Stories_Das Weltall, wie es wirklich ist

Die Dolan-Theorie: Folge 10

Glauben Sie, daß die Erde eine Kugel ist?
Ja? Gut. Falls Sie allerdings zugleich annehmen, auf der Außenseite eines Festkörpers zu leben, könnte es sein, daß Sie einem weitverbreiteten Irrtum unterliegen.    14.12.2010

1963 veröffentlichte der Österreicher Johann Dolanski eine Abhandlung zum umstrittenen Hohlwelt-Paradigma. Der EVOLVER ist auf eines der mittlerweile vergriffenen Exemplare gestoßen und präsentiert hier, weltweit erstmals im Internet, den ungekürzten Text, mit den Illustrationen der Originalausgabe.
Im Vorwort - unsererseits ergänzt um einen kurzen Abriß historischer Weltalltheorien - stellte der Autor gängige Hypothesen infrage und kündigte technisch-wissenschaftliche Begründungen für seine Zweifel an.
In der letzten Folge ging es unter anderem darum, wie dick die Erdschale ist und was sich "dahinter" befindet.
Diesmal wirft der Autor einen skeptischen Blick auf die Satellitenprogramme der Supermächte USA und UdSSR (die sich - nur zur Erinnerung - damals mitten im "Kalten Krieg" befanden).


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XX. ALLGEMEINE BETRACHTUNGEN

 

Wohl haben die Menschen in den letzten Jahrzehnten bedeutende Fortschritte gemacht, um sehr große Entfernungen über die Erdoberfläche hinweg rasch zu überwinden. Mit Düsenflugzeugen kann man die Erde in 40 Stunden und auch noch rascher umkreisen.

Bei der Bewältigung der Höhen sind der Menschheit ganz enge Grenzen gesetzt. Schon beim Besteigen eines Berges von 2.000 Meter (= 2 km) Höhe ist die Luft schon dünner und sauerstoffärmer; die Atmung ist etwas erschwert. Bei der Bewältigung größerer Höhen und beim Fliegen in höheren Luftschichten sind dann schon Sauerstoffgeräte notwendig, um beschwerdefrei atmen zu können.

Der Mensch kommt, vermöge seiner leiblichen Konstitution, über eine gewisse Höhe nicht hinaus und es erscheint ihm daher alles, was darüber hinaus liegt, als unendlich weit.

Größere Höhen, etwa 120 km und mehr, wurden angeblich von unbemannten Raketen erreicht und es wurden photographische Aufnahmen der Erde von dort gemacht. Diese Aufnahmen zeigen eine Rundung, welche von den astronomischen Gelehrten als "Erdrundung" bezeichnet wurde. Wenn man sich aber die Erde als Kreis mit 12.760 km Durchmesser in irgendeinem Maßstab aufzeichnet und in demselben Maßstab die angeblich erreichte Höhe von 120 km aufträgt, so sieht auch ein Laie, daß man aus dieser verhältnismäßig sehr geringen Höhe nur etwa eine Provinz bildlich sehen, niemals aber die Rundung der Erde erfassen könnte.

 

Was man auf diesen Bildern als "Erdrundung" tatsächlich sieht, ist die runde Fassung der Photolinse.

 

Auch die mit Raketengeschossen angeblich erreichten Höhenangaben sind umstritten, weil man die erreichten Höhen derzeit immer von zwei Punkten der angeblich konvexen Erdwölbung aus bestimmt. Die tatsächlich erreichten Höhen von der konkaven Erdoberfläche aus, sind nur ein Bruchteil davon.

 

Mit Raketengeschossen kann man über die Erdoberfläche hinweg Entfernungen von hunderten Kilometern und mehr erreichen, während man mit denselben Geschossen nur geringe Höhen erreichen kann, obzwar der Luftwiderstand gegen das Geschoß oder Flugzeug oben geringer wird.

Es wird aber auch der Widerstand der Luft gegen den vorwärtstreibenden Düsenrückstoß (Luftpolster) immer geringer, je höher das Geschoß getrieben wird.

 

Bisher sind alle Raketen und Satelliten, infolge der Fliehkraft der rotierenden Erdhohlkugel, wieder zur Erde zurückgekehrt, ohne sehr große Höhen tatsächlich erreicht zu haben. Es ist deshalb sehr zweifelhaft, ob man den Mond, selbst in einer Höhe von nur 2.000 km vom Erdboden, je erreichen kann.

Die Menschen haben das Bestreben in sich, die Natur immer mehr zu erforschen und sich dienstbar zu machen. Auf der Erde und über uns liegen noch ungeahnte Möglichkeiten, welche ausgewertet werden können.

 

Jeder Mensch hat das Recht auf dieser Erde zu leben, aber er muß auch selbst alles in seinen Kräften stehende dazu beitragen, daß ihm die Güter dieser Erde zugänglich werden.

 

 

XXI. DAS PROBLEM DER RAKETEN UND SATELLITEN

 

Mit einem ungeheuren finanziellen und propagandistischen Aufwand wird heutzutage das Problem der Raketen und Satelliten in Ost und West behandelt.

Diese Probleme sind von einem Nimbus umgeben, welcher ans Wunderbare und Unwahrscheinliche grenzt.

Seit mehreren Jahren wurden Raketen hochgeschossen und diese Technik hat sich so weit entwickelt, daß man Raketen tatsächlich im Bogen über die Erdoberfläche hinweg, hunderte und auch tausende Kilometer weit schießen kann.

Dies vollzieht sich aber immer in erdnahen atmosphärischen Schichten, welche eine gewisse Luftdichte aufweisen.

In den letzten Jahren werden aber in Ost und West Berichte veröffentlicht, nach welchen "Satelliten" hinaufgeschossen wurden und diese dann mit ungeheuren Geschwindigkeiten, auch wochenlang die Erde umkreisen, ja selbst zum Mond, zu den anderen Planeten und um die Sonne fliegen.

In allerletzten Zeit werden sogar Menschen in Kapseln mittels Raketengeschossen in den Weltraum befördert und kreisen angeblich ein- oder mehrmals in ca. 90 Minuten-Intervallen um die Erde.

Diese "Astronauten", wie sie genannt werden, berichten sodann über ihre Eindrücke und Beobachtungen, die sie während des Fluges gewonnen haben.

Diese Berichte sind aber äußerst mager und enthalten wenig Interessantes und nichts Positives!

 

In der letzten Zeit haben die Russen, ohne Vorankündigung, berichtet, daß ein Mensch in einer Satellitenkapsel, die Erde in etwa 90 Minuten einmal umkreist hat. Einige Tage später soll ein anderer Mann die Erde in demselben Tempo sogar dreimal umflogen haben.

Die Abschuß- und Landestellen wurden aber geheimgehalten und nicht einmal Bilder von den Abschuß- oder Landestellen wurden veröffentlicht.

 

Die Amerikaner haben kurze Zeit später auch einen ähnlichen Versuch mit einem Menschen an Bord unternommen. Sie haben aber das Unternehmen in aller Öffentlichkeit durchgeführt und sowohl den Start, als auch die Landung in Bildern gezeigt.

Die Amerikaner haben bei diesem Vorhaben von vorhinein nur eine Raumfahrt über eine verhältnismäßig kurze Strecke von einigen hundert Kilometer und nicht eine Erdumkreisung als Ziel gehabt.

Nachher haben aber auch die Amerikaner einen Menschen in den Weltraum geschickt, welcher die Erde dreimal in je 90 Minuten umkreist haben soll.

 

In allerletzter Zeit haben wieder die Russen sowohl einen Mann, als auch eine Frau in den Weltraum geschossen, welche die Erde angeblich vielmals umkreist haben sollen.

In Ost und West wird dabei behauptet, daß dieser Flug sich in Ellipsenbahnen mit 160 und 260 km Erdentfernung vollzieht.

Die Erde ist doch angeblich eine Kugel und es müßte sich daher auch der Flug in einer Kreisbahn bewegen!

Die Wissenschaftler in Ost und West haben in der letzten Zeit auch Satelliten um die Erde, zum Mars, zur Venus und um die Sonne mit sehr viel Propagandaaufwand geschickt; die Ergebnisse aber müssen erst "entschlüsselt" und können erst in einiger Zeit bekanntgegeben werden.

Wenn man alle diese Berichte aus Ost und West genau auf alle technischen und wissenschaftlichen Möglichkeiten hin prüft, so kommt man zu dem Schluß, daß nur ein Teil davon Wirklichkeit ist, der Großteil aber Großsprecherei und unverantwortliche Täuschungsmanöver verschiedener Wissenschaftler sind.

Da alle diese Wissenschaftler unbedingte Anhänger der Kopernikus-Kepler-Newton-Theorie sind, muß man sich vor allem dies vor Augen halten, daß nach dieser Theorie alles von der Erde angezogen würde und selbst der Mond in 384.000 km Entfernung durch die "Erdanziehung" mitgenommen wird; die Satelliten aber würden, trotz der Erdanziehung, unbeschränkt, noch dazu in einem 90-Minuten-Tempo um die Erde kreisen, ohne auf die Erde herabzufallen?!

 

Auf einer rotierenden Erdhohlkugel wäre eine Erdumkreisung durch Satelliten noch eher möglich, weil die Fliehkraft gegen die Erdhohlkugelmitte zu, immer geringer wird.

 

Um die Existenz solcher, die Erde umkreisender Satelliten, an verschiedenen Punkten der Erde mit Empfangsgeräten hörbar zu machen, werden an irgend einem Standort der Erde Kurzwellensender, mit etwas nach aufwärts gerichteten Antennen so aufgestellt, daß sie sich im 90-Minuten-Rhytmus drehen und die entsprechenden Funksignale fortlaufend aussenden.

Dies hat dann den Anschein, als ob ein über diesen Empfangs-Orten fliegender Satellit die Funksignale geben würde.

 

Um nun auch den "Satellit" selbst an verschiedenen Orten der Erde sichtbar zu machen, werden die Zeiten, wann der Satellit zu sehen sein wird, auffallend publiziert und es werden dann über diese Orte hinweg Modellflugzeuge, welche von der Erde aus lenkbar sind, mit angehängter, leuchtender Glühlampe geschickt.

Da die kleinen, unbeleuchteten Modellflugzeuge selbst nachts nicht sichtbar sind und ihr Motor kaum hörbar ist, erscheint dies alles recht glaubwürdig.

Solche, von der Erde aus lenkbare Modellflugzeuge werden sogar auch in der Nähe von Wien hergestellt und betrieben.

 

Um auch die Erdumkreisung in 90 Minuten glaubhaft zu machen, fliegt der mit einem Menschen besetzte Satellit mit Raketenantrieb in einem großen Kreisbogen in diesem Rhythmus zum Abschußpunkt zurück und wird nach ein- oder mehrmaliger "Erdumkreisung" auf der Landesteile aufgefangen.

Bezüglich der Fortbewegung der Raketen muß man sich besonders vor Augen halten, daß jeder Körper, um in Bewegung zu kommen, von irgend einer entsprechenden Kraft weiterbewegt werden muß.

Am Boden schreitet man vorwärts, indem man durch Körperkraft mit den Füßen am Boden abstoßt.

Ein Landfahrzeug wird durch menschliche, tierische oder motorische Kräfte durch Abstoßen auf der Fahrbahn weiterbewegt.

Ein Wasserfahrzeug wird entweder durch den Wind mittels der Segel oder durch Ruderschläge, durch Schaufelräder oder durch rotierende Schiffsschrauben, welche mit ihren schrägstehenden Schraubenflächen im Wasser abstoßen, weiterbewegt.

Auch die Flugzeuge werden durch rotierende Luftschrauben, welche durch ihre schrägstehenden Propellerflächen in der Luft abstoßen, weiterbewegt.

 

Nur beim Raketenantrieb glauben noch die meisten Wissenschaftler an ein Wunder und sind der Ansicht, daß der Rückstoß der Auspuffgase allein die Raketen und die Flugzeuge mit Raketenantrieb fortbewegen kann.

 

Dies ist ein großer und verhängnisvoller Irrtum. Man kann durch systematische Versuche erkennen, daß auch das Tempo des Vorwärtskommens der durch Düsenaggregate angetriebenen Flugzeuge und Raketen geringer wird, wenn sie in höhere Luftschichten gelangen, wo die Luft dünner wird.

 

Johann Dolanski (1963)
 

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Man bedenke, daß zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Textes die erste Mondlandung noch sechs Jahre in der Zukunft lag ...
Auch im nächsten Abschnitt wird deutlich, daß die Propaganda, die die Supermächte im Zuge ihrer Weltallprojekte betrieben, von Vielen mit einer gehörigen Portion Mißtrauens aufgenommen wurde.

EVOLVER-Redaktion

Das Weltall, wie es wirklich ist

Dolan-Theorie


Ing. Johann Dolanski (1963)
Matthias Marschik (Hrsg., 2008)

Links:

Kommentare_

Lightfoot - 28.10.2013 : 22.33
Geradezu kindlich mutet die Unbedarftheit Dolanskis an, mit der er davon ausgeht, dass sich Raketen zur Fortbewegung an irgendetwas stofflichen abstoßen müssen. Somit kommt er zum Schluss, das ein Weltraumflug im Vakuum vollkommen unmöglich ist.

Kaum überrascht es hier, dass er nicht einmal das newtonsche Prinzip von "Actio und Reactio" kennt, nachdem eine auf ein Objekt ausgewirkte Kraft immer auch eine gleich große Gegenkraft bewirkt. Darauf basiert das Impulserhaltungsgesetz und wieder darauf die Raketengleichung, die Ziolkowski schon 1903 formuliert hat. Danach ist die erreichbare Endgeschwindigkeit einer Rakete nur abhängig von der durch den Abgasstrahl ausgestoßenen Masse (im Verhältnis zum Startgewicht) und der Geschwindigkeit des Abgasstrahls: v=v_g*ln(m_0/m)

Ziemlich lächerlich ist im Rückblick auch seine Verschwörungstheorie, nach der Satelliten nur lautlose Modellflugzeuge mit Lämpchen sind. Jeder Beobachter kann heute in einer klaren Nacht dutzende solcher "Modellflugzeuge mit Lämpchen" sehen. Ich wurde kürzlich bei einer Nachtwanderung sogar unerwartet Zeuge eines Iridium-Flares, wirklich beeindruckend! Das war so hell, da hätte die Nuklearbatterie des Modellflugzeuges gerade eine Kernschmelze haben müssen.

Selbst der größte Skeptiker wird heute wohl kaum an der Raumfahrt zweifeln, um dann die Schüssel auf Astra 2E auszurichten für die tägliche Dosis Privatfernsehen.

Dolanski muss aber die Raumfahrt bezweifeln, weil in seiner Theorie absolut kein Platz dafür ist! Wie sollten die Satelliten denn bitteschön oben bleiben? Schließlich hätten sie bei jeglicher Rotation um das Weltzentrum ja trotzdem eine Fliehkraft, die sie zum Absturz bringen müsste. Nur genau gegenläufig zur Erdrotation wären sie kraftfrei, d.h. alle Satelliten hätten die gleiche Richtung und Geschwindigkeit. Das deckt sich aber überhaupt nicht mit meinen Beobachtungen der Lämpchen an den Modellflugzeugen.

Kaum ein anderes Kapitel zeigt deutlicher was für ein Stuss da Dolanskis verdrehtem Geiste entsprungen ist.

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