Stories_Rokko´s Adventures im EVOLVER #84

Aesthetic Nihilism

Wenn Kenneth Anger Filmmaterial über die Hitler-Jugend braucht, dann weiß er, wen er anrufen muß. Fehlt Adam Parfrey für eines seiner Bücher noch ein rares Charles-Manson-Artefakt, bohrt er dieselbe Quelle an. Und benötigt Marilyn Manson eine außergewöhnliche Gestalt für eines seiner Videos, konsultiert er dasselbe Faktotum. Zu Besuch bei John Aes-Nihil, dem Mann im Hintergrund.    22.07.2015

Rokko´s Adventures ist - so steht es im Impressum - eine "unabhängige, überparteiliche sowie übermenschliche Publikation" und "setzt sich mit Leben, Kunst, Musik und Literatur auseinander". Der EVOLVER präsentiert (mit freundlicher Genehmigung) in regelmäßigen Abständen ausgewählte Beiträge.

 

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"Trash ... all kinds of trash", antwortet der hagere John Aes-Nihil zäh auf die Frage, was hier für Leute leben würden. Wir befinden uns in einer schäbigen Häuserreihe eine gute Stunde nördlich von Los Angeles. In dieser Ecke der Mojave Desert verbrachte auch Captain Beefheart seine Jugendjahre. "Die Nachbarin da drüben ist so alt, sie weiß gar nicht mehr, wie alt."

Das - und nicht mehr - hat der selbst zwar in die Jahre gekommene, aber noch immer höchst aktive Obskuranten-Archivar über seine Nachbarn zu sagen. Was sie über ihn denken, ist ihm ziemlich scheißegal. In seinem Garten steht ein alter Bus der Manson-Family, rundherum sind Garagen und Blechhütten, die gefüllt sind mit Ton- und Videodokumenten, Büchern, Photos und Kunstwerken, die im Zusammenhang mit Serienkillern, Verschwörungstheorien und gesellschaftlicher Devianz in all ihren Schattierungen stehen. Johns Zuname ist die Abkürzung von "Aesthetic Nihilism" - einem philosophischen und künstlerischen Genre, das er selbst begründete. Die Hauptschrift davon ist sein stets wachsendes Archiv, die zentrale Kraft seine nie endenwollende Sammelwut.

 

Wir schreiben Dezember. Es ist kalt und windig in der Wüste. In Los Angeles sind Photograph Kurt Prinz und ich gerade noch kurzärmlig herumgerannt, hier ist uns mit Mantel und Kapuze noch kalt. "Ihr könnt reinkommen", sagt John Aes-Nihil verschwörerisch. Sein Duktus ist extrem langsam, die Pausen zwischen einzelnen Sätzen oder auch Wörtern sind oft ungewöhnlich lang. Dabei behält er stets die Kontrolle und starrt einen mit seinen stechenden Augen an wie eine Giftschlange kurz vor Absprung und Zubeißen.

Von 1979 bis 2000 wohnte er in Los Angeles, aber die steigenden Preise haben John Aes-Nihil schließlich in die Wüste verfrachtet, wo er sich seine Bude für wenig Geld kaufen konnte. Neben dem Wohnzimmer, in dem der offene Kamin steht, der das ganze Haus heizen muß, hat er noch Küche, Badezimmer, Klo, Arbeits- und Schlafzimmer. Die Wände sind dünn, der Wind kriecht uns auch im Haus noch in den Kragen. John Aes-Nihil nimmt den Schürhaken, arrangiert das Feuer und legt noch etwas Holz nach. Wir sitzen inmitten eines Tempels gesellschaftlich geächteter Energien. An den Wänden hängen Malereien und forensische Photographien verschiedener Tatorte, darunter Sharon Tates nackter, blutiger und schwangerer Körper - schmuckvoll eingerahmt zwischen Plüsch und Stuck. Daneben Photos von William Burroughs und Cecil Taylor, die der Hausherr selbst geschossen hat, und Souvenirs aus den Randbereichen menschlicher Existenzen, unzählige selbstbeschriftete Videokassetten, DVDs, Tonbänder und Bücher. Hier zu wohnen erfordert die Kenntnis darüber, gefährliche Energien positiv zu kanalisieren - oder wahnsinnig zu werden.

 

 

Aufgewachsen ist John Aes-Nihil in Oakland, dem fiesen, aber spannenden Bruder von San Francisco. Sein Vater war ein autodidaktischer Nuklearphysiker und organisierte Konzerte aus dem Exotica- und Easy-Listening-Bereich, darunter den trickster Korla Pandit im Oakland Paramount und das Orgelgenie George Wright im San Francisco Fox. Damals war diese Musik noch fixer Bestandteil der white middle class culture und weit weg von der verqueren Wertschätzung ein, zwei Generationen später. John Aes-Nihil lebte mit einem Mädchen namens King Hawg im Keller seines Elternhauses: "Sie war 16 und ich war 18 oder 19. Sie war Yoko, bevor es Yoko gab. Sie schrie, ich spielte Klavier." Das war in den 1960ern und entschieden gegen das, was im Paramount oder Fox, aber auch in der Hippie-Hochburg Haight-Ashbury vor sich ging. "Ich hörte viel Avantgarde-Jazz. Pharoah Sanders, Cecil Taylor. Das war das beeindruckendste Konzert, das ich je gesehen hatte - ich war besessen", kriechen die Worte langsam und beschwörend aus John Aes-Nihils Mund.

Ende der Sechziger zog er in eine Villa in Oakland, die Clarissa Beebe gehörte, einer Verwandten von Lucius Beebe, einem berühmten Playboy der 30er Jahre. "Dieses pompöse Herrenhaus war am Verfallen. Und darin wohnten eindeutig fünf verschiedene Geister, die absolut jeder zu spüren bekam, der dort war. Auch ich." Ob er Angst hatte? "Nein, ich hatte ein Bündnis mit ihnen geschlossen. An einem Tag sagte der Geist vom dritten Stock: 'Verschwinde sofort.' Daraufhin stopfte ich mein Zeug in einen Seesack und trampte für zwei Jahre durch Amerika." John Aes-Nihil macht eine Pause, sieht durch mich hindurch und beginnt zu lächeln: "... weil ein Geist mir befohlen hatte, die Villa zu verlassen.

Ein paar Jahre später fand ich heraus, daß genau, nachdem ich das Haus verlassen hatte, alle Bewohner verhaftet wurden. Ein Drogendealer lebte dort und brachte das ins Rollen." John Aes-Nihil hingegen streckte den Daumen nach oben und fuhr via Autostop gen Norden. "Ich bin in einer Stadt namens Willits gut 100 Meilen nördlich von Oakland festgesessen. Und da waren diese drei Typen mit einem Hund. Ich las gerade das Buch 'More than Human' von Theodore Sturgeon, und einer von denen hatte das schon gelesen. Da geht es um eine gestalt: Leute kommen zufällig zusammen und werden eine Einheit. Einzeln sind sie nichts mehr, aber in dieser gestalt-unit sind sie mächtig. Das Buch wurde an diesem Tag wahr. Ich wurde eins mit den dreien, dann kamen noch andere Leute hinzu und das verwandelte sich langsam zu Beyond Joy & Evil und den 'Manson Family Movies' ", spricht er seine Musik- und Filmarbeiten an. Eine unschuldige Hippiekommune kaufe ich ihm nicht ab, John Aes-Nihil nennt es "a cult with three leaders. Manches von den Hippies war interessant, vieles dumm. Ich würde sagen, wir haben die Hippies benutzt. Zum Autostoppen - und sie gaben uns was zu essen. Als ich meine Reise begann, hatte ich 40 Dollar ... und zwei Jahre später 20.”

Seine Reise kreiste um das Jahr 1970 herum, und John Aes-Nihil war sich der Situation um die Manson-Family, die 1969 ihrer Verbrechen (oder zumindest eines Teils davon) überführt worden war, durchaus bewußt. "Ich habe mit den Leuten gestritten, die sagten: 'Charles Manson hat sie alle dazu gebracht, andere Menschen zu töten!' Dem stimmte ich absolut nicht zu. Ich fragte sie: 'Wenn dir jemand sagt, du sollst ein paar Leute töten - machst du´s?' Und dann war da gerade die Vietnam-Sache ... Du ziehst dir eine Uniform an, und jemand sagt dir, du mußt Leute umbringen - und sie machten das. Ich wäre niemals in den Vietnamkrieg gegangen." Stattdessen setzt er sich bis heute so intensiv wie kaum ein anderer mit Charles Manson auseinander. Damals ging er aufs Art College und entkam so dem Kriegsdienst.

 

Die Feinde von Freunden sind seine Freunde

 

Draußen ist es kalt, der Kamin wärmt uns auch nicht wirklich auf, und so beschließen wir, mit dem Auto durch die Wüste zu cruisen. John Aes-Nihils Karre ist ziemlich zerbeult, der Kofferraum notdürftig mit Seilen zugebunden. Kurt Prinz setzt sich hinters Steuer, und wir düsen los über verwehte Steinzeit-Highways. Post-apokalyptische Zustände lassen Cormac McCarthys Welten real werden: Mad-Max-Malandros, ausgebrannte Autos, tote Bäume, brennende Häuser, ein Schiff im Nirgendwo der Wüste. Wenn es Gott gäbe, hätte er hier genau jene Reste fallengelassen, die er sonst nirgends brauchen konnte. Trash of all kinds. Hier und da bleiben wir stehen, steigen über verrosteten Stacheldraht und sehen uns die Sachen etwas genauer an. "So ein Haus hier könntet ihr euch für ganz wenig Geld besorgen - nur habt ihr weder Strom noch Wasser." Eine Überlegung wär´s trotzdem wert, weil: "Das hier gehört nicht mehr zum Verwaltungsbezirk Los Angeles, was heißt, daß es hier viel weniger Regeln bezüglich allem gibt", weiß John Aes-Nihil aus eigener Erfahrung.

Inmitten der kargen Endzeitstimmung bekommen wir alle Durst auf Kaffee. Wüstenfuchs John Aes-Nihil beschreibt uns während der Autofahrt den Weg zur nächsten Raststätte. Wir kommen langsam über holprige Schnellstraßen an eine Kreuzung. Fahrer Prinz gibt Gas und schaut momentan eher auf einen verrottenden roadkill als auf die Straße. Im nächsten Moment hören wir noch das laute, tiefe Hupen und Dröhnen eines fetten Trucks, der mit 80 Meilen um ein Haar in unsere rechte Seite gedonnert wäre und uns als Gabelfrühstück erledigt hätte. Mir bleibt beinahe das Herz stehen, auch Prinz sieht erst jetzt die rote Stopptafel, die ihm entgangen war. John Aes-Nihil sitzt, vom Nahtoderlebnis völlig unbeeindruckt, im Auto und meint beiläufig zum Prinz: "You don´t like stop signs, huh?"

Wir holen uns coffee to go aus einer unscheinbaren Bude, und John Aes-Nihil ist der einzige im Trio, dem die Zunge nicht gerade im Hals stecken geblieben ist. Er erinnert sich zurück an die Zeit um 1970: "Ich wollte einen Film mit King Hawg und einer Freundin von ihr machen, die sich Son of Hawg nannte. Das waren zwei Mädchen, die extreme Aktionen schoben. Die gingen zu irgendwem nach Hause und haben denen in die Stiefel reingeschissen, die im Schuhkasten standen." Nur kurze Zeit davor ging die Manson Family creepy crawling, etwas später machte Joe Coleman seine Überraschungs-Performances und sprengte sich inmitten Ahnungsloser auf Privatparties in die Luft. In genau diesem Spannungsfeld operierte auch John Waters, langjähriger Bekannter der Manson Family, der sich hier ins Bild einfügt, so John Aes-Nihil: "Ich war in New York und sah bei einer Mitternachtsvorführung 'Pink Flamingos'. Ich war schockiert, weil Waters viel von dem, was ich machen wollte, schon gefilmt hatte. Also entschied ich mich, einen anderen Film zu machen. Einen Manson-Film."

John Aes-Nihils "Manson Family Movies" stellen jene Videos nach, die die Manson Family angeblich gemacht hatte. Es heißt, Manson und seine Jüngerinnen hätten sich bei Ritualen gefilmt, die von sexueller, psychoaktiver und manipulativer Kraft nur so strotzen - doch keines der angeblichen home movies konnte je sichergestellt werden. Der in Jahrzehnten gewachsene Mythos um sie ist wahrscheinlich faszinierender, als ihre reale Existenz es je sein könnte. Ed Sanders (u. a. The Fugs und Autor des Klassikers "The Family”) behauptete, daß ein berühmter New Yorker Künstler die echten Manson-Filme gekauft hatte, "und jeder dachte, es wäre Warhol", so John Aes-Nihil. "Ich redete mit John Waters einige Male darüber, aber der sagte: 'Da mußt du Warhol fragen, aber der wird dir nur sagen: I don´t know.` Eines Morgens war ich am Hollywood Boulevard mit diesem Kerl, der in meinen 'Manson Family Movies' gespielt hatte, und wir gingen an einer Buchhandlung vorbei, in der Warhol saß. Ich ging rein und fragte ihn, ob er die Manson-Movies hätte, und er sagte nur: 'I don´t know.' Aber ein Stock in seinem Haus war bis zur Decke mit unbeschrifteten Filmdosen angeräumt, die jetzt das Museum of Modern Art hat. Falls es diese Filme also geben sollte, wären sie dort.”

Spekulationen hin oder her: John Aes-Nihils Version der "Manson Family Movies" wurde 1971 gedreht, die Premiere war 1984 - und es dauerte 20 weitere Jahre, bis sie käuflich erwerbbar wurden. Zu sehen sind mysteriöse Sequenzen, die mehr Fragen aufwerfen als Antworten geben. Nach Aufklärung sucht man ohnehin vergeblich: "Niemand hat diesen Fall je wirklich klären können. Wobei ich mir mittlerweile gar nicht mehr sicher bin, was Manson weiß. Er hat über die Jahre hinweg so viele widersprüchliche Dinge gesagt", zuckt der Experte mit den Schultern. Doch trotzdem: Ein Blick in die "Archives of Aesthetic Nihilism" online unter www.aes-nihil.com läßt den Mund offenstehen: tonnenweise exklusives und rares Material über die Manson Family und andere offensichtliche Gestalten, aber auch von und über Kim Jong Il, Sun Ra, Eva Braun, UFOs, Kannibalismus und und und. Zudem produziert John Aes-Nihil nach wie vor selbst Filme, die ebenfalls auf dieser Website zu bestellen sind.

Sein Archiv fing mit Material über Charles Manson an: "Die ganze Idee mit dem Archiv kam von Vale. Als ich die Manson-Filme machte, schickten mir zahlreiche Leute Material, und Vale sagte: 'Mach eine Liste mit allem, was du hast, und verkauf das Zeug!' And then eventually Vale said that I was doing the real research.” Kennengelernt hatte er V. Vale, den Inhaber des an Gewicht kaum zu überschätzenden Verlags RE/Search Publishing, als er ihm die fertigen "Manson Family Movies" zeigte. "Boyd Rice war damals bei Vale und ihnen gefiel, was sie sahen. So lernte ich die beiden kennen. Und später hatten sie diesen absurden Krieg", lächelt John Aes-Nihil. "Ich habe viel mit Vale diskutiert. Kathryn Ruther war Vales damalige Freundin, und sie war weiß. Und Vale entschied plötzlich für sich, daß jene Nazis, die er sich ausgedacht hatte, ihn deswegen umbringen wollten." Vale lebt heute noch, zum Glück, ebenso wie die Aes-Nihil-Archive. "Mein Katalog wurde immer größer, und verschiedene Menschen halfen mir. Für eine zeitlang arbeitete ich mit Leuten zusammen, die einander hassen: Nikolas (Schreck), Zeena (LaVey), Adam (Parfrey) und eben Vale. Jeder von denen sagte, sie wären die richtige Wahl und daß niemand anderer das machen könnte."

 

 

Fortsetzung folgt ...

Rokko’s Adventures

aus: Rokko´s Adventures #14


Text: Rokko

Photos: Kurt Prinz

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