Platten_PopRockRotation: Akustische Intimitäten

Akustische Intimitäten

The Blue Vans wollen am Retro-Kuchen mitnaschen, Matt Sweeney und Bonnie "Prince" Billy bezaubern musikalisch und Peter Walker ist gelandet.    05.02.2005

 

Ernst Susicky

The Blue Van - Beatsellers

ØØ 1/2


TVT Records/SPV/emv

(DK/1. 11. 2004)

 

Sixties-Sound, der aufgrund der großen und zum Teil wirklich starken Konkurrenz nicht so ganz überzeugen kann, liefern The Blue Van ab - und haben es dadurch sicher nicht leicht. In Skandinavien boomt der Garagenrock, dreckige Bands gibt es zuhauf und alle wollen ihren Teil vom Kuchen. The Blue Van machen ihre Sache nicht wirklich schlecht und liefern soliden Rock´n´Beat-Rythm-Soul, allerdings ohne jeglichen Wiedererkennungswert. Man hört es, findet es nicht schlecht ... und hat es auf der anderen Seite sofort wieder vergessen.

 

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Matt Sweeney & Bonnie "Prince" Billy - Superwolf

ØØØ 1/2


Domino/Rough Trade/emv

(USA/17. 1. 2005)

 

Elf Songperlen mit sanftmütigem Gesang und karger E-Gitarre, vorgetragen von zwei Verwandten im Geiste; Songs, die zumindest eines nicht sind: Mid- oder gar Up-Tempo-Stücke. Die darf man sich von "Superwolf", der Kollaboration von Bonnie "Prince" Billy und Matt Sweeney nämlich nicht erwarten. Wohl deshalb, weil der ehemalige Zwan-Gitarrist zu einer Serie von Lyrics seines Freundes Bonnie "Prince" Billy die Musik geschrieben hat. Die fällt meistens karg, dafür umso berührender aus. Ab und an wird zwar das Neil Young´sche Stromruder herumgerissen, in den meisten Momenten regiert jedoch in den zwischen Folk und Country angesiedelten Tagträumen die Intimität zwischen Sweeney und dem Prinzen. Traumhaft, wie sich die beiden in "Beast For Thee" oder in "What You Are?" stimmlich ergänzen und eine schonungslose Intimität offenbaren, die auf der zweiten Albumhälfte noch gesteigert wird.

 

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Peter Walker - Landed

ØØØ


Dangerbird/Cooking Vinyl/Indigo

(USA/5. 2. 2005)

 

Eine richtige - wie man so schön sagt - "Dream-Band" hat sich Peter Walker für "Landed" zusammengesucht. Mulitinstrumentalist Jay Bennett war für Wilco tätig, Schlagzeuger Joey Waronker hat sich schon bei R. E. M. verdient gemacht und Bassist Justin Meldal-Johnsen hat die Saiten für Beck gezupft. Gemeinsam mit Walker an Stimme, Gitarre und Keyboard fabrizieren sie geradlinigen Singer/Songwriter-Rock.

"Landed" ist im Ganzen gehört eine runde Angelegenheit, aus der "I´m Through", "Please" und "Innitation" besonders positiv hervorstechen, auch wenn man sich wünscht, der gute Mann hätte bei einigen Nummern, vor allem im letzten Drittel, ein bisserl mehr Gas gegeben.

 

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