Stories_Urlaubs-Kulturreise: Rokko´s Adventures im EVOLVER #21

Liebesgrüße aus Zombietown

Sollten Sie für Oktober noch keine Pläne haben, denken Sie nicht weiter nach, sondern tragen Sie gleich "Sitges" in Ihren Kalender ein: Dort findet jedes Jahr das größte Horror- und Phantastik-Filmfestival Europas statt. EVOLVER-Autor Thomas Fröhlich war vergangenes Jahr zu Gast und berichtete für Team Rokko.    09.09.2009

Fahles Mondlicht liegt über der Kirche des Hl. Bartholomäus und der Hl. Thekla. Einer Trutzburg gleich begrenzt sie den mehrere Kilometer langen Strand gen Osten. Die Meeresgischt brandet heran, sodaß die breiten Steintreppen, die vom Kirchenvorplatz zur Strandpromenade herabführen, salzige Schlieren aufweisen.

Doch denkt derzeit niemand an Wasser, salziges oder gar geweihtes, geschweige denn an den Heiligen Bartholomäus oder die Heilige Thekla. Die geweiteten Augen der hier und jetzt versammelten Menschen, die in die Dunkelheit spähen, nehmen - schon seit Stunden - anderes wahr: Blut. Grauen. Angst und Schrecken.

Und da! Ein Pulk sich langsam und schwankend vorwärtsbewegender Gestalten nähert sich unter Abgabe beinahe nicht mehr menschlich artikulierten Wehklagens. Der gelbe Lichtstreifen einer verwittert anmutenden Laterne fällt auf das Gesicht eines Herbeitaumelnden: es ist von Maden zerfressen, in den Augenhöhlen tanzen Kugeln aus schwarzer Schlacke. Das Wesen, dessen linker Arm in einem blutigen Stumpf endet, zieht ein abgeknicktes Bein nach, streckt seinen rechten Arm gierig nach einer wie gebannt auf der Treppe stehenden jungen Frau aus, beugt sich über sie, nähert seine zerfetzte Mundhöhle ihrem Hals, sie schreit, es röchelt ... Und dann geschieht das, was eben geschehen muß: Die junge Frau legt ihren Arm um den Zombie (denn um einen solchen handelt es sich, was auch sonst), lächelt glücklich in die DigiCam, die ihr Freund hochhält, der Zombie verzieht seine entseelte Fratze zu dem, was man als Untoter wohl unter Grinsen versteht, beide winken noch einmal zur Kamera und in die Menge, man verabschiedet sich, der Photoapparat wechselt seinen Besitzer. Nun hält ihn die junge Frau im Anschlag, da ihr die Zombienonne mit den heraushängenden Eingeweiden nicht entgangen ist, die sich mit der unheiligen Frucht ihres Leibes im Arm (einer Puppe, die aussieht, als hätte Michael Myers mit ihr Kopfball gespielt) unaufhaltsam ihrem Freund nähert. Auch die Braut des Herrn sonnt sich im Blitzlichtgewitter - und die Hundertschaften an lebenden Toten vor und hinter ihr ebenfalls.

Ja, liebe Freunde, dies ist der sogenannte Zombiewalk, und wir befinden uns in Zombietown. Genauer gesagt: in Sitges.

Und hier, in dem pittoresken katalanischen Städtchen, etwa 30 Zugminuten von Barcelona entfernt, findet derzeit, wie jedes Jahr in der ersten Oktoberhälfte, das größte Horror- und Phantastik-Filmfestival Europas statt. Oder, wie es amtlich heißt: Sitges Festival - Festival Internacional de Cinema de Catalunya. Ein Festival, das in erster Linie eines fürs Publikum ist. Ein Festival, das die (Nicht-nur-)Genretrends der kommenden Jahre lesbar macht beziehungsweise diese überhaupt erst setzt. Und das außerhalb Spaniens - von einem kleinen Kreis Eingeweihter einmal abgesehen - immer noch ein Geheimtipp ist. Sitges Festival - das heißt: etwa 250 Filme (Neues sowie Retrospektiven) in zehn Tagen, fünf Abspielstätten (plus ein Open-air-Kino in den Jardins del Retiro) sowie ein aufwändiges Parallelprogramm, bestehend aus Vorträgen, Ausstellungen, DVD-Märkten, die für Fans Weihnachten, Ostern, Geburtstag und Erbschaftsbenachrichtigung zusammenfallen lassen, und, last but not least, dem obgenannten Verkleide-dich-als-und-verhalte-dich-wie-ein-Zombie-Spektakel.

Sitges: mit seinem vier Kilometer langen Strand, seiner Strandpromenade, den Palmen und frei fliegenden, bunten Papageien, seinen gewundenen Gäßchen, alten Bürgerhäusern, zahlreichen Museen und Restaurants, Bars und Kaffeehäusern, Stadthotels, die nicht nur "Romantic" heißen, sondern es auch sind (so wie man sie am ehesten aus alten Filmen mit Ava Gardner oder Grace Kelly kennt), und kleinen Parks, die wirken, als hätte man sie aus zwei, drei malerisch-verschwiegenen Hinter- und Innenhöfen gleichsam zu einem "Best of" zusammengefügt.

Und Katzen. Überall Katzen.

Sitges: ein altes, im schönsten Sinne altmodisches Seebad, eine Kleinstadt, ein Dorado für Freunde europäischer Badekultur, das erahnen läßt, wie es vor dem Sündenfall der Sangriakübel-Apokalypse ausgesehen haben mag - und natürlich eines für Horror-Fans.

Letzteres seit 1968. Dem mystischen ´68, das - hier beim ersten Sitges-Festival, damals unter dem Namen Semana Internacional de Cine Fantastico - mit Polanskis "Tanz der Vampire" ("The Fearless Vampire Killers", 1967) eingeläutet wurde. Und während in unseren Breiten der sogenannte Neue deutsche Film sein Betroffenheit-in-Permanenz-heischendes Haupt erhob, sonnte man sich in Spanien bei Werken wie "Island Of Terror" (1966) von Terence Fisher, "Terrore Nello Spazio" (1965) von Mario Bava oder - retrospektiv - "The Devil Doll" (1936) von Tod Browning (alles bei der ersten Edició des Sitges-Festivals 1968). Oder man gab sich (zu Zeiten, als bei uns Edgar-Wallace-Verfilmungen schon als unheimlich galten) den Eskapaden des brasilianischen Enfant terrible José Mojica Marins hin, besser bekannt als Coffin Joe oder schlicht Zé, immer noch ein gerngesehener Gast in Sitges, der in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts der Welt Werke wie "At Midnight I´ll Take Your Soul" (1964) oder "This Night I´ll Possess Your Corpse" (1967) bescherte. Der von Marins erfundene wahnsinnige Totengräber sowie sein Alter ego Zé ist auch heute noch eine relevante Gestalt der spanischen Popkultur - nicht nur zahllose Graffiti in und um Barcelona weisen freundlich, aber bestimmt darauf hin.

Überhaupt gibt´s eine in Spanien schon traditionell anmutende Phantastik- beziehungsweise Horrorfilmkultur, als der zugehörig man wohl auch Buñuel sehen kann (schließlich sind ja surrealistische Manifeste wie "Der andalusische Hund" alias "Un chien andalou", 1929, im Grunde ebenfalls Horrorfilme). Die spanische (beziehungsweise in unserem Fall die katalanische, so viel Zeit muß sein!) Filmbegeisterung für Horror und Artverwandtes sorgte nicht nur für eine im europäischen Kontext einzigartige Rezeption an Genrefilmen, sondern brachte und bringt auch Eigenproduktionen hervor, die für die derzeitige Blüte des spanischen Films mitverantwortlich zeichnen. Auch in Zeiten formalisierten Horror-Einheitsbreis, wie wir ihn momentan in den USA oder - zum Teil - in Asien erleben dürfen, stellen spanische Filme (oder Filme spanischer Filmemacher) heute zumeist eine schöne Verschränkung aus kommerzieller Ausrichtung und eigenständiger Vision dar. Man braucht sich nur das bisherige Gesamtwerk von Guillermo del Toro anzusehen, um das bestätigt zu bekommen.

 

Woher diese Begeisterung für Vampire, Werwölfe, Zombies, Beuschel, Blut und weitere Körpersäfte kommt, läßt sich allerdings schwer sagen: Die spanische Geschichte selbst ist ja unter anderem dank der katholischen Kirche sowie der Franco-Diktatur eine recht blutige. Inwieweit das allerdings als Begründung heranzuziehen ist, sei dahingestellt: Auch in unseren Breiten gab es eine jahrhundertelange geistlich-geistige Vorherrschaft der katholischen Kirche sowie jede Menge politisch und religiös motivierte Gewaltexzesse - und was haben wir? Schwabenitzky und Haneke! Somit kann das also auch nur bedingt als mögliche Erklärung herhalten.

Bleiben wir daher lieber bei den Fakten.

Auf jeden Fall scheint man sich in derlei Kreisen nicht gerade von der Filmhistorie unbeleckt durchs Leben zu bewegen. Nicht zufällig nennt sich eine der wohl undergroundigsten Abspielstätten beim Sitges-Festival "Brigadoon", benannt nach einem der kitschigsten und schönsten phantastischen Filme überhaupt, dem Film-Musical gleichen Namens um ein verwunschenes Dorf, das alle 100 Jahre für einen Tag zum Leben erwacht, 1954 in Szene gesetzt von Vincente Minnelli und mit Gene Kelly und Cyd Charisse in den Hauptrollen.

Ähnlich wie dieses Dorf erwacht auch Sitges alle Jahre wieder, zumeist im Oktober, zu neuem untoten Leben, zum größten Horrorfilmfestival Europas. Aber wieso ausgerechnet Sitges? Warum nicht ein zentraler Ort, etwa das nahegelegene Barcelona?

Zu diesem Zweck lernen wir jetzt etwas Geschichte: Sitges gehört der Provinz Barcelona an und liegt an der Costa del Garraf zwischen Castelldefels und Vilanova i la Geltrú, etwa 60 Kilometer von Barcelona entfernt. Die Einwohnerzahl beträgt derzeit ca. 25.000.

Die ersten Bewohner der Stadt dürfte es bereits vor der Jungsteinzeit gegeben haben. Neuere Studien belegen die Existenz zweier Siedlungen im ersten Jahrhundert nach Christus auf dem heutigen Gebiet der Stadt. Ab dem 12. Jahrhundert befand sich die Hafenstadt Sitges unter der Herrschaft der Familie Sitges. Historische Dokumente bezeugen deren Existenz bis ins Jahr 1308. Agnés de Sitges, die letzte Nachkommin der Familie, verkaufte die Lehensrechte der Stadt an Bernat de Fonollar, der bis 1326 die Stadt verwaltete. Danach ging Sitges bis 1814 in die Hände von Pia Almoina über. In der damaligen Zeit entwickelte sich auch der Weinbau zum bedeutendsten Wirtschaftszweig.

 

 

 

 

1814 wurde Sitges der spanischen Krone angegliedert. Es folgten Kriege, Hungersnöte, Epidemien und wieder Kriege. Wirtschaftlich setzte man nach wie vor auf Weinbau, dazu Fischerei und Handel, speziell mit den USA. Die Friedenszeiten ermöglichten dann auch den ersten zaghaften Versuch in Sachen Fremdenverkehr. Eine Ausweitung des Tourismus (wie man derlei später nennen sollte) fand ab 1879 mit der Verbreitung der sogenannten Bädertherapie statt. Der Bau der Eisenbahn 1881 wiederum begünstigte die Verbindung zur katalanischen Hauptstadt Barcelona. Und diese Anbindung war von zentraler Bedeutung: Viele wohlhabende und adelige Barcelonesen legten sich hier Villen zu, erbaut im Stile des katalanischen Jugendstils beziehungsweise "Modernismo", als Zweit- oder sogar Hauptwohnsitze. Auch jene Familien, die auf Kuba ihr Glück gemacht hatten, ließen sich, wenn sie nach Spanien zurückkehrten, gern in Sitges nieder, da hier die klimatischen Bedingungen ein Karibik-Flair ermöglichten, das auch jetzt noch spürbar ist. Die Bauten? Zum Teil sehr mondän. Prächtig. Verspielt. Manchmal auch, vor allem im Stadtkern: ein wenig verwunschen, irgendwie. Als hätte Antonio Gaudí sich in strandnaher Architektur geübt. Und diesen Charakter hat die Stadt dank nur weniger zwischenzeitlich angezettelter Bausünden bewahrt.

Zudem war man damals froh, dem eher strengen, bürgerlich determinierten Leben in Barcelona ein wenig entronnen zu sein. Man gab sich in Sitges nicht nur tolerant und weltoffen - man war es auch. Und mit dem Geld, das die meisten der Zugereisten mitbrachten, konnte man diese Liberalität auch angemessen verteidigen.

Das und vor allem das Licht, das hier besonders weich zu sein scheint, ließ Ende des 19. Jahrhunderts die impressionistische Schule der Luministen entstehen. Eine Künstlerkolonie war die Folge, spätestens, als sich Künstler wie Arcadi Mas i Fontdevila und der Maler, Kunstförderer und -sammler Santiago Rusiñol hier niederließen. Sie kamen, malten, lebten gut und ziemlich dandyhaft und zogen wiederum andere wie den amerikanischen Mäzen Charles Deering an.

Selbst Picasso und Dali verbrachten einige Zeit hier: Ihre Jugendwerke gibt es heute - nebst Werken von El Greco, Utrillo und Rusiñol selbst - im Rahmen der Sammlung Rusiñols im Museu Cau Ferrat zu sehen, einem palastartigen Wohnhaus des Malers gleich neben der Kirche. Das Museu Maricel, eine Tür weiter, im Haus Charles Deerings, verfügt über Bilder, Skulpturen und Möbel von der Renaissance bis zum Barock, vor allem aber, aus den Fenstern an der Seeseite, über den ungehinderten und (ehrlich!) atemberaubenden Blick aufs Meer.

Und während Señor Rusiñol langsam, aber sicher zum - im wahrsten Sinne - Säulenheiligen von Sitges wurde, erreichten die Roaring Sixties die Stadt: Hippies, Kreative, Künstler trafen einander, verlegten ihr mentales Hauptquartier hierher: wieder eine Art von Kolonie, die sich allerdings weniger von der Farbe des Lichts als von hausgemachter Psychedelik anlocken ließ. Dann - in den Achtzigern - verwandelte sich Sitges in ein internationales Schwulenparadies, das es auch heute noch ist: Nirgendwo anders in Europa flanieren nicht-heterosexuelle Pärchen mit einer solch gelassenen Selbstverständlichkeit durch die Straßen wie hier in Sitges.

 

Da sieht man "normal" gekleidete Einheimische (und "normal" ist hier immer noch flamboyanter als der durchschnittliche Jogginghosen-Trottel-Einheitsstil unserer Breiten) neben dandyhaften Poseuren neben bebrillten Jazzfans neben enthusiasmierten Kirchenmusik-Aficionados neben bleichgesichtigen Schwarzkuttenträgern neben braungebrannten Badegästen neben Hetero/Homo/Bi/Wasauchimmersexuellen. Mögen einander die einzelnen Stämme auch nicht unbedingt lieben (muß ja nicht sein), im Grunde darf jede und jeder nach seiner Fasson glücklich sein, sofern er einige (wenige, aber dafür exekutierte) Regeln befolgt: Wampenentblößende Badehosenapotheosen außerhalb des Strandes werden verächtlich (und merkbar) gedisst, auf Hundescheiße auf der Straße steht eine Zahlung von 750 (sic!) Euro pro Haufen, und wer mit tropfenden Eistüten oder sabbernden Hundsviechern in eines der vielen kleinen, dafür umso verlockenderen Geschäfte rein will, sollte sich auf einen Schwall katalanischer Unmutsäußerungen gefaßt machen ... bevor er rausgeschmissen wird.

So liberal man nämlich bezüglich unterschiedlicher Lebensentwürfe eingestellt ist, so rigid verhält man sich im Formalen. Was aber - unter anderem - den erfreulichen Nebeneffekt hat, daß man sich (im Gegensatz zum zugeschissenen Wien) auch mit gutem Schuhwerk über abendliche Straßen gehen trauen darf, ohne zuvor mit der Taschenlampe den Boden nach Hundedreck absuchen zu müssen.

Und daß im Kino Popcorn-Geraschel, Gequatsche und störendes Zuspätkommen ebenfalls strikt untersagt sind, muß wohl nicht näher erwähnt werden. So sehr die Begeisterungsfähigkeit des Publikums jederzeit für einen Szenenapplaus gut ist - danach lehnt man sich wieder zurück und genießt den Film. Schweigend.

Daß es Zeitgenossen gibt, die das mitunter kleinlich finden, liegt auf der Hand - so erklärte eines warmen Oktobermittags eine deutsche Mutter ihrem Kleinkind, dem sie (aus nahe liegenden Gründen) das offensichtlich von heimatlicher Scholle her gewöhnte Vor-allen-Leuten-in-die-Wiese-Pinkeln verwehren mußte (750 Euro!), das sei alles "vadammt spießich hia, wa!"

Ja, ist es. Und das ist auch vadammt gut so. Womit wir nun wieder beim Filmfestival angelangt sind.

 

Wie es damit weitergeht, erfahren Sie im zweiten Teil der Reportage. Fortsetzung folgt.

Rokko’s Adventures

aus: Rokko´s Adventures #4

(erschienen im Juni 2008)

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