1998-2002_Archiv

The Internet Is Dead #15

Der EVOLVER stellt Ihnen die Inhalte seiner historisch wertvollen "IiD-Edition" nun auch im aktuellen Format zur Verfügung. Diesmal: Filmrezensionen von "Jedermanns Fest" bis "Prinzessin Mononoke".    01.10.2002

EVOLVER-Redaktion

Jedermanns Fest


Eine erschütternde Katastrophe, eine sinnlose Vergeudung mehrerer Euro-Millionen, ein peinliches Armutszeugnis vergreister Kreativität, oder anders gesagt: "Jedermanns Fest".

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Jesus´ Son


Ein guter Film braucht eine gute Story. "Jesus´ Son" - ein episodisches Roadmovie - hat gleich mehrere davon und begeistert sanft mit authentischen, skurrilen Momenten und exzellenten Darstellern: eine gekonnt inszenierte Literaturverfilmung von Newcomerin Alison McLean.

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Jetzt oder nie - Zeit ist Geld


"Jetzt oder nie", ein seltsamer Film über das letzte Abenteuer dreier Rentnerinnen, hat zwar gute Ansätze, verhaut sich aber alles, indem er einfach nicht auf Touren kommt.

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Jin-Roh


Ein Mädchen im roten Mantel rennt durch die Kanalisationsschächte Tokios - hinter ihr aus dem Dunkeln Geräusche, die immer lauter werden. Das Mädchen rennt schneller, erreicht fast schon das Ende des Tunnels. Da taucht eine schwarze Gestalt mit rotglühenden Augen vor ihr auf.

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Jurassic Park III


"Jurassic Park III" dauert nicht einmal 90 Minuten, hat keine Handlung und ist keine Sekunde lang spannend. Hier nervt ein letztklassiges Trash-Movie mit Computereffekten, die nicht einmal mehr Kleinkinder beeindrucken.

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Kiss of the Dragon


Ein Chinese unter Weißbroten: Für das, was Luc Besson dem Karate-Star Jet Li ("Romeo Must Die") mit "Kiss of the Dragon" auf den Hals produziert hat, ist die letzte Metro abgefahren.

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Komm, süßer Tod


Zwei Rettungsfahrer in Wien kommen einem abgefeimten Mordkomplott auf die Schliche und geraten dabei zwischen lebensgefährliche Fronten: temporeiche Unterhaltung mit Schmäh und Action.

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Kubanisch reisen


Juan Carlos Tabíos "Kubanisch reisen" ist zwar eine nette Liebeserklärung an Kuba und dessen Vorstellungen vom gelebten Sozialismus, hat aber zu viele Schwächen im Detail, um wirklich zu überzeugen.

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L. A. Without A Map


Mika Kaurismäki biederte sich vor drei Jahren mit "L. A. Without A Map" an Hollywood an. Die Rechnung ging nicht ganz auf - auch wenn der Film recht sympathisch ist.

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Lammbock - Alles in Handarbeit


Moritz Bleibtreu als kiffender Großerbe: "Lammbock", das Regiedebüt des Deutschen Christian Zübert, rückt die Marihuanakultur ins schräge Licht.

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Lara Croft: Tomb Raider


Man hätte sich von "Lara Croft: Tomb Raider" zumindest kurzweilige Unterhaltung, gute Spezialeffekte und rasante Action erwartet. Man bekommt aber genau gar nichts.

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Lebenszeichen


Das Südamerika-Geiseldrama "Lebenszeichen" stirbt trotz einiger guter Kriegs-Action an zuviel Gequatsche und ein paar Fehlbesetzungen.

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Little Nicky


Während Satans Jüngster die Welt rettet, machen sich seine Kumpels in der Hölle in penetranter Weise über Hitlers Arsch her.

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Lost Souls - Verlorene Seelen


Schon wieder einen Exorzistenfilm hat Star-Kameramann Janusz Kaminski mit "Lost Souls" inszeniert. Sein Landsmann im Vatikan könnte Gefallen daran finden; alle anderen werden sich belustigt an den Kopf greifen.

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Lovely Rita


Ist die Pubertät an sich schon ein Drama, so verschärft sich diese Lebensphase für Rita durch die klaustrophobische Enge ihres Elternhauses zur stummen Katastrophe.

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Lust auf anderes


Witzig, klug und voller Verständnis für menschliche Schwächen: "Lust auf anderes" ist ein weiteres Indiz dafür, daß sich der französische Film von seiner Idiotenphase der späten 90er Jahre erholt hat.

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Mädchen, Mädchen


Interessiert es jemanden, was Mädchen mit 18 so denken? Dennis Gansels "Mädchen, Mädchen" könnte zumindest gleichaltrigen Burschen Aufschluß geben. Frauenfilm, einmal anders.

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Magnolia


Paul Thomas Andersons neuer Drei-Stunden-Film "Magnolia" ist genauso lang wie ungewöhnlich, aber dank seiner in jeder Hinsicht hohen Qualität wahrscheinlich ein Geniestreich.

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Männerzirkus


Die arme Ashley Judd wird von ihrem Traummann verlassen und betreibt daraufhin eine abstruse Ursachenforschung zum Thema Mann, Liebe und Beziehungen.

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Maybe Baby


Das Komödienthema ist nicht gerade neu: Es klappt nicht mit dem Kinderkriegen - und an sich vernünftige Menschen verwandeln sich in gebärbessene Neurotiker. Aber ist das auch lustig?

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Meine Braut, ihr Vater und ich


Wie das Vorstellen bei den Eltern der Angebeteten im Fiasko endet, oder: Warum müssen Komödien unbedingt familientauglich sein? "Austin Powers"-Regisseur Jay Roach gestaltet Ben Stillers Spießrutenlauf durch Fettnäpfchen und aberwitzige Katastrophen zur durchaus witzigen Tour de force mit Robert De Niro als Übervater im Handgepäck. Zum großen Spaß reicht es aber nicht ganz.

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Meine Heldin


Cédric Kahns Liebesdrama "L'Ennui", dessen deutscher Titel "Meine Heldin" voll danebengeht, ringt dem Zuseher entweder Verständnis ab - oder läßt ihn sich im Kinosessel winden.

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Memento


Der Filmheld sucht den Mörder seiner Frau - seit wann und ob er ihn schon gefunden hat, weiß er allerdings nicht. In Christopher Nolans Psychothriller "Memento" ist einfach alles ungewöhnlich, und genau das macht ihn so sehenswert.

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Men of Honor


Carl Brashear war der erste Tiefseetaucher der US Navy - und blieb auch im Dienst, nachdem er ein Bein verloren hatte. Seiner wahren Geschichte widmet Hollywood mit "Men of Honor" den neuesten Militärkitsch-Streifen.

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Mexican


"Mexican" ist nicht schräg, selten witzig, kaum romantisch, nie spannend und viel zu lang. Die Hauptdarsteller des Films zelebrieren eine beispiellose Abwesenheit jeglicher Chemie.

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Mission to Mars


Tim Robbins und Gary Sinise sind die Anführer der cineastischen Marsmission von Brian De Palma - dem SF-Debüt des Regisseurs, der eigentlich mit großartigen Hitchcock-Rip-offs bekannt wurde. Christian Fuchs sah den ersten Big-Budget-Golden-Turkey des neuen Jahrtausends.

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Moulin Rouge


Im Jahre 1900 gewinnt ein mittelloser Dichter aus der Provinz das Herz der begehrtesten Kurtisane von Paris - mit einem Elton-John-Song. Regisseur Baz Luhrmann präsentiert in "Moulin Rouge" eine grellbunte Kunstwelt, in der eine Tango-Version von "Roxanne" ebenso stimmig ist wie ein Auftritt von Kylie Minogue als Absinth-Fee.

 

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Mulholland Drive


Als Thriller strukturell interessant erzählt und in Einzelszenen nahezu genial, scheitert David Lynchs "Mulholland Drive" vor allem an der Trivialität seiner Story - und an einer latenten Alte-Männer-Geilheit.

 

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Nachtfalter


Trashig, lebensecht, morbid und brutal: Filme wie "Nachtfalter" bringt in Österreich nur Franz Novotny zusammen. (Und das ist ausschließlich positiv gemeint.)

 

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Natürlich blond


Geistreich sind Campus- und Teenie-Filme ja eher selten, doch es geht auch noch anspruchsloser. "Natürlich blond" punktet immerhin mit phantastischem Styling und einer witzigen Reese Witherspoon.

 

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Nora


Die mit tatkräftiger Unterstützung von Superstar Ewan McGregor verwirklichte James-Joyce-Biographie "Nora" ist ein relativ trockenes Cineastenstück.

 

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Not A Girl


Der erste Kinofilm mit Showbiz-Dämon Britney Spears ist noch lächerlicher als das zumindest mit einer Goldenen Himbeere ausgezeichnete Mariah-Carey-Vehikel "Glitter". Nach der ersten Viertelstunde möchte man tot sein.

 

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Ocean´s Eleven


Am Star-Vehikel "Ocean´s Eleven" funktioniert praktisch überhaupt nichts. Man kann den Film sogar ohne Probleme hassen.

 

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Oi! Warning


Soziologische Strukturen, die zur Ausbildung einer Subkultur führen, sind selten so erstaunlich wie im Fall von Provinz-Skinheads. "Oi! Warning" ist ein hochinteressantes Fallbeispiel.

 

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Onegin


In der Verfilmung des Versromans "Eugen Onegin" von Alexander Puschkin zeigt die britische Künstlerfamilie Fiennes, daß Kino echte Hochkultur sein kann.

 

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Original Sin


Eine Betrügerin erschleicht sich die Ehe mit einem süßen, reichen Latin Lover, um ihn zu vernichten: "Original Sin" ist ein spekulativer, unrealistischer und eigentlich langweiliger Film - aber Angelina Jolies blanke Brüste werden das Publikum schon ankeilen.

 

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Pakt der Wölfe


Wenn die Ästhetik stimmt und der Inhalt auf tatsächlichen Ereignissen beruht, kann eigentlich nichts schiefgehen - auch wenn das Ganze im Grunde ein Schmarren ist. Deshalb ist "Pakt der Wölfe" für Christophe Gans ("Crying Freeman") ein deutlicher Schritt nach vorn.

 

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Pearl Harbor


Das US-Historiendrama "Pearl Harbor" ist geschichtlich interessant aufbereitet und politisch nicht über Gebühr pro-amerikanisch. Manche könnten sich dabei langweilen, anderen werden die drei Stunden Laufzeit erstaunlich schnell vergehen.

 

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Perfect Blue


Nach seiner einmaligen Vorführung im Rahmen des Wiener Sommerkinos ist der japanische Zeichentrick-Hit "Perfect Blue" derzeit auch regulär im Kino zu bewundern.

 

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Planet der Affen


Für Tim Burtons "Planet der Affen"-Remake gilt vor allem, daß man sich nicht zuviel erwarten sollte, um einer herben Enttäuschung vorzubeugen. Geboten wird solide SF-Unterhaltung, mehr nicht.

 

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Prinzessin Mononoke


Mit vier Jahren Verspätung erreicht der erfolgreichste japanische Film aller Zeiten nun auch unsere Kinos: "Prinzessin Mononoke" - oder besser "Mononoke Hime", wie der Film im Original heißt.

 

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Normale Zeiten


Zwischen der Wohlstandspolitik der Kreisky-Ära und den Idealen der jugendbewegten 68er-Generation: sechs normale Menschen erinnern sich an "ihre" 70er Jahre - und was davon übrig blieb.

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