Das Pendel des Todes
ØØØ 1/2
(The Pit and the Pendulum)
MGM (USA 1961)
DVD Region 2
ca. 77 Min., dt. Fassung oder engl. OF wahlweise mit dt. UT (DD 1.1)
Regie: Roger Corman
Darsteller: Barbara Steele, Vincent Price, John Kerr u. a.
Wie man leidenschaftslose Ehen wieder in Schwung bringt, demonstriert Vincent Price in dieser mehr als ordentlichen Poe-Verfilmung. 21.02.2005
Roger Corman, der König des Low-Budget-Films, bei dem so viele Regie- und Schauspiel-Stars der Filmfabrik in die Lehre gingen, erfreute Grusel-Fans Anfang der Sechziger mit einer Reihe von Edgar-Allan-Poe-Verfilmungen (oder eher von Poe inspirierten Streifen), die auch heute noch mehr oder weniger gut funktionieren. Selbst für damalige Verhältnisse wirken die 200.000 Dollar, die Corman in "The Pit and the Pendulum" (zu deutsch: "Das Pendel des Todes") investierte, gut angelegt.
Immerhin spielen in der Geschichte von der lebendig begrabenen Ehefrau und dem spanischen Schloßherrn, dessen Vater Cheffolterer der Inquisition war, Größen wie Vincent Price, Barbara Steele und John Kerr mit. Und sie alle agieren zwar etwas übertrieben, wie sich das für einen ordentlichen B-Film gehört, machen ihre Sache in der herrlichen Atmosphäre der Dungeon-Kulissen jedoch so gut, daß der Film trotz seiner altmodischen Inszenierung nach wie vor zu packen weiß. Wer Hammer-Filme sammelt, sollte auch an diesem Klassiker aus der zweiten Reihe nicht vorbeigehen.

Das Pendel des Todes
ØØØ 1/2
(The Pit and the Pendulum)
MGM (USA 1961)
DVD Region 2
ca. 77 Min., dt. Fassung oder engl. OF wahlweise mit dt. UT (DD 1.1)
Regie: Roger Corman
Darsteller: Barbara Steele, Vincent Price, John Kerr u. a.
Dr. Trash empfiehlt: Denken Sie nicht nach, sondern vor. Zum Beispiel über die Frage, warum Zigaretten jetzt EU-weit dauernd ausgehen: Angeblich, weil sie einst so viele Brände verursacht haben - man erinnere sich an die lodernden Tischnachbarn im Kaffeehaus. Wer solchen Dreck glaubt, ist nicht nur geistig angeschlagen, sondern Opfer von Agenturen, die Tag für Tag Bleichmittel für die globale Gehirnwäsche erzeugen. Sogar, wenn es um Comics und Otakus geht ...
Dr. Trash empfiehlt: Gehen Sie in den Wald. Lassen Sie sich dort von sinnlosen Wandertafeln erläutern, wie man atmet und ein Bein vor das andere setzt. Denken Sie immer daran, daß sowas Beamte erfinden, die von selber tatsächlich nicht einmal Luft holen können. Verzweifeln Sie erst, wenn Ihnen ein Wegweiser mit Hinkelstein-Esoterik droht. Bleiben Sie stehen und lassen Sie Ihrer Zerstörungswut freien Lauf.
Dr. Trash empfiehlt: Freuen Sie sich darüber, daß die Ironie-Szene (Sie wissen schon, die mit den heiteren Bärtchen, strohdummen Hütchen und der schlurfigen Kleidung) Comics noch nicht wirklich für sich entdeckt hat. Vielleicht liegt’s ja daran, daß es dort weder Gestalten wie die Gebrüder Coen noch eine angeschwuchtelte Indie-Bewegung wie in der Popmusik gibt - sondern ein paar aufrechte Kämpfer, die die Tradition der Bildergeschichte hochhalten.
Dr. Trash empfiehlt: Lassen Sie sich den Begriff "Wutbürger" von den arroganten Verbrechern in Politik und Medien nicht gefallen! Denken Sie bei den miesen Charakteren, die Ihren gerechten Zorn verursacht haben, lieber an den weisen Spruch: "Today's pigs are tomorrow's bacon." Und vertiefen Sie sich - passend dazu - in die Abenteuer von "Monster Hunter International".
Drei Blunzen geben eine Pressekonferenz ... Nein. Okay, so: Treffen sich ein paar Sommerlöcher ... Auch nix. Na gut: Eine Frau kommt ins Wirtshaus und bestellt eine Portion Hirn mit Ei ... Wieder daneben. Es nützt nichts - manche Witze sind so schlecht, daß man sie einfach nicht erzählen sollte. Außer in der Sauregurkenzeit und als feministische Parteisoldatin vielleicht.
Dr. Trash empfiehlt: Kaufen Sie sich ein iPad - am besten gleich die soeben erschienene Version 2, dann sind Sie Ihrem guten Doktor auch noch ein wenig voraus. Apples Tablette gegen Ödnis und graue Desktop-Rechner ist zwar für den heftig schreibenden Geistesarbeiter nur bedingt geeignet, aber unterwegs leistet das Brett beste Dienste. Auch im Urlaub, statt der berüchtigten Reisetasche voller Bücher.
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