Gerhard Ruiss - 2nd happy Shop
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edition selene (Wien 2003)
Zwischen Alltagslyrik und Blödelei bewegen sich die neuesten dichterischen Ergüsse des Geschäftsführers der österreichischen IG Autoren. 09.06.2003
Das Angenehme an Gerhard Ruiss: Man weiß nicht, in welche Schublade man ihn stecken soll und läßt es folglich bleiben. Manche seiner Gedichte sind sprachverspielt-rhythmisch oder stehen in der Tradition der Wiener Gruppe, andere wiederum sind so stark in der Tagespolitik verankert, daß sie ohne erklärenden Apparat, ohne beigepackte Pressemeldungen kaum verständlich wären. Aus der Sozialisierung des Herrn Ruiss, der schon sehr früh als Lobbyist der schreiberischen Zunft unterwegs war und seit 1982 als Geschäftsführer der IG Autoren tätig ist, scheint dies leicht erklärlich.
Befreit von der Schublade zeitgenössischer Literatur, könnte man Ruiss als einen der letzten Bänkelsänger betrachten. Dabei scheut er weder eine gute Pointe ("wollen wir was können/du und ich/ich kann einen dreck/und du kannst mich") noch politische Agitation (zum ORF-Programm: "Der Kärntner Landeshauptmann spricht in einer Aufzeichnung eines Gesprächs mit seinem Pressesprecher mit sich als Studiogast zu uns."). Bei aller zugestandenen Blödelei schrammt der Autor leider mitunter auch hart an der Grenze zum Kalauer.

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edition selene (Wien 2003)
Eine Autofahrt mit Thomas Fröhlichs neuem Hörbuch "Das Geheimnis des Illusionisten" ist gleichermaßen unterhaltsam wie lehrreich. Dennoch sei gleich einmal davor gewarnt: Der Ausflug ins Reich zwischen den Welten von Arthur Conan Doyle und Howard Philips Lovecraft kann teuer zu stehen kommen.
Eine ordentliche Portion Zombies und Geister, ein Rudel Werwölfe, eine Prise Vampirismus, das Ganze abgeschmeckt mit Blut und Gedärm und appetitanregend dekoriert mit Serienmeuchlern und Folterknechten: Das Ergebnis heißt "Horror" und ist das Filmbuch, auf das wir schon lange gewartet haben.
"Literatursalon im Gemeindebau" heißt eine Veranstaltung des Theaters Rabenhof. Große Namen aus der Schreiberzunft - wie Chuck Palahniuk - und unfade Literatur werden so vom 11. September bis zum 5. Dezember in einem Veranstaltungsreigen versammelt.
Horror, Thrill, Humor: Mit den sommerlichen Hörbuch-Tips spielen wir ordentlich Gefühlsklavier - und das insgesamt 1722 Minuten lang. Außerdem haben wir etwas zu verschenken. Aber lesen Sie selbst.
Auch ein Perry Rhodan hat gelegentlich Sex - aber von Verhütung keine Ahnung. Das Ergebnis des außerehelichen Gspusis ist der "Sternenbastard". Und der spielt die Hauptrolle in einer höchst unterhaltsamen Hörbuchserie.
Bereits zum zweiten Mal darf der EVOLVER zu einer Veranstaltungsreihe im Pathologisch-anatomischen Bundesmuseum, besser bekannt als "Narrenturm", laden. Freunde des Ab- und Jenseitigen werden auch diesen Sommer nicht zur Ruhe kommen.
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