Gabriele Bärtels - Homme Bizarre
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Maas Verlag (Berlin 2002)
Ist das Groteske, das sich heute nicht mehr nur in Städten, sondern auch in der Provinz herumtreibt, ein Fall für die Illustrierte oder ein Stück Literatur? Das fragen wir uns auch. 20.01.2003
"Lebensgeschichten" lautet der Untertitel der Reportagen- und Porträtsammlung von Gabriele Bärtels. Allerdings bleibt es dabei dem Leser selbst überlassen, zu erraten, welche dieser Geschichten von einem fiktiven und welche von einem realen Leben erzählt und womöglich bereits in diesem oder jenem deutschen Magazin erschienen ist. Dem Leser und seinem Sinn fürs Groteske - denn was hier einfühlsam ausgebreitet wird, ist der ganz normale Wahnsinn gegenwärtigen Großstadtlebens zwischen Einsamkeit, Karriere, Beziehungsschutt und Träumen, die am Alltag zerschellen. Bärtels erzählt von der Prostituierten, die sich beim Spagat zwischen Mutterrolle und "Berufsleben" aufreibt, vom verhinderten Schriftsteller, der dem Sozialamt auf der Tasche liegt und von seiner Entdeckung träumt, oder vom "Hobby-Transvestiten", der sich - als braver Familienmensch - nur alle 14 Tage in Pumps zwängt.

Gabriele Bärtels - Homme Bizarre
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Maas Verlag (Berlin 2002)
Eine Autofahrt mit Thomas Fröhlichs neuem Hörbuch "Das Geheimnis des Illusionisten" ist gleichermaßen unterhaltsam wie lehrreich. Dennoch sei gleich einmal davor gewarnt: Der Ausflug ins Reich zwischen den Welten von Arthur Conan Doyle und Howard Philips Lovecraft kann teuer zu stehen kommen.
Eine ordentliche Portion Zombies und Geister, ein Rudel Werwölfe, eine Prise Vampirismus, das Ganze abgeschmeckt mit Blut und Gedärm und appetitanregend dekoriert mit Serienmeuchlern und Folterknechten: Das Ergebnis heißt "Horror" und ist das Filmbuch, auf das wir schon lange gewartet haben.
"Literatursalon im Gemeindebau" heißt eine Veranstaltung des Theaters Rabenhof. Große Namen aus der Schreiberzunft - wie Chuck Palahniuk - und unfade Literatur werden so vom 11. September bis zum 5. Dezember in einem Veranstaltungsreigen versammelt.
Horror, Thrill, Humor: Mit den sommerlichen Hörbuch-Tips spielen wir ordentlich Gefühlsklavier - und das insgesamt 1722 Minuten lang. Außerdem haben wir etwas zu verschenken. Aber lesen Sie selbst.
Auch ein Perry Rhodan hat gelegentlich Sex - aber von Verhütung keine Ahnung. Das Ergebnis des außerehelichen Gspusis ist der "Sternenbastard". Und der spielt die Hauptrolle in einer höchst unterhaltsamen Hörbuchserie.
Bereits zum zweiten Mal darf der EVOLVER zu einer Veranstaltungsreihe im Pathologisch-anatomischen Bundesmuseum, besser bekannt als "Narrenturm", laden. Freunde des Ab- und Jenseitigen werden auch diesen Sommer nicht zur Ruhe kommen.
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