James A. Owen - Die ewige Bibliothek
ØØØØ
(The Festival of Bones. Book One of Kai Meyer's Mythworld)
Festa Verlag (Almersbach 2002)
Auch Franchise-Literatur kann lesenswert sein, wie man an "Kai Meyers Mythenwelt" merkt. Und wenn sie sich um alte Handschriften und Mythen dreht, wird´s gar bibliophil. 13.01.2003
"Die ewige Bibliothek" bildet den Auftakt einer siebenbändigen Reihe, die der amerikanische Comic-Zeichner James Owen nach einem Konzept von Kai Meyer geschrieben hat. Wobei Meyer gleich im Vorwort feststellt, daß er praktisch keinen Anteil am Ergebnis hat, das seiner Ansicht nach aber mehr als zufriedenstellend ausgefallen ist. Dabei stellt er seinen Schützling in eine Ahnenreihe mit Dickens und Eco. Was selbstverständlich nicht zutrifft - auch im negativen Sinne nicht: "Die ewige Bibliothek" ist - Gott sei Dank - weniger langatmig als beispielsweise "David Copperfield". Und auch nicht so rührselig. Natürlich merkt man dem Buch den Erstling ein wenig an. Dennoch - ein Kompliment kann man der Story um den mysteriösen Mathematiker Juda, den krankhaft ehrgeizigen Rektor Galen, das akademische Opferlamm Langbein (auf ihn wartet ein besonders spektakuläres Ende) und eine alte Handschrift mit nordischen Mythen, die die Vorlage zu Wagners "Ring der Nibelungen" darstellen, auf jeden Fall machen: sie ist höchst unterhaltsam und aufgrund des Hauptschauplatzes Wien hierzulande von besonderem Interesse (auch wenn Owen fälschlicherweise das amerikanische Universitätssystem auf Österreich überträgt).

James A. Owen - Die ewige Bibliothek
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(The Festival of Bones. Book One of Kai Meyer's Mythworld)
Festa Verlag (Almersbach 2002)
Eine Autofahrt mit Thomas Fröhlichs neuem Hörbuch "Das Geheimnis des Illusionisten" ist gleichermaßen unterhaltsam wie lehrreich. Dennoch sei gleich einmal davor gewarnt: Der Ausflug ins Reich zwischen den Welten von Arthur Conan Doyle und Howard Philips Lovecraft kann teuer zu stehen kommen.
Eine ordentliche Portion Zombies und Geister, ein Rudel Werwölfe, eine Prise Vampirismus, das Ganze abgeschmeckt mit Blut und Gedärm und appetitanregend dekoriert mit Serienmeuchlern und Folterknechten: Das Ergebnis heißt "Horror" und ist das Filmbuch, auf das wir schon lange gewartet haben.
"Literatursalon im Gemeindebau" heißt eine Veranstaltung des Theaters Rabenhof. Große Namen aus der Schreiberzunft - wie Chuck Palahniuk - und unfade Literatur werden so vom 11. September bis zum 5. Dezember in einem Veranstaltungsreigen versammelt.
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Auch ein Perry Rhodan hat gelegentlich Sex - aber von Verhütung keine Ahnung. Das Ergebnis des außerehelichen Gspusis ist der "Sternenbastard". Und der spielt die Hauptrolle in einer höchst unterhaltsamen Hörbuchserie.
Bereits zum zweiten Mal darf der EVOLVER zu einer Veranstaltungsreihe im Pathologisch-anatomischen Bundesmuseum, besser bekannt als "Narrenturm", laden. Freunde des Ab- und Jenseitigen werden auch diesen Sommer nicht zur Ruhe kommen.
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