P. N. Elrod - Der rote Tod
Ø
(Red Death)
Festa-Verlag (Almersbach 2003)
Arische Gruselfiguren und eine Übersetzung, die wirklich zum Grausen ist: Manche sogenannten Horror-Romane sind wirklich nur was für ganz dumme Goth-Kinder. 17.03.2003
Um es gleich vorwegzunehmen: Elrods rührseliger Möchtegern-Horror ist nur etwas für Menschen, die Nerven wie Drahtseile besitzen. Die Grusel-Hitparade wird dabei von der Übersetzung angeführt - angeblich stammt sie von einer gewissen Jutta Swietlinski, man vermutet jedoch eher einen gesichtslosen Automaten wie Babelfish dahinter. Hier wird gnadenlos Wort für Wort ins Deutsche übertragen, was sich beispielsweise so anhört: "O Gott, dies half überhaupt nicht. ... Verdammnis! " (O God, that didn´t help at all. ... Damn!)
Aber auch der Beitrag der Autorin zum haarsträubenden Horror bei dem während der amerikanischen Freiheitskriege angesiedelten Schmöker ist nicht zu verachten. Der naiv-sentimentale, aber stets brave Stil klingt nach Creative-Writing-Seminar, die Figuren von der herrschsüchtigen Schwiegermutter über den schwachen Vater bis zum loyalen Sklaven (dem die Versklavung fast schon ein Bedürfnis ist) sind nicht mehr als Schablonen, die die Autorin zum Teil bei den Gebrüdern Grimm geklaut hat - wobei die Schilderungen der Hauptpersonen einen mitunter glauben machen, man sei in einen Arierzuchtverein geraten. Mit Horror hat das nichts zu tun, auch wenn es dem Leser zu einem solchen gerät. Inklusive Blümchensex mit anschließendem Blutsaufen bietet das Buch nicht mehr als eine Groschenromanze mit dramaturgischen Schwächen.

P. N. Elrod - Der rote Tod
Ø
(Red Death)
Festa-Verlag (Almersbach 2003)
Eine Autofahrt mit Thomas Fröhlichs neuem Hörbuch "Das Geheimnis des Illusionisten" ist gleichermaßen unterhaltsam wie lehrreich. Dennoch sei gleich einmal davor gewarnt: Der Ausflug ins Reich zwischen den Welten von Arthur Conan Doyle und Howard Philips Lovecraft kann teuer zu stehen kommen.
Eine ordentliche Portion Zombies und Geister, ein Rudel Werwölfe, eine Prise Vampirismus, das Ganze abgeschmeckt mit Blut und Gedärm und appetitanregend dekoriert mit Serienmeuchlern und Folterknechten: Das Ergebnis heißt "Horror" und ist das Filmbuch, auf das wir schon lange gewartet haben.
"Literatursalon im Gemeindebau" heißt eine Veranstaltung des Theaters Rabenhof. Große Namen aus der Schreiberzunft - wie Chuck Palahniuk - und unfade Literatur werden so vom 11. September bis zum 5. Dezember in einem Veranstaltungsreigen versammelt.
Horror, Thrill, Humor: Mit den sommerlichen Hörbuch-Tips spielen wir ordentlich Gefühlsklavier - und das insgesamt 1722 Minuten lang. Außerdem haben wir etwas zu verschenken. Aber lesen Sie selbst.
Auch ein Perry Rhodan hat gelegentlich Sex - aber von Verhütung keine Ahnung. Das Ergebnis des außerehelichen Gspusis ist der "Sternenbastard". Und der spielt die Hauptrolle in einer höchst unterhaltsamen Hörbuchserie.
Bereits zum zweiten Mal darf der EVOLVER zu einer Veranstaltungsreihe im Pathologisch-anatomischen Bundesmuseum, besser bekannt als "Narrenturm", laden. Freunde des Ab- und Jenseitigen werden auch diesen Sommer nicht zur Ruhe kommen.
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