Steffen Jacobs - Angebot freundlicher Übernahme
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Gerd Haffmans bei Zweitausendeins (Frankfurt am Main 2002)
Daß moderne Dichtung auch originell und witzig sein kann, zeigt dieser Band, der nicht umsonst bei Haffmans/Zweitausendeins erscheint. 30.06.2003
Auf seine eigene, recht eigenwillige Art und Weise führt Steffen Jacobs die Poesie auf ihre Ursprünge zurück: Dazu gehören auch die Verständlichkeit und Eingängigkeit - nicht zu verwechseln mit Simplizität - der im vorliegenden Band versammelten lyrischen Stücke. Auf ahnungsvolles Raunen, kapriziöse Metaphern oder doppelt bis dreifach chiffrierte Passagen wird angenehmerweise verzichtet. Stattdessen besinnt der Autor sich hier auf einige der klassischen Ausgangsmaterialien von Dichtung. So findet man statt gesuchter Zeilensprünge und eigenwilliger Orthographie Reime, Assonanzen, Daktylen und Jamben. Auch die Themen sind von jenen europäischen Bänkel- und Minnesangs im Kern nicht allzu weit entfernt - soll heißen, daß der 1968 geborene Lyriker und Journalist Jacobs weder auf derbe Erotik noch auf Gelegenheitsdichtung verzichtet. Letztere verbirgt sich beispielsweise hinter einem abgedroschen arkadisch klingenden Titel wie "Vom Verstummen" und klingt so: "Liebe Tante Trudi,/deine Braten/sind große Taten,/deine Torten/kaum fassbar mit Worten./Vor deiner Sauce/mit Petersilie/schweigt tief ergriffen/deine Familie." Übrigens: Eine beigelegte, vom Autor besprochene CD erspart dankenswerterweise die Mühen eigener Lektüre.

Steffen Jacobs - Angebot freundlicher Übernahme
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Gerd Haffmans bei Zweitausendeins (Frankfurt am Main 2002)
Eine Autofahrt mit Thomas Fröhlichs neuem Hörbuch "Das Geheimnis des Illusionisten" ist gleichermaßen unterhaltsam wie lehrreich. Dennoch sei gleich einmal davor gewarnt: Der Ausflug ins Reich zwischen den Welten von Arthur Conan Doyle und Howard Philips Lovecraft kann teuer zu stehen kommen.
Eine ordentliche Portion Zombies und Geister, ein Rudel Werwölfe, eine Prise Vampirismus, das Ganze abgeschmeckt mit Blut und Gedärm und appetitanregend dekoriert mit Serienmeuchlern und Folterknechten: Das Ergebnis heißt "Horror" und ist das Filmbuch, auf das wir schon lange gewartet haben.
"Literatursalon im Gemeindebau" heißt eine Veranstaltung des Theaters Rabenhof. Große Namen aus der Schreiberzunft - wie Chuck Palahniuk - und unfade Literatur werden so vom 11. September bis zum 5. Dezember in einem Veranstaltungsreigen versammelt.
Horror, Thrill, Humor: Mit den sommerlichen Hörbuch-Tips spielen wir ordentlich Gefühlsklavier - und das insgesamt 1722 Minuten lang. Außerdem haben wir etwas zu verschenken. Aber lesen Sie selbst.
Auch ein Perry Rhodan hat gelegentlich Sex - aber von Verhütung keine Ahnung. Das Ergebnis des außerehelichen Gspusis ist der "Sternenbastard". Und der spielt die Hauptrolle in einer höchst unterhaltsamen Hörbuchserie.
Bereits zum zweiten Mal darf der EVOLVER zu einer Veranstaltungsreihe im Pathologisch-anatomischen Bundesmuseum, besser bekannt als "Narrenturm", laden. Freunde des Ab- und Jenseitigen werden auch diesen Sommer nicht zur Ruhe kommen.
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