Gerhard Fuchs (Hg.) - Literatur und Kleinformat
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Residenz (Salzburg 2002)
Man kann gegen die meistgelesene Tageszeitung Österreichs sagen, was man will - sie ist immerhin klein genug, daß sich Arschgesichter nicht hinter ihr verstecken können. 30.09.2002
Hans Dichand als Mäzen der heimischen Literaturszene? Man möchte es kaum glauben, hätte man nicht den Beweis schwarz auf weiß in Form einer von Gerhard Fuchs herausgegebenen Anthologie. Die "Kronen-Zeitung", jenes Boulevardblatt, das heute in erster Linie durch in den Wind gerotzte Agitationen gegen "Gutmenschen" sowie durch nackerte Weibchen hervorsticht, beherbergte tatsächlich einst Literarisches.
Zumindest tat sie das in ihrer Grazer Ausgabe. Von 1972 bis 1981 betreute dort "manuskripte"-Herausgeber Alfred Kolleritsch die wöchentliche Kolumne "Tagebuch" (in den ersten Jahren: "Konfrontationen"). Für die Autoren des Forum Stadtpark sowie einige "Auswärtige" war dies eine willkommene Gelegenheit, "die Kluft zwischen den Tageszeitungen und den in elitären Ecken Schreibenden zu schließen" - und anständige Honorare zu lukrieren. Mit von der Partie: Wolfgang Bauer, Alois Brandstetter, Barbara Frischmuth, Reinhard Gruber, Franz Innerhofer, Gert Jonke, Friederike Mayröcker, Peter Rosei, Gerhard Roth und andere mehr. Da es von redaktioneller Seite kaum Auflagen gab, sind die versammelten Texte formal und inhaltlich recht unterschiedlich - vor allem auch hinsichtlich ihrer Qualität. Dennoch: ein interessantes Detail aus der Geschichte der meistgelesenen Tageszeitung des Landes.

Gerhard Fuchs (Hg.) - Literatur und Kleinformat
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Residenz (Salzburg 2002)
Eine Autofahrt mit Thomas Fröhlichs neuem Hörbuch "Das Geheimnis des Illusionisten" ist gleichermaßen unterhaltsam wie lehrreich. Dennoch sei gleich einmal davor gewarnt: Der Ausflug ins Reich zwischen den Welten von Arthur Conan Doyle und Howard Philips Lovecraft kann teuer zu stehen kommen.
Eine ordentliche Portion Zombies und Geister, ein Rudel Werwölfe, eine Prise Vampirismus, das Ganze abgeschmeckt mit Blut und Gedärm und appetitanregend dekoriert mit Serienmeuchlern und Folterknechten: Das Ergebnis heißt "Horror" und ist das Filmbuch, auf das wir schon lange gewartet haben.
"Literatursalon im Gemeindebau" heißt eine Veranstaltung des Theaters Rabenhof. Große Namen aus der Schreiberzunft - wie Chuck Palahniuk - und unfade Literatur werden so vom 11. September bis zum 5. Dezember in einem Veranstaltungsreigen versammelt.
Horror, Thrill, Humor: Mit den sommerlichen Hörbuch-Tips spielen wir ordentlich Gefühlsklavier - und das insgesamt 1722 Minuten lang. Außerdem haben wir etwas zu verschenken. Aber lesen Sie selbst.
Auch ein Perry Rhodan hat gelegentlich Sex - aber von Verhütung keine Ahnung. Das Ergebnis des außerehelichen Gspusis ist der "Sternenbastard". Und der spielt die Hauptrolle in einer höchst unterhaltsamen Hörbuchserie.
Bereits zum zweiten Mal darf der EVOLVER zu einer Veranstaltungsreihe im Pathologisch-anatomischen Bundesmuseum, besser bekannt als "Narrenturm", laden. Freunde des Ab- und Jenseitigen werden auch diesen Sommer nicht zur Ruhe kommen.
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