähnack

Friede, Freude, Wasserleiche

Statt meditativer Erholung gibt es für Kommissar Oeser in dem kleinen DDR-Nest eine buddhistische Leiche im Teich. Und die starb nicht beim Schwimmen ...    24.02.2005

Der Berliner Kriminalkommissar Oeser will eigentlich an einem Wochenend-Seminar zum Thema "Work-Life-Balance" teilnehmen. Dort angekommen entpuppt sich die auf den ersten Blick vermeintliche Idylle der ostdeutschen Provinz rasch als genaues Gegenteil: Im Schloßteich des kleinen Dorfes, wo sich das Seminarhotel befindet, entdeckt der Gärtner die Leiche eines buddhistischen Mönchs. Grund genug für Oeser, das ohnehin ungeliebte Seminar zu verlassen, bringt doch das Blinken der Blaulichter erstmals wieder Leben in ihn. Sehr zum Unwillen der lokalen Polizisten mischt sich Oeser, gemeinsam mit der Journalistin Abendroth, prompt in die Ermittlungen ein. Dabei offenbart sich das kleine Nest Krähnack - wie viele Dörfer im Osten Deutschlands - als ein Dorf der Alten, dominiert von arroganten Wessis wie dem verrückten Künstler Roda. Ihm gehört hier nicht nur das Schloß ...

Als es den Kommissar schließlich ins Buddhistenkloster verschlägt, macht er einige interessante Entdeckungen. Die Lösung ist dann ehrlich überraschend (und wird hier natürlich nicht verraten).

Fazit: ein spannender Krimi mit einem sympathischen Kommissar, der noch dazu von den Zuständen in der Ex-DDR und der Zeit danach erzählt.

Anni Bürkl

Ralph Gerstenberg - Das Kreuz von Krähnack

ØØØ 1/2


Grafit Verlag (Dortmund, 2004)

 

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