Stephen Webb - Where Is Everybody?
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Copernicus Books (New York 2002)
Eigentlich müßte es im Universum ja vor außerirdischen Zivilisationen wimmeln. Nur: Wo sind all die Aliens bloß - vielleicht in Ungarn? 50 Thesen für Phantasiebegabte. 17.03.2003
Spätestens seit Enrico Fermis Zeiten beschäftigen sich seriöse Physiker mit einem Fermi-Paradoxon genannten Problem. Dessen Inhalt in aller Kürze: Geht man von einem hohen Alter des Universums aus und von dem Bestreben lebender Organismen, sich auszubreiten - warum stoßen wir dann nicht allenthalben auf Außerirdische? Man kann seine Zweifel haben, ob die Logik dieser Beweisführung wirklich zwingend ist; die 50 Lösungen des Paradoxons, die Stephen Webb versammelt und launig, aber mit viel Sachverstand kommentiert, sind jedenfalls höchst apart.
Eine mögliche Lösung, die gern von der SF-Literatur thematisiert wird: Die Außerirdischen sind bereits mitten unter uns. Und - so der Atomphysiker Leo Szilard - sie nennen sich selbst Ungarn. Wer die recht eigenwillige ungarische Sprache näher kennt, wird dieser These zustimmen. Eine andere Möglichkeit: Die Aliens waren bereits hier und haben Spuren (Pyramiden etc.) hinterlassen. Erich von Däniken läßt grüßen. Oder sie zeigen sich einfach nicht, beispielsweise weil ihnen ein galaktischer Kodex die Einmischung in andere Zivilisationen verbietet oder weil das Universum, wie es sich uns darbietet, bloß ein Stück virtueller Realität ist, ein "Planetarium".
Vielleicht aber sind wir auch ganz einfach allein im All. Welch langweiliger Gedanke!

Stephen Webb - Where Is Everybody?
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Copernicus Books (New York 2002)
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