Stephen Baxter - Zeit. Das Multiversum/Erster Roman
ØØØ
(Manifold 1: Time)
Heyne (München 2002)
Put the "Science" back into "Science Fiction": Nicht nur die Space Opera erlebt ihre Renaissance, sondern auch das SF-Subgenre, bei dem wissenschaftliches Denken ein Muß ist. 30.09.2002
Stephen Baxter kennt sich - als typischer Vertreter des mit "Hard SF" bezeichneten Phantastik-Subgenres - mit Physik, Astronomie und Biologie aus. Das merkt man bei der Lektüre seines neuen Romans "Zeit" ziemlich schnell; und genau das ist auch der Grund, warum nur Geduldige über die ersten 150 Seiten (die sich ziehen wie ein Strudelteig) hinwegkommen. Dann jedoch wird´s immer aufregender: Der Unternehmer Reid Malenfant reist mit einem von der NASA nicht autorisierten Raumschiff auf einen erdnahen Asteroiden; eine Gruppe gentechnisch veränderter Kalmare entwickelt übermenschliche Intelligenz; die Erdbevölkerung erhält aus der Zukunft Nachrichten über eine drohende Katastrophe; eine Generation superkluger Kinder kapselt sich in einer Basis auf dem Mond ab; und die drei wichtigsten Protagonisten dürfen höchstpersönlich das Ende der Zukunft und die Entstehung neuer Universen bestaunen.
Um all die kosmischen Entwicklungen, die hier auf fast 700 Seiten mehr als ausführlich geschildert werden, genießerisch nachvollziehen zu können, muß man schon ein Hardcore-Fan von Science Fiction à la Isaac Asimov sein. Wer eher spannende und abenteuerliche Geschichten schätzt, wird Baxters Roman nach dem ziemlich unbefriedigenden Schluß etwas ratlos zuklappen - und sich fragen, wie zum Teufel es im bevorstehenden zweiten Band "Raum" bloß weitergehen soll.

Stephen Baxter - Zeit. Das Multiversum/Erster Roman
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(Manifold 1: Time)
Heyne (München 2002)
In seinem neuen Roman erzählt Klaus Ferentschik von Spionen, verschwundenen USB-Sticks, Hagelkörnersammlern und Eisleichen. Das Ergebnis ist ein philosophisch-psychologischer Agententhriller, der mehr als doppelbödig daherkommt.
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